Taube verunglückt
Saturday, January 24th, 2009 | Uncategorized
Die Taube ist am Dienstag Abend nördlich von Rabat(Marokko) in Seenot geraten.
Freunde und Verwandte haben am Montag noch mit der Crew telefoniert. Da waren sie alle guter Dinge, und wollten nachts in See stechen. Nach einem langen Segeltag wurden sie an der Hafeneinfahrt von Mehdya von hohen Brandungswellen überrascht.
Eine Person konnte sich an einer Isomatte festhalten, und rettete sich unverletzt an Land. Vom Rest der Crew und der Taube fehlt weiter jede Spur.
Zahlreiche Menschen bekundeten bisher persönlich und auf dem Weblog ihr Mitgefühl für alle Nahestehenden, wofür wir sehr dankbar sind.
Wir fühlen mit allen Betroffenen mit und wünschen ihnen viel Kraft.
Wir geben die Hoffnung nicht auf, unsere Gedanken sind bei der Crew.
Die daheimgebliebenen Wandervögel
231 Comments to Taube verunglückt
…on the site that your posted link leads to, you ask alot of questions about how do you do this or that, how does this work… in my view, that´s the key to all. If
you are educated as a sailor and you have the skippers licences, then you spent years learning how to sail and went to classes and on a lot of learing trips. Thats were you learn all that, and if you´re a educated sailor you know. Just like you know that the mediteran sea is a dangerous place in the winter, or that it gets pretty ugly when the depth of the water is less than half the length of the wave.
I´m very sorry for everybody who lost a friend/famaly member/loved one. Take this lesson and think about what and how you do your projects! The sea can be a wild and dangerous place, and if you dont know how to deal with situations tragedys like this happen.
Rainbows can’t be censored.
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Many tried and failed,
the colors of the sun always prevailed.
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Persistence of Vision.
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http://ooommm.org/sudelwiki/index.php?title=Migrobirdo
January 24, 2009
Ich kannte nur einen Teil der Besatzung und bin geschockt und bete für die Vermissten!
Hoffentlich haben die Vermissten irgendwie überlebt und das Boot kann irgendwann gefunden/geborgen werden…
January 24, 2009
I don’t know whether this is the right platform to denounce their competence in sailing or to even say they were too stoned to act properly…It doesn’t help anyone and surely won’t change anything! We should show the families and friends our compassion by letting them know that there are many people all around the world, grieving, hoping and thinking about the crew and their beloved ones…no matter what the circumstances of the tragedy were…
January 24, 2009
Als völlig Unbeteiligter habe ich vor einigen Tagen die Nachrichten über das Unglück mit Bestürzung gelesen und mich danach in diese Weseite eingelesen und und welche Idee dahintersteht, sowie die links verfolgt. Es hat mich tief getroffen und beschäftigt mich sehr, zu sehen, wie möglicherweise junge lebensfrohe Menschen, unbedarft und mit Idealen, plötzlich aus dem Leben gerissen werden - wenn es sich denn auch so bestätigen sollte. Noch schlimmer sind die Gedanken an diese jungen Menschen, wenn man auch an die Angehörigen denkt, vor allem wenn man, wie ich, auch selbst solche Kinder in diesem Alter hat. Ich kann nur sagen, daß meine Gedanken bei den Angehörigen sind, obwohl ich mir nicht vorstellen kann, wie und ob ich mit so einer Situation umgehen könnte. Ich wage gar nicht daran zu denken. Das Unglück selbst möchte ich nicht kommentieren, das haben andere schon gemacht, außerdem habe ich wenig Kenntnis von den Details. Und selbst wenn ich sie hätte, möchte ich mir nicht anmaßen, irgendwelche Kritiken anzubringen. Auch ich war mal jung und wir jungen Leute haben damals auch - im Nachhinein betrachtet - abenteuerliche und möglicherweise unverantwortliche Dinge gemacht. Wir wollten leben und lieben und einfach die Welt verändern. Die Bilder von der Crew sind auch ein Spiegelbild meiner Jugend. Manchmal denke ich, wie haben wir diese Geschichten damals bloß überlebt. Und - wenn ich sehe was meine Kinder (junge Erwachsene) manchmal so erleben, kann ich nur den Kopf schütteln und hoffen, daß es gut geht. Man kann auch nicht alles vorhersehen, oder ständig nachfragen und kontrollieren, das lassen die auch gar nicht zu. Sie sind ja jung und es wird schon nichts passieren. Wir - wenn wir Eltern oder andere Angehörige sind - müssen es eben einfach so akzeptieren und tolerieren, daß Dinge ihren Lauf nehmen und jeder hofft, daß das Schicksal ihn nicht selbst trifft. Obwohl, mit Schicksalsschlägen muß jeder leben, früher oder später, mehr oder weniger. Ich kann deshalb die vielleicht unbedarfte und naive Handlungsweise der fröhlichen jungen Crew nicht verurteilen, das steht mir nicht zu, sondern nur meine Betroffenheit gegenüber den Angehörigen zum Ausdruck bringen.
January 24, 2009
Danke Thomas, du sprichst mir aus der Seel.
mein Beileid an alle.
tief betroffen
bob
January 24, 2009
Ich hatte als 17jähriger nie solche Ambitionen. Stattdessen wollte ich immer arbeiten. Parties, Welterkundung, Friedensaktivitäten müssen dem jungen Volk anscheinend mit väterlicher Manier aus dem dummen Köpfchen geprügelt werden. Wären sie mal lieber zu Hause geblieben und hätten war anständiges gearbeitet, diese Gutmenschen.
January 24, 2009
wat brüllt de Storm: de Mensch is ‘n Worm,
wat brüllt de See: ‘n Dreck is he.
(Friesisch)
January 24, 2009
Was für Ambitionen auch immer sie hatten, Prügel sind sicherlich nie eine Lösung. Sie lassen nur entschlossener in Entscheidungen werden.
Jedes Leben geht irgendwann zu Ende. Ob man es dann nur mit arbeiten verbracht hat oder mit Abenteuer…
January 24, 2009
Auch ich bin jung und habe durch das Unglück eine Freundin verloren…
Ich habe sie immer für ihre Abenteuerlust bewundert und bin mir sicher, dass sie sehr viel von der Welt gesehen hat…mit Sicherheit auch viel Leid und Armut.
Ich habe sie stets dafür bewundert, dass sie das wesentliche nicht aus den Augen verloren hat und sich nicht durch banale Dinge hat blenden lassen!
Ich werde nie vergessen wie sie fröhlich lachend am Tisch gesessen hat und von ihren Abenteuern erzählt hat.
Ich habe gespürt, dass sie ihr Leben bis zum letzten Moment genießen durfte…
Veronika, ich denke an dich und hoffe, dass es dir in einer anderen Welt gut geht!
January 24, 2009
@nora
“…bis zum letzten Moment genießen durfte…” - in 5 m hohen Wellen, den sicheren Tod vor Augen? Was schreibst Du bloß für weltfremde Duseleien!
January 24, 2009
… diese Jungen Menschen haben auf jeden Fall ihre Leben mit Freude, Idealismus und HOFFNUNG gelebt. Hoffnung darauf, dass sich noch etwas in ändern lässt in unserer Welt. Wie leichtsinnig oder unüberlegt die ganze Aktion auch gewesen ist - es sollte mehr solche Menschen geben, die noch an etwas glauben, die nicht immer mit dem Strom schwimmen, die sich die Leichtigkeit am Leben erhalten!!! Jemand der nur auf Disziplin und Ordnung baut - kann einem leid tun und hat sein Leben nie gelebt, wird nie erfahren was es heiß lebendig zu sein!!! Auch wenn ich nur eine Person der Crew gekannt habe, so möchte ich mich bedanken bei all denen, die durch ihr Vertrauen an die Welt - auch meine ein Stück besser machen! Wir sollten uns alle ein Beispiel nehmen! Meine Gedanken sind mit allen Freunden & Angehörigen der Verschollenen!!!!
January 24, 2009
Ich fühle mit den Eltern.
Euer Sohn / eure Tochter gehörte zu den jungen Menschen, die diese Welt braucht.
Ich trauere um sie, weil meine Hoffnung auf eine bessere Welt einen neuen Auftrieb bekommen hat, als ich diese jungen Menschen von Migrobirdo kennen lernte.
Als die erste Crew im Herbst 2007 schon im Nord-Ostsee-Kanal wieder umkehrte, weil die Herbststürme in der Nordsee bedrohlich wurden, sagte meine Tochter: „Wir wollen mutig sein aber nicht waghalsig.“ Sie hat ihre Pläne geändert und ist nicht wieder mitgefahren. Aber lasst uns davon ausgehen, dass die später wechselnde Crew weiterhin diese Einstellung hatte.
Wir verlieren liebe und wertvolle Menschen. Auch anderswo passieren tödliche Unfalle. Mit dem Fahrrad oder auf dem Zebrastreifen.
Die jungen Menschen, um die wir trauern, waren unterwegs. Mit großen Idealen und mit dem Blick auf die Zukunft dieser Welt. Wenn wir Alten es auch Illusionen nennen oder als Träumerei abtun. Die Zukunft braucht die Kreativität und den Mut dieser jungen Menschen, von denen es vielleicht zu wenige gibt. Mit großem Tatendrang und mit Schaffenskraft haben sie in einer Werft in Travemünde die Schiffe perfekt hergerichtet. Ihr Teamgeist und ihre Freundschaft hat mich beeindruckt.
Sie scheinen uns chaotisch und schwankend in ihren Plänen. Und dennoch sind sie getragen von einem wirklichen Verantwortungsbewusstsein für die Zukunft der menschlichen Gesellschaft.
Liebe Freunde der Vermissten.
Lasst euch nicht beirren bei eurer Suche nach dem richtigen Lebensweg! Schaut euch weiterhin die Welt an und bringt euch ein! Lasst euch durch den großen Verlust nicht unterkriegen. Es wird euch gelingen, denn ihr habt die Kraft dazu.
Aber vorher:
Der Schmerz braucht Tränen. Lasst sie fließen! Auch Männer dürfen weinen!
Lasst die verlorenen Freunde unter euch weiterleben. Redet über sie und lasst sie einfach weiterhin unter euch sein.
January 24, 2009
Von meiner Seite nur eine Bitte: Lasst diese Seite dauerhaft so im Netz stehen, sie ist eine wertvolle Mahnung und kann vielleicht Menschenleben retten. Dann wäre dieses Drama doch nicht umsonst gewesen. Es wäre sicher voreilig zu behaupten, hier wäre eine fundierte Ausrüstung und Ausbildung vor einem naiven Weltverbesserungsidealismus oder jugendlich-romantische Freiheits-Phantasien in den Hintergrund getreten. Aber Studien zeigen, dass bei solchen Unglücken meist eine fatale Sozialdynamik zum Ablauf der Fehlerkette beigetragen hat - und dafür liegen hier Anzeichen vor. Wenn andere hieraus ihre Schlüsse ziehen, gerade in der Alternativen Szene, und nicht nur ihre Verantwortung für die Ungerechtigkeit in der großen Welt, sondern auch die ganz konkrete Verantwortung für Freunde und Mitfahrer noch ernster nehmen, dann sind diese armen Menschen nicht umsonst gestorben.
January 24, 2009
Ich segle selber gerne und bereite auch für eine Segelschule Leute auf Segelprüfungen vor. Daher machen mich solche Unfälle immer sehr traurig. Über mögliche Fehler der Crew kann ich natürlich nichts sagen und möchte auch erst recht nicht spekulieren. Aber für den winterlichen Atlantik schien mir die Taube eigentlich viel zu klein und vermutlich war sie schwach motorisiert.
January 24, 2009
Als Mutter eines Wandervogels, einer jungen Frau, die das Projekt mit initiiert hat, erst mitgezogen, dann umgekehrt und daheim geblieben ist, melde ich mich auch zu Wort.
Ich konnte ihre Motivation damals so gut verstehen und die große Sehnsucht, die sie zog.
Ihr erster großer Törn bereitete mir große Sorgen und schlaflose Nächte, doch mit Ängsten und vernünftigen Einwänden waren die Vögel nicht zu bremsen. U. a. anhaltende Seekrankheit und Erkennen der Selbstüberforderung einiger waren dann viel wirkungsvoller
Wie viele Mütter möchte auch ich meine Kinder vor schlechten Erfahrungen und Gefahren bewahren, doch ein Mensch lernt nur durch Erfahrungen und klüger ist es wohl, ihnen beizubringen, Gefahren zu erkennen und mit ihnen umgehen lernen - ein Defizit, mir hat es auch niemand beigebracht.
Jetzt ist passiert, was ich befürchtet habe, ich bin so frei zu gestehen, ich bin so froh, dass meine Tochter nicht auf dem Schiff war.
Zu vermuten ist, dass Übermut und Leichtsinn am Unglück beteiligt waren. Doch wir wissen NICHT, ob Vernunft und Sicherheitsdenken und -handeln es hätten verhindern können.
Das Unglück hat mir in Erinnerung gebracht, wie leichtsinnig, ja nachlässig ich oft selbst gehandelt habe, oder mit mir handeln ließ, bei anderen mitgefahren bin und selbst als ich merkte: das ist gefährlich – doch nicht ausgestiegen bin und damit oft genug mich – und auch meine Kinder in große Gefahr brachte. Wie Thomas (vielen Dank für Deinen Beitrag!) es treffend ausdrückte: „Wir haben es irgendwie überlebt.“
@ Klopper: Es stirbt sich auch beim arbeiten und angeschnallt – nur langsamer.
“Der Stein der Weisen sieht dem Stein der Narren zum Verwechseln ähnlich.” Joachim Ringelnatz
Mit dem Untergang der Taube ging verblüffenderweise gleichzeitig eine große Hoffnung auf: Obama.
Lese ich hier die Beiträge der betroffenen Nahestehenden, so treibt mir ihre Verzweiflung die Tränen in die Augen und lese ich woanders von dem manchmal ungeduldigen Handeln dieses Mannes, der den unvernünftigen Mut hat, diese Welt lebenswerter gestalten zu wollen, dann treibt mir das auch Tränen in die Augen.
Liebe Daheimgebliebene,
ich denke, es ist schwer für Euch, in und unter Euch zu klären, inwieweit Ihr Mitschuld an diesem Ereignis habt. Ihr ward weit weg und hattet keinen Einfluss mehr auf den Lauf der Dinge. Eure Ideen und die Taube haben sich selbstständig gemacht, wie ein kleiner Vogel, der Wandervogel, der noch nicht ganz flügge war und in Turbulenzen geriet.
„Migrobirdo“ war mit euer Geisteskind und vielleicht helfen euch einige Sätze von Khalil Gibran:
„Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber. Sie kommen durch euch, aber nicht von euch.“
„Sie kommen DURCH Euch, aber nicht VON Euch!“
In Verbundenheit mit allen Beteiligten
Linde
January 24, 2009
I’ve seen the Migrobirdo project growing over a long time. Considered joining every now and then. I can’t really write, my mind feels blank.
Goodbye Hannes Alegria and the other ones missing. Saludos to Migrobirdo and those close to them.
MArtin
January 24, 2009
Ich habe Freunde der Mitreisenden gekannt, und bin mit allen Beteiligten betroffen. Bitte schreibt keine dummen Sachen hier, der Schmerz ist zu gross, für die direkt Beteiligten. Es gibt Gründe warum wir als junge Menschen weg müssen, diese Welt ist unbedingt zu verändern, sie ist es die untergeht, wir sind es! Wir Älteren haben uns an vieles gewöhnt, es ist der Lauf der Dinge. Ich verneige mich vor dem Mut und der Kraft der Jugend, die geht um zu bewegen, zu verändern. Unerfahrenheit ist nur ein weiteres Zeichen einer Gesellschaft, die sich nicht um ihre Kinder kümmern kann, im Alltag und Konsum verloren ist und ewig weit entfernt ist von dem Zusammenleben der Generationen, wie es menschlichere Stämme seit Jahrtausenden vorlebten. Ich wünsche jedem Aufbegehren unserer jungen Leute Glück und trauere um jedes gescheiterte Projekt. Hinter all dem steht die Liebe der Mutter Erde, die mit jedem Kind sich selbst wieder erneuern und heilen will. Mit jedem der früh stirbt, oder ermattet und jedem der aufgibt in dieser Zeit, geht ein Geschenk unserer Erde verloren und in jedem stirbt ein Teil von uns! Möge ihr Licht, ihre Schönheit, ihre Unerfahrenheit und ihr Vorbild uns aufwecken! Im Herzen bei Euch!
January 24, 2009
Ich kenne den Atlantik, es wollte mich auch schon schlucken- ich wurde gerettet.
Später rettet ich jemanden, der Pazifik wollte sie schlucken.
Ich kenne den Tod, ich kenne Freunde die aufbrachen und nicht wiederkamen ,die nicht von der Natur sondern durch Menschenhand starben.
Ich kenne den Tod wie er langsam durch die Strassen meiner Stadt schleicht, ich sehe ihn jeden Tag näher kommen, ich sehe Menschen die ihn herbeisehnen und glauben erst dann gäbe es ein Paradies.
Ich wäre mitgefahren ohne zu zögern, ich bin genau so jung und angetrieben durch Enttäuschung -darüber wie es ist und durch Hoffnung wie einfach die Welt schöner sein könnte; und sicherer.
Wenn die Ferne ruft dann zählt diese scheinbare Sicherheit nicht, das Aufbrechen ruft diejenigen die Freiheit wählen und nicht Sicherheit, die die Hoffnung wollen und nicht Angst.
Ihr lieben Hinterbliebenen ihr kanntet tolle Leute und
diese Leute, ihr Denken und ihr Handeln dass was ihr von ihren Gefühlen mitbekommen habt, lasst es weiter leben, erinnert euch.
Gehet nicht schwarz zu lange, schaut in die Ferne, schaut nach Mexiko wie die Leute dort den Tag der Toten begehen und redet, singt, seit traurig und lebt weiter, seit lebendig werdet noch lebendiger.
- ihr seit in diesem traurigen Moment nicht alleine, ganz wirklich nicht, ihr lernt nun vielleicht den Tod näher kennen und nähert euch den Menschen die schon die selbe Erfahrungen machten und je mehr ihr das zulasst so echter werdet ihr und wenn es zu schlimm wird geht selbst auf Reisen oder lernt was neues auf dass ihr die Angst verlieren möget.
Hello,
I am the captain of Roule ta bille sailboat. We are very very sad and we can’t sleep since 3 days. We met all the crew in Tanger harbour, and just before they leave from Assilah harbour. We spend nice time with all of them. We take some photos et made vidéos at this time. They are images of enjoyment and happiness. I can pass photos and vidéo to the family, you can contact us at grandghis@hotmail.com. We are always in Tanger beause the weather is to strong to leave, but Darah, if you need something, contact us. Courage to the family, the friends…
If someone can translate this message in German, thank you.
Gigi
January 24, 2009
…unfassbar !
Mein zutiefst empfundenes Mitgefühl den Hinterbliebenen und Freunden -
das ist, glaube ich, alles was dazu zu sagen bleibt.
Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein.
Du wirst dich daran erinnern,
wie gerne du mit mir gelacht hast.
(Antoine de Saint-Exupéry)
January 24, 2009
Allein die echten Wanderer sind, die gehen,
Um fortzugehn; sie weichen nie vom Plan
Des Schicksals ab, und wenn die Winde drehn,
Ruft unbewußt warum, ihr Herz “Wohlan” (Baudelaire)
… Mich umgibt eine große Trauer, Schmerz und Mitgefühl für die Angehörigen und Freunde, andererseits bin ich auch wütend (leider ja !!) über
die seemännische Inkompetenz und der dadurch unnötig entstandenen Tragödie.
Auf 28° 55 N 13° 41W brennt seit Tagen ein Licht für
euch alle.
January 24, 2009
ich habe seit Tagen schlaflose Nächte,dedoch eine Frage an euch alle:warum geht ihr schon vom schlimmsten aus?!es ist doch noch gar nicht klar OB sie tot sind!!!
January 24, 2009
Mein Beileid auch,obwohl ich noch starke Hoffnung habe.
January 24, 2009
Siento mucho mucho lo que pasó y os deseo a todos mucha fuerza y energia para este tiempo difícil y triste- sobre todo a la chica sobreviviente: Espero que algún día los buenos recuerdos venzan al dolor.
January 24, 2009
Hello everyone, I am here to say that all of us, here in Mignon House (Camphill Scotland) are here to support Timo, his family and also the family from the others missing.
We are also very worried here with this tragedy. I have prayed many times and i will not give up. I am not a “religious” person, but i am a very optimistic person and i have lots of faith. I have also asked my mum in (Brazil) to pray with us.
I really hope that the missing people are safe. God is looking after them as we pray.
All the strength to all families, specially to Timo and his family. Let’s keep our fingers crossed, hoping and wishing for the best for all of them.
Best Wishes,
Denis Hildebrand and all Camphill family.
January 24, 2009
Keinem sollte hier zustehen, über seemännische Erfahrungen oder nicht zu urteilen. Tragische Unfälle sind immer eine Kette vieler Umstände, die zum tragischen Ereignis führten. Keiner, aber auch keiner der erfahrensten Seemänner ist vor tragischen Unfällen gewappnet. Seeunfälle mit deutschen Schiffen und Yachten werden immer untersucht (www.bsu-bund.de). Trotz zunehmender Sicherheitsvorkehrungen und -bestimmungen wird die See immer Leben fordern. Doch die Seele der Ertunkenen lebt weiter, auch ihre Träume und Botschaften. In der Musik, der Kunst, der Literatur. Und wer weit genug draußen auf See ist, spürt die, die da ertrunken sind. Gott hab sie selig.
January 24, 2009
Übersetzung / Translation
Hallo
Ich bin der Kapitän des “Roule ta bille” Segelschiffs. Wir sind alle sehr traurig und können seit drei Tagen nicht schlafen. Wir haben die ganze Crew im Hafen von Tanger getroffen, kurz bevor sie vom/zum(?) Hafen von Assilah aufgebrochen sind. Wir haben mit ihnen allen eine schöne Zeit verbracht. Wir haben einige Fotos und Videos gemacht. Es sind freudige Bilder. Ich kann diese Fotos an die Familien weitergeben, ihr könnt uns erreichen unter grandghis@hotmail.com
Wir sind immer (noch?) in Tanger, weil das Wetter zu rau ist um weiterzufahren. Aber Darah, falls du irgend etwas brauchst, schreib uns. Wir wünschen der Familie und den Freunden Kraft.
Gigi
January 24, 2009
I feel so sorry! What happened seems so useless, so tragic! Apart from that many sailors know that coming to port in big wawes and shallow waters may kill oneself…why couldn’t they been waiting for better weather out at sea?? We will probably never know why, maybe one day the surviving crew can tell. You look at the sea one day, and what you see is living hell, agony - the next day the same sea is calm and friendly!!
May the crew continue their path and find peace and understanding between the folks and races.
January 24, 2009
Meine Hochachtung für die Werte dieser jungen Menschen. Mein Beileid gilt den Familien und der Freunde.
Aber eine Bitte an manche, die sich hier zu Wort melden, es ist klar, dass Ihr es anders und besser gemacht hättet. Ihr seit hier momentan nicht gefragt. Wenn Ihr was besser wisst und könnt, dann bringt euch beim nächsten Projekt mit ein!!!! Gute Leute können eine gute Sache immer unterstützen. Wer es denn doch nicht kann, der darf auch gerne etwas Geld spenden.
Klopper - Bekloppt ich glaube das hängt eng zusammen.
Klopper, warum hat dich dein Vater immer auf deinen Kopf geprügelt? Aber lieber Klopper schau doch mal bei
Wikipedia unter -taktlos- nach!!!
January 24, 2009
Ich möchte den Glauben an Wunder nicht verlieren.
Es ist so unbegreiflich, so schmerzhaft, so schockierend. Ich bete, dass sie noch am leben sind.
Mir fehlen dir worte …
January 24, 2009
This is the Law without excuse For all the Lords of the Sea, That each must keep his ship from harm. What ever the odds may be.
January 24, 2009
I will make website for my sister Aris so if anyone have pictures/work/stories please send on email jernej_911@hotmail.com thanks!!
January 25, 2009
Als ein bisschen erfahrener Segler eine Frage:
7 Personen auf einem so kleinen Boot … wieviele Lifebelts und wieviele Schwimmwesten waren an Board? … das müssten ja auch die OrganisatorInnen dieser Fahrt wissen.
Nach dem was ich bisher von der einzigen geborgenen Überlebenden gelesen habe, hat niemand an Board diese minimalen Sichrheitsausrüstungen getragen … warum? … wurden da vieleicht doch IdealistInnen in den Tot geschickt?
jetzt platzt mir bald der kragen, seit mittwoch denk ich darueber nach. das muss ich jetzt loswerden sonst kann ich echt nicht schlafen…
ich bin sauer…
das kleine boot ueberladen aufm atlantik!
schaut euch mal n photo an oder den film und dann vergleicht mal die kaimauer oder die leute mit der groesse der taube, wie klein die war…
n 8 meter boot is echt sauklein um damit mal eben relaxed uebern atlantik zu kommen, so mal ganz entspannt die paar seemeilchen…
ganz nebenbei is fuer 7 leute und gepaeck da echt ur wenig platz, und dann anscheinend nur 2 leute mit segelerfahrung…
und dann denk mal 6 meter wellen!
mutter erde ist nicht friede freude eierkuchen!
mutter erde ist gross!
wenn mein sohn oder meine tochter (und gott sei dank schlafen beide grad friedlich) da ertrunken waeren. ich waer wohl traurig, aber vor allem waer ich stinkwuetend…
wenn ich johannes nicht so gern haette wie ich ihn habe wuerd ich sagen das war n selbstmordkommando…
ich hatte mal mit ihm geredet als er hier bei uns daheim war, wie ur wichtig und gut ich die migrobirdo aktion faende, dass mensch das doch gscheid machen solle, sich zeit lassen beim umsetzen der idee, vernuenftige logistik und so. solche gedanken eben…
mensch solle doch bitte die see nicht klickibunti sehen sondern respektieren als was sie ist.
ich hatte damals nicht das gefuehl er habe mitbekommen was ich hab mitteilen wollen.
wie dem auch sei…
gott allein hat das recht urteil zu sprechen.
moege allah den seelen gnädig sein
friede sei mit ihnen
January 25, 2009
Ok Felix, ich hatte heute dieselbe Wut im Ranzen, danke! Jetzt fühle ich mich nicht mehr so allein. Ich denke wir haben als Pragmatiker dieselben Gespräche mit den Migrobirdos geführt. Bestimmt haben das viele Segler entlang den Marinas auch getan. Es wurde nicht beachtet und das ist bestimmt Grund genug wütend zu sein und hilflos ![]()
January 25, 2009
Aus der Heiligen Schrift:
“Und Noah ließ die Taube hinaus,
um zu sehen, ob die Wasser weniger geworden seien
auf der Fläche des Erdbodens;
aber die Taube fand keinen Ruheplatz für ihren Fuß
und kehrte zu ihm in die Arche zurück;
denn noch war Wasser
auf der Fläche der ganzen Erde;
da streckte er seine Hand aus,
nahm sie und holte sie zu sich in die Arche.
Und Noah wartete noch sieben weitere Tage,
dann ließ er die Taube noch einmal aus der Arche;
und die Taube kam um die Abendzeit zu ihm zurück,
und siehe, ein frisches Olivenblatt
war in ihrem Schnabel.
Da erkannte Noah, dass die Wasser auf der Erde
weniger geworden waren.
Und er wartete noch weitere sieben Tage
und ließ die Taube hinaus;
da kehrte sie nicht mehr wieder zu ihm zurück.”
“Und an jenem Tag sagt Jesus zu den Fischern, als es Abend geworden war: Lasst uns zum jenseitigen Ufer übersetzen! Und sie entließen die Volksmenge und nehmen ihn im Schiff mit, wie er war. Und andere Schiffe waren bei ihm. Und es erhebt sich ein heftiger Sturmwind, und die Wellen schlugen in das Schiff, so daß das Schiff sich schon füllte. Und er war hinten im Schiff und schlief auf dem Kopfkissen; und sie wecken ihn auf und sprechen zu ihm: Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen? Und er wachte auf, bedrohte den Wind und sprach zu dem See: Schweig, verstumme! Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille. Und er sprach zu ihnen: Warum seid ihr so furchtsam? Habt ihr keinen Glauben? Und sie fürchteten sich mit großer Furcht und sprachen zueinander: Wer ist denn dieser, dass auch der Wind und der See ihm gehorchen?”
Die Taube ist unter den Namen von Liebe und Frieden gefahren. Die Fahrt war nicht vergeblich. Jeder, der unter dieser Flagge kentert, wird, wenn er wieder aufwacht, den blauesten Himmel sehen.
January 25, 2009
Wir wollen zu Land ausfahren,
Ueber die Fluren weit,
Aufwärts zu den klaren Gipfeln
Der Einsamkeit.
Lauschen woher der Sturmwind braust,
Schauen, was hinter den Bergen haust,
|: Und wie die Welt so weit
Fremde Wasser dort springen,
Sie solln unser Weiser sein,
Froh wir wandern und singen
Lieder ins Land hinein.
Und brennt unser Feuer an gastlicher Statt,
So sind wir geborgen und schmausen uns satt,
|: Und die Flamme leuchtet darein. ![]()
Und wandelt aus tiefem Tale
Heimlich und still die Nacht,
Und sind vom Mondenstrahle
Gnomen und Elfen erwacht,
Dämpfet die Stimme, die Schritte im Wald,
So seht ihr und hört ihr manch Zaubergestalt,
|: Die wallt mit uns durch die Nacht.
Es blühet im Walde tief drinnen
Die blaue Blume fein;
Die Blume zu gewinnen,
Ziehn wir in die Welt hinein.
Es rauschen die Bäume, es murmelt der Fluß,
Und wer die blaue Blume finden will,
|: Der muß ein Wandervogel sein.
und weil die verunglückten Menschen ihre Blaue Blume in Zielen wie Völkerverständigung und einer besseren Welt sahen verdienen sie unseren Respekt - ich bin mit ihnen….
das Gedicht hat mich in die Weltt getrieben, gelegentlich bin ich so grade am Unglück vorbeigeschlittert, und trotzdem werde ich wieder Abenteuer wagen…
@ the Besserwisser:
klar haben die Leute mehr riskiert als mit einem wohlausgerüstetem Boot mit ausgeklügelter Logistik…
aber es sind schon Andere mit schlimmeren Schiffen über den Teich…
wer erhebt Einspruch, wenn Autos mit 200 Ps gefahren werden…
wer erhebt Einspruch, wenn in hochgezüchteten Leichtbaujachten versucht wird eine Regatta zu gewinnen …
das Risiko ist immer relativ…
dass Bedürfnis an einem Höchstmass an Sicherheit wird nicht von Allen (auch mir nicht) geteilt…
ich verstehe die Leute, die sich Vorwürfe machen, nicht energischer “eingeschritten” zu sein, aber die Leute waren erwachsen und ihres eigenen Glückes Schmied…
January 25, 2009
jetzt, wo das ganze ausmaß zur realität wird, ist es nicht an der zeit kritik zu üben! ja, pragmatisch gesehen mögen alle kritiker vielleicht recht haben! vielleicht! vielmehr gilt es jedoch nun menschen zu gedenken, die etwas zu verändern suchten! wir, die wir hier alle über sinn und zweck des ganzen diskutieren, sollten uns die frage stellen, ob wir auch nur annähernd den mut und die courage gehabt hätten, so selbstlos etwas für die völkerverständigung beizutragen. einige werden jetzt wieder mit dem argument des gutmenschentums aufwarten.mag sein. für mich, der dem ganzen projekt praktisch gesehen kritisch gegenüber stand, stand es nie außer frage dem eherenwerten ziel der piraten respekt zu zollen! sie hatten große ambitionen, ideale und den mut das auch umzusetzen!in unserer zeit nicht selbstverständlich! nun liegt es an uns ihr vermächtnis in ehren zu halten und unseren beitrag zu leisten! haben wir den mut dazu?
das sollte sich jeder einmal fragen, bevor er hier kritik übt…ich fühle mit den eltern und denke an einen außergewöhnlichen mensche, den ich kenne durfte…
January 25, 2009
Das, was passiert ist, ist entsetzlich und von der menschlichen Tragik her kaum zu fassen!
Ebenfalls kaum zu fassen ist, dass es offensichtlich genügend Menschen und Sponsoren gab, die während der Renovierung des Segelbootes in einer norddeutschen (!) Werft tatenlos zusahen, wie Jugendliche sich darauf vorbereiten, mit einem fraglos völlig seeuntüchtigen Boot eine Atlantiküberquerung planten. (Steckschwert statt Ballastkiel, mein Gott, soetwas geht doch nun wirklich nur auf Binnenseen oder anderen, geschützten Gewässern!!)
All diese Menschen können doch nicht völlig ahnungslos gewesen sein….oder man hat ihnen nicht zugehört, wie man oben lesen konnte.
Es tut mir sehr leid für die ganze Truppe, genauso aber für ihre Angehörigen. Besonders leid tut es mir jedoch für diejenigen unter den Verunglückten, die wohl aufgrund ihrer Unkenntnis und getrieben von Idealismus wohl überhaupt keine Chance hatten, zu verstehen, worauf sie sich wirklich einließen.
Bernhard
January 25, 2009
Ich möchte kurz richtig stellen: Die Behauptung mit dem Steckschwert ist falsch. Die Taube wurde als ein robuster Kielschwerter aus Stahl gebaut, mit einem breiten, balastgefüllten Kiel. Aus diesem konnte zusätzlich ein stählernes Schwert mit Hilfe einer Winde abgelassen werden.
January 25, 2009
Es ist schon erstaunlich, wer alles heutzutage meint die Weltmeere befahren zu können! Für das Unglück sind diese Leute selbst verantwortlich.
“Ehre sei Gott auf dem Meere. Er hat das Meer so weit bestellt, als schönsten Teil der großen Welt. Und tat damit seinen Willen kund, auf dass nicht jeder Lumpenhund, mit denen die Erde so reichlich gesegnet, dem braven Seemann da draußen begegnet!”
January 25, 2009
die windkarten für den 20.01. sprechen eine deutliche sprache:
http://www.windfinder.com/wind-cgi/stationsbildseite.pl?STATIONSNR=ma6&DATUM=2009-01-20
http://www.windfinder.com/wind-cgi/stationsbildseite.pl?STATIONSNR=ma5&DATUM=2009-01-20
normalerweise sterben in diesen gewässern hauptsächlich afrikanische flüchtlinge auf noch seeuntüchtigeren fahrzeugen.
mein mitgefühl gilt auch denen,die an diesem tag ausserdem ihr leben liessen, derer keiner gedenkt,den hinterbliebenen und alles gute der überlebenden jungen frau darah crusoe!
January 25, 2009
Der Verein war offensichtlich Eigner des Bootes. Wenn sich herausstellen sollte, dass grundlegende Sicherheitsmängel vorlagen und ohne entsprechende Erfahrungen über den Atlantik geschippert wurde, wird sich der Vereinsvorstand auch vor der irdischen Gerichtsbarkeit verantworten müssen. Die moralische Schuld für den Tod von sechs jungen, hoffnungsvollen Menschen wird ihnen niemand nehmen können.
Meine Gedanken und mein Mitleid (im wahrsten Sinne des Wortes) sind bei den Eltern und Angehörigen der auf See gebliebenen.
January 25, 2009
Ich bin gerade in Antigua mit einem Segelboot angekommen, nachdem ich drei Wochen auf der Taube verbracht habe. Ich bin sprachlos. Mein tiefes Mitgefuehl und eine grosse Traurigkeit.
January 25, 2009
auch ich habe mit dem untergang der taube einen freund verloren.
es ist ein furchtbares gefühl, diesen menschen, den ich so bewundert habe zu verlieren und es hat für mich ein paar tage zeit gbraucht, seinen tod zu realisieren und zu akzeptieren.
ich wünsche allen anderen freunden und angehörigen der opfer viel kraft in dieser schweren zeit.
January 25, 2009
Dear all who close to our lost rainbow crew.
There are some of us in mahdia making our peace with the ocean and we have written some words that we feel are important to say our friends and we will put them in a bottle and throw it into the ocean. If any of you would like to send a message please email me and i will write it onto paper and add it to our own heart felt words. Any language as i dont have to be able to read it. It seems important to share this tragedy with all of you because if we dont connect ourselves then we are forgetting the ideas of everyone on board.
Our love to you all,
Katey, Kitty, Elsie, Alex and Mihlo
p.S
we shall be here for at least 2 days, but after that i cannot say.
January 25, 2009
Hier wird so viel von Fahrlässigkeit und Schuld gesprochen - warum muss es an jeder Tragödie immer einen Schuldigen geben????
Die jungen Leute haben ihr Risiko gekannt und kalkuliert. Es hätte genauso gut gehen können, wie schief und keiner von uns war dabei und könnte irgendetwas beurteilen.
Katie Melua schriebt in einem Lied: “The line between wrong or right is the width of a thrill from a spider’s web”. Genauso sehe ich das auch.
Ich vertraue auf mein Gefühl und ich spüre keine gewissenlose Verantwortungslosigkeit, sondern gemeinsame Abenteuerlust und Begeisterung. Es macht keinen Sinn zu fragen “Warum ist das passiert?” Wenn es gut gegangen wäre wäre, hätte sicher niemand gefragt “Warum ist das nich passiert??”
Schuldzuweisungen und Wut helfen nicht wirklich weiter. Sie erleichtern vielleicht momentan das Gefühl der Trauer. Mein Sohn ist befreundet mit einigen der jungen Leute auf dem Boot. Ich kenne einige seiner Freunde und so, wie ich diese jungen Menschen einschätze wollen sie alle wirklich etwas Positives bewegen und sich selbst und ihr Leben einbringen in seiner Ganzheit.
In Liebe verbunden mit allen, den Wütenden, den Traurigen, den Liebenden und den Hoffenden
January 25, 2009
Dieses Gedicht schrieb ich 1997 für einen Menschen, der unendlich viel Gutes getan hat in seinem Leben. Er hat sich in seinem Dienst mit einer schlussendlich tödlichen Krankheit infiziert, weil er den Dienst am Menschen über seine eigene Gesundheit und sein eigenes Risiko gestellt hat. Dieses Gedicht werde ich Alex schicken für die Flaschenpost:
Ich danke GOTT, dass es Dich gibt
ganz sicher jeden Tag,
weil Du es bist, der’s wagt und liebt,
wie GOTT es uns gesagt.
Der Frieden nicht von dieser Welt
von ihr auch nicht das Reich,
das ist der Weg, den Du gewählt,
ganz gleich, ob schwer, ob leicht.
Du löst Dich los vom Satt, Bequem,
vom Schneller, Schöner, Höher,
tauschst’s gegen Leben im Extrem
und noch gewaltig mehr.
Hier gibt es weder Regeln,
Begriff, noch Konstruktion,
nur Fliegen oder Segeln,
ganz um der Liebe Lohn.
Ich danke GOTT, dass wir uns kennen
und diese and’re Welt,
die tief in uns’ren Herzen drinnen
den Weg für uns gewählt.
Für alle, die so grundlos lieben können. 6.5.97
January 25, 2009
Ich war sehr erschrocken über die Nachricht über den Untergang der Taube und die vermissten Crewmitglieder. Mein tiefes Beileid an alle Angehörigen und Freunde. Ich habe das Projekt seit Herbst letzten Jahres mitverfolgt und wäre auch mitgesegelt, wenn ich zu dem Zeitpunkt Zeit gehabt hätte. Von daher geht mir dieses Unglück sehr nahe, auch wenn ich niemanden der Crew kannte. Ob sie unerfahren waren oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber ich weiß wie solche Leute fühlen, die mit Pioniergeist die Welt erforschen, weil ich selbst so bin. Ohne Pioniere würden wir immer noch in Höhlen hocken.
January 25, 2009
Bei allem Respekt, ich wäre mit diesem Boot keinen Meter gefahren, auf mich wirkt das nicht seetüchtig genug. Am Chiemsee vielleicht, aber sicher nicht am Atlantik.
Dennoch herzliches Beileid.
January 25, 2009
Schaue jeden Tag mehrmals diesen Blog und die Kommentare an und manchmal bin ich erstaunt, mit wie viel Naivität die Leute an den “Einklang der Natur” auf Hippie-Art glauben und geglaubt haben.
Ich weiß, dass der noch vermisste Verantwortliche auf dem Schiff die Prüfung zum Hochseeschifferpatent zwar absolviert, aber nicht bestanden hat.
Daher finde ich es so traurig, dass andere Unschuldige in den Tod und in Mitleidenschaft gerissen wurden.
Auch Kritik an den Verein erspare ich mir nicht. Wenn man Pressemeldungen herausgibt, darf man sich nicht wundern, wenn verschiedene Fernsehanstalten Interesse an der Geschichte haben und darüber berichten wollen, immerhin wollte der Verein immerschon Presseberichte haben, aber nicht in der tragischen Form.
Hoffentlich finden alle ihren Frieden!
January 25, 2009
Hallo,
alle die sich hier einbringen haben auf ihre Art und Weise recht. Diejenigen die es verantwortungslos oder leichtsinnig fanden, diejenigen, die die Kenntnisse und das Können der Crew in Frage stellen. Aber auch diejenigen, die diese jungen Leute für Ihren Iddealismus und Ihre Motivation bewundern und auch dafür daß für Ihre Ideale gelebt haben. Tragisch ist, daß Sie für einen oder vielleicht auch mehrere Ihrer Fehler so tragisch mit dem Leben bezahlen mussten. Jeder von uns hat sicherlich schon selbstverschuldete grenzwertige Situationer erlebt, die besser ausgegangen sind. Lassen wir den Zeigefinger. Alles Gute den Angehörigen.
January 25, 2009
Lieber Freund,
eigentlich wollte ich eine solche Diskussion nicht anzetteln, aber die Schuldvorwürfe nehmen hier überhand. In der BRD sterben jährlich ca. 23.000 Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten und es ist doch erstaunlich mit wie viel Naivität die deutschen Bundesbürger in ihrem Glauben an die Medizin noch zu Ärzten gehen, letztes Jahr jeder im Schnitt 18 Mal. Was ist mit den etlichen Tausend Verkehrstoten auf Deutschlands Straßen, die unendlich vielen Kriegstoten weltweit - gestorben, durch deutsche Rüstungsprodukte …. alles patentiert und lizenziert …..
Auch ich habe den Fehler gemacht, von Schuld zu schreiben, da wo ich eigentlich SchuldGEFÜHLE meinte, die ich den davon Betroffenen gerne nehmen würde.
Schminken wir uns doch mal den Gotteskomplex ab, es ist nicht alles menschenmachbar.
Und beginnen im Hier und Jetzt mit einem achtsamen Umgang.
Linde
January 25, 2009
Mein Beitrag war Antwort auf Friend!
January 25, 2009
Menschen, die alles riskieren und alles gewinnen, sind Helden. Sie schreiben Bücher, treten in Talkshows auf und bekommen Sponsoringverträge.
Menschen, die alles riskieren und alles verlieren, waren blauäugig, unverantwortlich und inkompetent.
Sobald ein Mensch eine Vision hat, für eine Sache wirklich brennt, ist kein Zurück mehr möglich. Weil dieser Mensch sein Leben lang trauern würde um der Dinge, die er/sie nicht erlebt hat. Weil dieser Mensch einen Teil von sich töten müsste, um diesen Weg nicht zu gehen. Dann ist dieser Mensch sogar bereit, mehr zu riskieren, als er sich je eingestehen würde.
Ich denke auch an die vielen hundert Boat People, die jeden Monat mit einer ähnlichen Vision vom besseren Leben für sich und ihre Familie die gefährliche Reise über das Mittelmeer antreten, in winzigen, komplett überfüllten Booten, und denen das selbe Unglück widerfährt, wie den SeglerInnen auf der Taube. Wenn einmal der Entschluss gefasst ist, geht man seinen Weg. Alles gewinnen, oder alles verlieren.
Wir leben nun mal in einer Gesellschaft, in der Erfolg fast alles ist, was zählt, und in der es üblich ist, für diesen hohe Einsatze zu wagen. Und in der man, gerade als junger Mensch und wenn einen der Berufsalltag in seiner Monotonie noch nicht so abgestumpft hat, das Gefühl hat, in eben dieser Monotonie zugrunde zu gehen.
Ob ein intensives Leben immer auch mit Abenteuerreichtum verbunden sein muss, ist eine individuelle Sache. Ob der Einsatz für ein intensives Abenteuer das eigene Leben sein muss, auch. Oft wünsche ich mir für mich selbst, ich würde ein wenig von meiner Sicherheit aufgeben und mehr das Unbekannte und Neue wagen. So wie früher. Es muss ja nicht gerade die Fahrt in einer winzigen Nußschale über den Atlantik sein.
Dhara, ich wünsche Dir all die Kraft, die Du schon einmal hattest, als Du es schafftest an Land zu schwimmen. Damit Dich der Strudel dessen, was jetzt noch kommen wird, nicht doch noch nach unten zieht. Auch euch anderen da draussen wünsche ich Kraft, die ihr jetzt mit mir zusammen traurig seid.
Liebe Migrobirdos, ich denke an euch.
January 25, 2009
Meine persönliche Meinung zu dem Hergang des Unglücks:
Die Crew hat sich aus irgendeinem Grund nicht an ihr Vorhaben gehalten, bei Sturm nicht aus dem Hafen auszulaufen.
Was der Grund für diese Fehlentscheidung sein mag, ist reine Spekulation, doch es könnte damit zusammenhängen, dass die Mitglieder der Crew so oft gewechselt haben. Möglicherweise sind neue Mitglieder teuer angereist, um aufs Boot zuzusteigen, und hätten dann evtl. unverrichteter Dinge wieder abreisen müssen, wenn das Boot eine Woche lang im Hafen gelegen hätte. In einem Segelforum las ich gestern, dass der Sturm immer noch andauert, und viele Boote nicht einmal aus dem Hafen ausfahren können, selbst wenn sie es wollten!
Die zweite Fehlentscheidung war dann, bei Sturm ins flache Wasser zu fahren, wo hohe Brecher und Grundseen drohen. Das ist eigentlich jedem Segler bekannt. Aber es kann ja sein, dass andere Umstände sie dazu gezwungen haben, keine Ahnung…
Das soll keine Verurteilung sein. Erwachsene Menschen haben das Recht, etwas zu wagen und dabei zu scheitern. Und weil das unter dem Zeichen der Liebe passiert ist, denke ich, dass Gott sie selig haben wird, und dass sie im Himmel sein werden.
January 25, 2009
hallo,
eigentlich weiß ich garnicht richtig was ich schreiben soll, außer das ich den angehörigen mein tiefstes mitgefühl aus sprechen möchte! ich habe die taube in meinem urlaub dez.08-jan.09 im hafen cabopino kennen gelernt, die crew und das boot sind mir sofort aufgefallen und ich war total beeindruck von dem bunten haufen. habe mich aber nicht getraut sie anzusprechen, da ich und mein vater schon selbst einen segeltörn gemacht hatten konnten wir garnicht glauben das soviel leute auf dieses eine schiff gingen. also mein sohn (8) war der meinung das wären hippies und fand das total cool was die vor hatten. als ich letzte woche die nachrichten gesehn habe war ich mir nicht sicher ob es sich um die taube handel, leider hat es sich für mich heute bestätigt. ich find es steht keinem zu hier zu urteilen ob es richtig war oder nicht für die crew war es das, sonst hätten sie es nicht gemacht! ich kann mich noch genau daran erinner das einer von ihnen auf dem kopf stand und sich entspannte und der andere geschirr spülte sie sahen glücklich und fei aus .ich, mein vater,und mein sohn sind zu tiefst betroffen und geben die hoffnung nicht auf.ich habe auch ein foto von dem schiff mit zwei crew-mitgliedern kann aber nicht sagen ob sie zu den verunglückten gehören.
January 26, 2009
Hallo Linde,
Ich kenne keinen Beteiligten persönlich, mir geht die Geschichte aber wie vielen anderen sehr, sehr nahe. Vor allem wenn ich diese überladene Nussschale vor mir sehen und mir dann noch 5 bis 8 Meter hohe Wellen in Ufernähe dazudenke. Mein Mitgefühl ist allen Hinterbliebenen sicher.
Vor allem der blinde Idealismus gekoppelt mit der Unerfahrenheit und dem tragischen Ende nimmt mir die Luft. Schicksal? Kann sein. Aber ich denke, die Akzeptanz als unabwendbares Karma hilft auch nicht wirklich weiter. Künftige Dramen wie diese ließen sich vielleicht besser verhindern, wenn man Konsequenzen aus diesem Drama zieht. Und dazu muss man die Verantwortung der Beteiligten feststellen und diskutieren. Idealismus und Sympathie hin oder her. Und die Verantwortung beginnt bereits bei der Ausstattung des Boots oder bei der Entscheidung auszulaufen, nicht erst in einer dann nicht mehr handhabbaren Situation. Und ohne Schwimmwesten im Sturm zu segeln, zählt für mich kaum zu nicht alles ist “menschenmachbar”.
Auch ich träume von einer Atlantiküberquerung oder gar Weltumseglung und auch von friedlicher Völkerverständigung. Meine zwei kleinen Kinder würden mir auch folgen, ohne wenn und aber. Egal wie das Boot aussehen oder bestückt sein würde. Ich werde es nicht machen, solange ich mich für die momentan 2 bis 4 Jahre alten Jungs einbringen muss und kann - auch wenn ich ein größeres und sehr gut ausgestattetes Boot hätte. Die Verantwortung dafür ist mir einfach zu groß. Wäre ich allein, sähe dies anders aus, denn da müsste ich “nur” mein eigenes Leben verantworten. Mir tun die überlebenden Verantwortlichen sehr leid, denn meine Seele würde sehr schwer an solch einem Ereignis tragen. Von daher wünsche ich auch diesen Menschen alles Gute und viel Kraft.
Aber: Lernt daraus!
@Linde Deine obige Argumentation erinnert mich an meine Uni-Zeit, während der ich diese unerfahrene und pauschale Argumentationsfolge oft anhören musste und selbst auch darlegte. Mit der Zeit wird man klüger. Man kann nicht die Todesrate durch Nebenwirkung in Zusammenhang mit dem Gang zum Arzt stellen! Leider gibt es im Leben Situationen, in denen man gewisse Risiken gegeneinander abwägen muss. Und da heisst es dann u.a., ohne Medikament sterben sie sicher in 10 bis 14 Tagen, mit dem Medikament und ihrem Krankheitsbedingt geschwächten Körper können sie überleben oder sterben an den Nebenfolgen der Medikamentation in 9 Tagen. Was macht man da wohl? Und die Ärzte bzw. die Pharmaindustrie sind hier gewiss nicht Täter, vor denen man sich hüten sollte.
cj
January 26, 2009
So kommt und lasst uns eine Mußestunde mit Geschichtenerzählen zubringen und die Geschichte sei die Erziehung unserer Helden
R.I.P
January 26, 2009
Wisst ihr was? Ich glaube, das waren schon gute Segler. Und auch ein gutes Boot. Sonst wären sie gar nicht so weit gekommen. Es war ein tragisches Unglück.
den Angehörigen und Freunden mein herzliches Beileid
January 26, 2009
hallo friend und andere experten,
vielen dank auch für eure weisen worte. nur helfen sie hier in diesem moment niemandem weiter; am wenigsten den familien, verwandetn, freunden der verunglückten. deshalb schreibt sie doch besser in das oben genannte forum - aus respekt vor den hinterbliebenen!!!
January 26, 2009
Zwei Fragen auf die ich seit einigen Jahren immer wieder aufs Neue Antworten suche und auch finde sind folgende:
Was willst du tun? Was will die Welt das du tust/was braucht die Welt?
Ich glaube die Reisenden auf der Taube hatten für den Moment diese Fragen für sich beantwortet und waren auf ihrem Weg.
Kraft für alle Liebenden und Freunde der Reisenden und des Projektes…
January 26, 2009
ich lese…ich zweifle…ich staune…
Ich fahre offshore Regatten als Boaman, habe mein Skipper Patent und habe mich auf jede Situation, auf jede Evantualität immer git vorbereitet. Das kostet Zeit, kostet Geld, kostet Nerven.
Anteilnahme? Ja.
Mitleid? Nein!
Die See ist kein Spielplatz. Wer sich hier - ohne entsprechende Vorbereitung und Kenntnisse in Gefahr begibt verdient kein Mitleid.
Ein elfjähriges Mädchen ist unter den Toten….welcher Mensch hat hier sich Skipper genannt und seine eigene Unkenntniss nicht erkannt???
Mit solchen Worte finde ich keinen Beifall. Aber “Verantwortungslosigkeit” ist das harmloseste der Worte, die mir - unter Seeleuten, durch den Kopf gehen!!!
January 26, 2009
> Ein elfjähriges Mädchen ist unter den Toten….welcher Mensch hat hier sich Skipper genannt und seine eigene Unkenntniss nicht erkannt???
Dass ein 11-jähriges Mädchen gestorben ist, wusste ich bis jetzt nicht, und es ist um so mehr schockierend. So ist es nun ein anderes, noch schlimmeres Bild, das sich ergibt. Auf so ein Abenteuer nimmt man definitiv keine Kinder mit!
January 26, 2009
Es war meines Erachtens kein 11-jähriges Mädchen an Bord. Das ist eine Falschmeldung der Presse…
January 26, 2009
Im so sorry für the familys, were good friends from germany form a lot of the people on bord. we can remember a long good time with them and the last night, when we was saying “see you soon” to them.
its so painfull to notice that we dont will see them again. they was great people, we will never forget them.
it all takes us into the reality again. were sad, but looking foward. courage to they danish and german friends and for the familys. wish you the power to handle this sad time.
January 26, 2009
Lieber Betruebt,
Ich meinte nicht Karma oder Schicksal, mit „menschenmachbar“. Ich denke, die Zeit in der wir leben ist u. a. geprägt von einem gnadenlos überheblichen Machbarkeitswahn und einem beengenden Sicherheitsdenken, das zwangsläufig solche Früchte hervorbringt: Menschen, vor allem junge Menschen, die darin schier ersticken und konsequenterweise daraus ausbrechen wollen. Vernunft muss einen Platz haben, ganz zweifelsohne, und kann Leben retten. Das habe ich auch - bitter - gelernt. Allerdings habe ich nicht (und ich denke viele andere auch nicht) für meinen jugendlichen Leichtsinn einen solch hohen Preis bezahlt.
Eine Frage ist doch, ob es etwas geändert hätte, wenn die Leute, die mit einigen Facetten von Migrobirdo nicht mehr einverstanden waren, aus dem Verein ausgetreten wären oder den Verein aufgelöst hätten. Wären dann die Schwimmwesten angelegt worden? Und ich wiederhohle noch mal: Wir wissen NICHT, ob das Unglück dann nicht geschehen wäre. Diese Menschen sind so jung. Es ist so tragisch, dass das Unternehmen nun so geendet hat, alle haben ihr Päckchen zu tragen und lernen werden sie allemal draus. Sie sind schon gelähmt von Trauer und Schuldgefühlen. Helfen wir den Überlebenden lieber zu leben, anstatt sie mit Vorwürfen völlig zu blockieren - machen wir uns damit nicht auch schuldig?
.
Deine Aussagen zum Thema Medizin usw. erwecken bei mir den Eindruck, dass Du in dieser Hinsicht sehr blauäugig und naiv bist. Kein gutes Vorbild - mach Dich mal schlau:-)
@Alle: Die Info mit dem 11jährigen Kind war ne Ente!
Linde
January 26, 2009
Mir tut es zusätzlich weh, wie hier stellenweise gesprochen wird. Ich hatte mir gewüncht, dass hier eine Art Kondolenzbuch entsteht, in dem die, die zurückgeblieben sind ein wenig Trost finden. Schade drum, dass es nun nicht wirklich so ist.
@boaman - kann man sich Mitleid verdienen??? Hat man ein Recht auf Mitleid, das man verwirken kann??? Ich versichere Dir, die jungen Menschen, die ertrunken sind, die brauchen kein Mitleid - und schon gar kein rechtlich richtiges. Mitgefühl brauchen die, die in dieser Welt zurückgeblieben sind und unter der Lücke leiden, die gerissen wurde. Denen hilft es garantiert nicht weiter, wenn man auf die Vermissten schimpft. Ganz im Gegenteil.
@betruebt: Schön, dass Du die Verantwortung für die Deinen übernimmst. Und Du sagst selbst, dass Du vielleicht mehr Risiko in Kauf nehmen würdest, wenn Du nur für Dich allein verantwortlich wärst. Die 7 Segler sind nur für sich verantwortlich und sie haben sich entschieden, dieses Risiko einzugehen. Warum auch immer - darüber haben wir nicht zu urteilen. Übrigens, ich bin 50 und teile Lindes Argumentation.
@boaman und @betruebt:
Sie hat es vielleicht unglücklich begonnen, so dass Du Dich gleich am ersten Argument erhängt hast. Aber sie kann schließlich nicht ALLE Risiken, die wir tagtäglich in Kauf nehmen hier aufzählen - ca. 150.000 Menschen sterben pro Jahr nachweislich am Tabakkonsum (Raucher, wie Passivraucher, die Dunkelziffer ist höher. Mein Vater starb nachweislich an den Konsequenzen seines Tabakmissbrauchs - zum Schluss lag er drei Wochen im Koma, bevor er sterben konnte. Hilft es irgendwem zu sagen “Selber schuld!” ??? Jeder trifft seine Entscheidungen für sich.
Als mein jüngerer Sohn 16 Jahre alt war, zog er aus, das Fürchten zu lernen und das Leben zu finden. Meine Bedenken, Ängste und Warnungen ließen ihn völlig unbeeindruckt. “Wenn es schief geht, dann bleibt mir immer noch der Selbstmord!” Mit diesen Worten ging er und war für viele Monate verschollen. Er hat viel gelernt in dieser Zeit und er hat es für sich geschafft.
Wenn wir Menschen auf irgendetwas wirklich ein Recht haben, ein göttliches - von Gott gegebenes - Recht, dann ist es das Recht zu LEBEN! Was für einen jeden Einzelnen von uns Leben bedeutet, das kann nur jeder Einzelne von uns entscheiden. Ab wann Rücksichtnahme zur falschen Rücksichtnahme wird, dass müssen wir einfach spüren und mit unserem Gewissen vereinbaren.
Ich wäre auch nie mit diesem Boot gesegelt, aber ich würde auch keinen Fuß auf die Aida setzen. Und hier war keine Gewissenlosigkeit im Spiel, keine Verantwortungslosigkeit. Hier zählte die reine Lebensfreude und Begeisterung. Vielleicht hängen sie nicht so am materiellen Leben und sehen die Gleichgültigkeit von Leben in dieser Welt und Leben in der Ewigkeit.
Jeder professionelle Skifahrer spielt mit seinem Leben und seiner Gesundheit und viele andere auch in der Ausübung ihres Berufes.
Was ist falsch daran, wenn Menschen nicht für Geld sondern für mehr Lebensfreude bei sich und anderen ein Risiko eingehen?
Niemand darf über einen anderen den Stab brechen. Jeder von uns macht selbst genug Fehler, die fatale Folgen haben könnten. Dann wollen wir auch dennoch mit Respekt behandelt werden.
Ich bitte daher extra und aufs Herzlichste noch einmal darum, die Verunglückten und deren Angehörige hier mit dem jedem gebührenden Respekt zu behandeln.
Ich danke Euch allen dafür!!
euch Wndervöglen und allen Freuden wünsche ich weiterhin allzeit frohen Mut und alle reichlich guten Segen
January 26, 2009
Danke Linde!
January 26, 2009
Danke Tim!
Ich bin bestürzt.
Ich wünsch euch viel Kraft.
Macht weiter!
January 26, 2009
Ich finde es bewundernswert, dass es menschen gibt, die sich aktiv für eine Besserung in der welt einsetzen. Und ich finde dass sie mit ihren projekt eine echt geniale idee hatten, die nicht vergessen werden sollte. Ich slebst merke immer wieder wie wenig wir menschen etwas dazu tun, gegen ungerechtigkeit vorzugehen oder für eine bessere welt zu “kämpfen”.
Mein beileid für alle angehörigen und Freunde.
January 26, 2009
seit mittwoch bin ich über das unglück sehr bestürzt und denke viel darüber nach. die ziele des projektes sind sicher vorbehaltlos zu unterstützen. bei aller anteilnahme an der trauer von verwandten und freunden stellt sich aber für die zukunft die frage nach dem weiteren vorgehen. habe gelesen, dass ein weiteres 8-meter-schiff gekauft (und schon unterwegs?) ist. werden denn wenigstens konsequenzen aus dieser katastrophe gezogen und eingesehen, dass so kleine boote mit dieser ausstattung für dieses projekt ungeeignet sind und wahrlich mehr schaden als nutzen?
hier tragen alle am projekt beteiligten verantwortung sicherzustellen, dass so eine katastophe nie wieder passiert.
January 26, 2009
Was totaler Schwachsinn ist, ist sich hier über irgendwelche Naivitäten aufzuregen. Macht das die Sache besser? Ich bewundere wie taktlos manche Menschen sein können, die hier schreiben. Kritik, egal an wem, wird niemanden etwas einbringen. Halte es da auch mit Tim Tintenkleks. Als ich den Blog laß, dachte ich, hier können auch die Angehörigen Kraft daraus ziehen, doch wie sollen sie das bei solchen Kommentaren…
January 26, 2009
Max Mannheim:
Den erfahrenen Seemann schauerts, ob solchen Wagemut – und er stellt sich viele Fragen. Der Idealist zieht den Hut vor den Teilnehmern des Projektes und möchte mit dessen scheitern nicht seine Ideale untergehen sehen.
Das Schlimme und das Gute zugleich ist, dass es weiter gehen wird – sowohl mit den Idealen als auch mit den Risiken und Bedenken.
Es werden andere kommen, die glauben es besser zu machen und werden hoffentlich erfolgreicher sein.
Wir sollten jedoch in dieser Debatte nicht vergessen: Allen Beteiligten ist gemeinsam, dass wir dieses Boot und seine Besatzung gerne noch unter uns hätten!
January 26, 2009
Andere Leute haben mich gefragt, ob der Verein Spenden entgegennimmt oder was damit gemacht wird/werden kann? Ein Freund ist auch Segler und trauert mit, er würde gerne was überweisen.
January 26, 2009
Ihr solltet euch hier wirklich nicht streiten!
Wie Max Mannheim sagt, alle, die hier geschrieben haben, sind gleichermaßen betroffen und denken viel über dieses Unglück nach.
Bei den einen äußert sich diese Betroffenheit durch Überlegungen, wie dieses Unglück überhaupt passieren konnte und wie es anders hätte laufen sollen. Sie denken, dass wir alle etwas daraus für die Zukunft lernen sollten, und dass dieses Projekt dadurch noch einen weiteren Nutzen für die Welt haben kann, nämlich dass es einem ähnlichen idealistischen Projekt in der Zukunft zugute kommen kann.
Die anderen sind besonders bedacht, keine Vorwürfe zu machen, da das Projekt, wofür sich die jungen Menschen eingesetzt haben, ein sehr gutes war. Auch denken sie respektvoll an die Angehörigen und Freunde der Verstorbenen, die dies hier vielleicht einmal lesen werden; denn selbst wenn es Fehler gegeben hat, so ist schon genug dafür bestraft worden durch den Tod dieser Menschen.
Also, bitte nehmt auf eure Weise Anteil an dem Geschehen, aber streitet euch hier um Himmels Willen nicht über die richtige!
Beschuldigt die Hinterbliebenen nicht und verhindert aber auch nicht das Nachdenken über die Ursachen!
January 26, 2009
Ich bin zutiefst bestürzt und betroffen und sehr sehr traurig. Meine Tochter war letzten Sommer auch auf der Taube und war dort begeistert und glücklich - und hat sich dann gegen den großen Trip entschieden. Was für eine Tragödie nun! Ich fühle sehr mit den Eltern und Freunden und den Verantrwortlichen im Verein und lasse ein Licht für alle brennen, schon seit Tagen. Möge der tiefe schöne Sinn des Projekts nicht verloren gehen. Von Herzen Segen und Glück allen Wandervögeln!
Ich habe zu beginn der ganzen Aktion “migrobirdo” durch einen Zufall davon erfahren und wollte zu beginn selsbt mitsegeln, da ich aus einer Familie stamme, in der das Segeln sehr tief in den wurzeln verankert ist… durch verschiedene umstände blieb ich jedoch an land (ob das nun als glück oder unglück zu sehen ist liegt im auge des betrachters)
In verschiedenen Gesprächen und in Mail mit versch. Leuten von Mirgobirdo, wuchs mein interesse an dem Verein und auch meine Lust, wieder einmal in See zu stechen doch als ich davon “wind” bekam, dass die Taube gesungen sei, hatte ich das gefühl, in mir hätte sich ein “ozean der traurigkeit” ausgebreitet… es ist tragisch zu wissen, dass diese netten menschen, die ich leider nicht alle kannte, so voller hoffnung waren und so qualvoll - denn ertrinken ist NIE ein schöner tod - ums leben kamen.
jedoch dürfen wir nicht aufgeben darum uns zu bemühen, dass die welt sich verändert, denn das wäre sicher auch nicht im sinne derer, die in der see ihr kaltes grab fanden.
auch wenn die möglichkeit sehr gering ist, dass sie noch leben, bitte ich euch, die hoffnung noch nicht auf zu geben, da es immer wieder wunder auf diesem planeten gibt und sogar nach tzunamis manchmal menschen 2 wochen nach der katastrophe noch gefunden werden.
mein tiefstes mitgefühl allen angehörigen
meine fahne weht auf halbmast im winterwind
January 26, 2009
eine dänische freundin von uns war an bord und wir wissen nicht was mit unserem freund sören passiert ist, da die beiden ein paar waren, gehen wir davon aus das er an bord war…. gibt es eine mögichkeit diese information zu bekommen…??? die beiden waren sylvester noch zu besuch bei uns in barcelona….
wir sind geschockt und trauern mit den familien mit….
January 26, 2009
ja….
ich weiss nicht was ich sagen soll….
ich kannte Johannes und ich weiss genau dass diese welt in der wir leben mehr Menschen wie Ihn braucht.
ich bin überzeugt, die Anderen, die sich an Board befanden waren genauso weltoffene und gutmütige Menschen wie Johannes und mir schmerzt es im herzen, wenn ich lesen muss was hier teilweise über solch vorbildliche Menschen geschrieben wird.
vorallem wenn diese schändlichen kommentare von solchen kommen, die ihn oder die Crew nicht gekannt haben und nicht wissen wovon sie sprechen.
da fehlen mir einfach die worte…
Menschen wie Diese, die ihr eigen Leben aufs spiel setzen um der welt mehr wärme und hoffnug zu geben, und um ihren Traum zu leben haben nichts als achtung und respect verdient und ich wünsche mir, dass, wie Tim Tintenklecks schon gesagt hat, dass hier die hinterbliebenen Trost und Hoffnug finden und nicht schändliche Worte über ihre Söhne und Töchter.
Wir werden uns wiedersehen Hannes… irgendwo werden wir uns wiedersehen.
Jakob
January 26, 2009
wir wissen so wenig über all das und ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben. Mag sein, die Wahrscheinlichkeit ist mittlerweile sehr klein. Aber was sagt schon eine Wahrscheinlichkeit aus? Wahrscheinlichkeit ist soetwas wie Statistik und was spielt diese für eine Rolle, wenn Schicksal, die Weltenseele oder ein höheres Wesen die Dinge lenken? Ich stelle mir vor, sie könnten an irgendwelche Trümmer geklammert auf See treiben und bald gefunden werden. Dann wäre es gemein, wenn wir die Hoffnung aufgegeben hätten. Daher hoffe ich, solange es keine Beweise gibt, daß sie wirklich gegangen sind.
Ich glaube, deshalb kann ich auch noch nicht trauern, nicht so trauern, wie man das auf Friedhöfen vermutlich tut: Diese unendlich grau-schwarze Traurigkeit. (So stell ich mir das zumindest vor ohne es zu wissen.) Und falls es irgendwann Gründe geben sollte, die Hoffnung aufzugeben, auch dann möchte ich nicht grau-schwarz und unendlich traurig trauern, weil ich glaube, die Gegangenen wollten das nicht. Natürlich bin auch ich traurig, denke vor allem an die betroffenen Eltern und Geschwister. Möchte mich in Zukunft daran orientieren, was ich denke, daß die Vermissten wollten. Und niemals vergessen. An diese Menschen denken.
Hier in den Kommentaren ist ab und zu von Leichtsinn und ähnlichem zu lesen und viele spekulieren über die Ursachen. Bitte hört damit auf. Wir wissen so wenig, wir dürfen nicht urteilen. Die Behörden werden alles Untersuchen und vielleicht können sie eines Tages wesentliche Fragen beantworten. Vielleicht werden wir auch nie sicher erfahren, warum sie diesen Hafen ansteuern wollten.
An die Leute, die in die Brandung gerieten: Ich denke an euch.
January 26, 2009
Veronika siempre estaras presente en nuestros corazones y nunca te olvidaremos. Que el Señor te tenga en su gloria.
January 27, 2009
Ein Traum war der Anfang.
Das Ende ist ein Alptraum.
Ich habe durch meinen Beruf von diesem Projekt erfahren und weiß das viele, die angesprochen wurden das Projekt zu unterstützen, eindringlich versucht haben die jungen Idealisten davon abzubringen ihr Anliegen in dieser Form durchzuführen. Es wurden Risken aufgezeigt und Vorschläge gemacht, wie es sicherer sei.
Aber die Idee war zu stark.
Die Ratgeber hatten Erfahrung und auch Symphatie für das Projekt.
(Wir waren alle mal jung und waren idealistischer als wir vielleicht heute sind.)
Aber was soll man da machen?
Der Gruppe war es so wichtig dieses Projekt durch zu ziehen.
Alle Ratschläge, Bedenken wurden gehört … aber offensichtlich mangels Erfahrung nicht ernstgenommen.
Soll man dann sagen wir helfen euch nicht?
Wenn man weiß, das ist ein verdammt großes Risiko, das da eingegangen wird.
Oder sagt man dann nicht doch oder gerade deshalb, wir helfen euch trotz Magenschmerzen, weil klar war, die sind nicht davon abzubringen?
Damit das Projekt wenigstens etwas sicherer wird?
Um das Schlimmste zu verhindern wurde geholfen.
Aber das Schlimmste konnte dadurch leider nicht verhindert werden.
Wäre es besser gewesen es nicht etwas abzusichern?
Hätten sie dann den Törn nicht durchgeführt?
Oder hätten sie dann doch eher auf Sicherheitsausrüstung verzichtet?
Viele Angehörige sind sicherlich wie wir gescheitert mit Ihren Einwänden.
Aber die Angehörigen hatten natürlich auch nicht das fachliche Knowhow.
Wenn Sorgen und fachliche Einschätzungen nicht helfen?
Was dann?
Es mag hart klingen mein Mitleid gilt allein den Angehörigen, die wie wir das Gefühl haben, eine Mitschuld zu tragen.
In der Seefahrt ist es da einfacher.
Der Skipper trägt die volle Verantwortung.
Selbst ohne detailierte Kenntnisse des Unglücks, ist es offensichtlich, dass hier der Skipper fahrlässig gehandelt hat.
Und das schreibe ich auch nur, weil ich weiß das sich viele Menschen mit weit weniger Schuld Vorwürfe machen.
Ohne einen Skipper, der solche Risiken eingeht, wäre es zu dieser Katastrophe nie gekommen.
January 27, 2009
Lieber zutiefst Mitfühlender,
wenn auch du Sympathien mit den Zielen von Migrobirdo hast, so zeige uns das doch bitte auch hier im Blog. Trage etwas Generationenverständigung bei
(zwischen Völkern & Generationen scheinen ja ähnliche Verständigungsprobleme zu liegen),
denn ich gehe davon aus, dass du der Ältere bist und auch der Klügere.
Wähle Worte, die weder Gräben öffnen noch Stürme entfachen, sondern Worte die helfen.
Danke!
Liebe Grüße
Linde
January 27, 2009
Das Meer kennt kein Mitleid, keine Treue, kein Gesetz, kein Gedenken.
Es ist, als wäre es für menschliche Tugenden zu mächtig und zu groß.
Joseph Conrad
January 27, 2009
Hallo ihr !
Leider hat mein ” Vorgänger ” Recht “!!! Natürlich ist man jung,cool, lebensfroh..aber man trägt auch Verantwortung. Wir haben die Crew kurz kennengelernt und gewusst,daß das schief geht. Sind wir nun mit verantwortlich ? Wären sie nicht trotz aller Warnung ( das haben wir übrigens getan ) weiter gesegelt? Na klar !Ich fand sie toll,einzigartig, aber unvernünftig. Sie haben überall Kritik bekommen, aber dieses war der Crew egal. Evtl. kann ich es wegen des Alters verstehen..aber es muß doch jemand hinter diesem Projekt stehen…??? Der Verein, Veranstalter, Sponsor etc. hätte es doch zur Pflicht machen können Rettungswesten zu tragen, welche wir schon auf dem Kanal tragen!!! Und dann 5-8 Meter Wellen , 7 Personen + Gepäck etc. !! Wir haben weder Rettungswesten noch Funk etc. an Bord gesehen ?!Einfach nur junge Freaks, die keine Sorgen haben. Es tut mir so leid und ich hoffe auf eine Klärung. Die Überlebende wird Einiges aussagen können,dieses wird aber sicherlich ziemlich
vertraut behandelt werden.Wir denken an Euch !
January 27, 2009
Euere Ideen werden in unseren Erinnerungen immer weiterleben - Wenn es auf der Welt mehr Menschen wie Euch gegeben hätte, hättet Ihr vielleicht nicht so viel riskieren müssen.
Auch wenn Euere Reise sicherlich leichtsinnig war, so wart ihr unterwegs mit dem Ziel die Welt ein Stück besser zu machen, ich finde das nach wie vor bewundernswert und wünsche allen mit Leidenden viel Kraft - diese Katastrophe sollte uns vielleicht eine Lehre sein, aber die Ideen bleiben die gleichen, jetzt erst recht!
January 27, 2009
Kleine Randbemerkung, weil hier einige Äußerungen in Richtung “unbedarfte Jungspunte” gehen: Bin schon unter mehr als einem Skipper gefahren, der das Schiff unbestritten sicher führte und gleichzeitig der Jüngste an Bord war.
Andererseits braucht man nur bei http://www.bsu-bund,de zu suchen und wird viele sogenannte gstandene Segler finden, die selbst einfachste Sicherheitsregeln mißachtet haben.
Wenn ich daran denke, wieviel Crewstücke schon große Kulleraugen machten, wenn es um Leckrolle, Feuerrolle, Seenotrolle und dergleichen ging und wieviel (speziell Mittelmeer-) Segler keine Rettungsweste tragen, dann ist es eher schon ein Wunder, dass nicht viel mehr passiert.
Die Schuldfrage ist übrigens schnell geklärt: Schuld ist der Skipper / die Skipperin - immer.
BTW: Man liest davon, dass der Verein noch ein zweites Boot betreibt oder zu betreiben beabsichtigt. Gerücht oder wenn nicht: Welche Lehren will man ziehen?
January 27, 2009
Ich bin bestürzt!!!!!!!!!
Ich bin bestürzt über diese Tragödie und meine Gedanken sind bei den Angehörigen.
Ich bin bestürzt über die Beiträge mancher Besserwisser.
Ich bin bestürzt über die Antworten mancher auf diese Besserwisser.
Grundsätzlich ist es überhaupt kein Problem mit einem Boot wie der Taube über die Weltmeere zu segeln. Ich selbst habe es schon des öfteren mit einem unwesentlich größeren Boot getan. Im übrigen auch solch bekannte Segler wie Wilfried Erdmann mit seiner Frau und seinem Kind. Frage dich niemals ob dein Schiff bereit ist für einen solche Reise sondern frage dichselbst ob du das bist. Und genau darin liegt das Problem dieser Tragödie. Diese jungen Menschen waren voller Tatendrang. Sie wollten was wichtiges für sich und vieleicht auch für die ganze Menschheit erreichen und das verdient den größten Respekt. Nur warum zollten sie dem Meer keinen Respekt? Warum ziehe ich los um die Welt ein bisschen besser zu machen, mit dem Ziel das sich Menschen näher kommen, sich respektieren und lieben lernen wenn ich die Launen der Natur einfach ignoriere? Ökologisch reisen, es allen zeigen, Berge ohne Ausrüßtung erklimmen und sich mit der größten Naturgewalt unserer Erde anlegen! Dafür verlangt Ihr Respekt? Wacht auf! Bleibt euren Idealen treu, bringt sie in die Welt hinaus aber sucht euch einen anderen Weg es sei denn Ihr seid besser vorbereitet. Und an alle Kritiker dieses Projektes: Die Idee ist gut! ladet die jungen Menschen auf euer Schiff ein, lernt Sie segeln oder begleitet sie an Bord mit eurer Erfahrung! ich denke es währe im Sinne aller. Ich stelle mich gerne zur Verfügung um das Projekt nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Niemals vergaessen. ” Wir brauchen das Meer doch das Meer braucht uns nicht”
January 27, 2009
Hallo zusammen,
besonders dann, wenn eine Tragödie über uns hereinbricht und zutiefst berührt, sei es, dass wir einen Angehörigen verlieren oder wir uns als “Segler” unserer eigenen Ängste vor den Unbilden des Meeres erinnern, besonders dann haben wir verschiedenste Möglichkeiten, ihr nicht nur in unserem Inneren zu begegnen. Trauer, Wut, Ärger, Mitgefühl, Mitleid, Besserwisserei, Angst, Einsamkeit, unendliche Liebe, die Zahl der Möglichkeiten ist so groß wie die Zahl derer, die durch die Tragödie berührt wurden. Jeder von uns antwortet auf seine Weise. Wir werten, urteilen, fühlen Macht, Ohnmacht, Scham, Schuld, Bedrohung oder nehmen das, was da passiert ist, als von Gott gegeben in Liebe und vollkommener Hingabe an. Was geschehen ist, ist geschehen und doch erscheint es in der Vorstellung und den Gefühlen des Einzelnen auf unvergleichlich eigene Art und Weise. Es wird Menschen geben, die den Untergang der Taube als eine von den vielen Nachrichten des Lebens butterbrotessend überflogen haben und andere, deren Trauer seitdem allen Hunger hat vergessen lassen. Alles was ihr hier in diesem Blog lest ist der digitalisierte Ausdruck einer tiefen Berührung mit dem Tod und hat seine Berechtigung. Manche Antworten mögen sich vielleicht grob, besserwisserisch oder pietätlos anfühlen, doch auch sie sind letztendlich und so “gut wie möglich” aus dem positiven Impuls entstanden, sich selbst und anderen Antworten auf ungeklärte Fragen zu geben. Antworten auf Fragen, die uns allen unerklärlich erscheinen und die erst dann klarer werden, wenn wir uns selbst erlauben, sie urteils- und wertfrei zu betrachten. Erst dann eröffnet sich nicht nur ihre wahre Aussage, sondern die Möglichkeit zur “Völkerverständigung”, zum Herzensverständnis für den Sinn und Zweck aus dem die Taube ausgelaufen ist.
LIEBE WANDERVÖGEL IM GROßEN MEER,
ANSTATT NACH SÜDAMERIKA SEID IHR BIS IN DIE HERZEN VON UNZÄHLIGEN MENSCHEN GESEGELT, HABT IM STURM DAS MEER DER MEDIEN DURCHKREUZT UND EURE IDEE EINER WELT DES LIEBEVOLLEN MITEINANDERS ÜBER ALLE GRENZEN HINAUSGETRAGEN. (WOW, IHR HABT SOGAR Hendrix ERREICHT. ER WIRD EUCH VORM NÄCHSTEN MAL DAS SEGELN BEIBRINGEN ![]()
DANKE UND EINE GUTE WEITERE REISE.
January 27, 2009
Sicher habe ich auch nicht wirklich die richtigen Worte gefunden und ich wollte keineswegs den Gefahrenaufzeigern Vorwürfe machen und ausschließlich die Segler in Schutz nehmen.
Mir geht es aus tiefstem Herzen darum, denen, die sich schuldig fühlen eine Antwort zu geben.
Wie oft haben wir Alten und Weisen schon gehört “Lass’ das sein, das ist zu gefährlich, das geht schief …” und haben uns NICHT abhalten lassen von unserem Vorhaben; nicht mit guten Worten, mit Druck schon gar nicht.
Es war richtig zu helfen und zu sichern. Es war richtig zu warnen. Es ist wichtig, sich zu überlegen, was man in Zukunft tun kann und wie. Aber es macht keinen Sinn, von Schuld zu sprechen, weder auf der einen noch auf der anderen Seite.
Genau diese jungen Menschen kannte ich nicht, aber ich kenne einige ihrer Freunde und viele andere, die der enormen Enge unserer heutigen Gesellschaft, in der auf der einen Seite selbst der Ausfall des dritten Haares von links über dem rechten Ohr versichert wird und die andrerseits risikoreichste Extremfreizeitbeschäftigung betreibt, dringen entkommen wollen. Sie müssen ihren eigenen Weg finden. Die Orientierung, die wir Alten zu bieten haben ist nicht die passende Orientierung für die Jugend, so wie die Orientierung der Alten noch nie passend war für die Jugend - Sokrates hat sich schon darüber beklagt. Wir können unsere Kinder nicht festbinden oder unter den Glassturz packen. Und auch wir Eltern wissen nicht wirklich, was gut für unsere Kinder ist.
Sie müssen ihre eigenen Wege gehen und sie gehen sie. Aber die Liebe, mit der wir unsere Kinder aufgezogen haben begleitet sie in Ewigkeit. Die Liebe, die wir den jungen Menschen geben, wenn wir ihnen raten und Hilfe anbieten begleitet sie. Sie spüren diese Liebe und schöpfen Kraft aus ihr und Mut.
Aus Mut wird manchmal Übermut; zumal es unserer gesamten Gesellschaft erheblich an Demut (Erkennen und Anerkennen der eigenen Stärken und Schwächen) mangelt. Manchmal werden wir auch mutiger als mutig (eben übermütig) wenn wir das Gefühl haben, unbedingt etwas beweisen zu MÜSSEN.
Wenn dann noch die Einstellung dazu kommt, dass der Tod nur der Übergang in ein anderes Leben ist, dass wir im Schoß des Universums und der Mutter Natur immer hervorragend geborgen sind und voller Urvertauen durch die Welt wandern, dann kann es schon mal passieren, dass man auf die Urgewalten vergisst.
Ich bin sicher, dass keiner der Sieben (übrigens eine heilige Zahl) jemandem weh tun wollte mit dieser Reise, sondern ganz im Gegenteil. Ich bin sicher, dass sie Warnungen nicht leichtfertig in den Wind geschlagen haben, sondern ihr Risiko sehr bewusst eingegangen sind. Vielleicht haben sie gespürt, dass es ihr Weg ist, vielleicht haben sie geglaubt jedenfalls sicher ihr Ziel zu erreichen. Ich bin sicher, dass niemad der Sieben genötigt wurde, einzusteigen in das Boot und loszusegeln. Sie wollten es alle. Aber von Schuld sprechen? Mein Gott, wie oft hatten wir, die wir alt geworden sind schon mehr Glück als Verstand??? Wie oft hat uns ein kosmischer Witz am Leben erhalten, ein Zufall, was auch immer??
Es gibt hier keine Schuld zu verteilen und die, die sich schuldig fühlen, die dürfen sich ruhig vergeben, weil sie nichts falsch gemacht haben. Wir werden nie wissen,was passiert wäre wenn. Und, der jungen Frau, die überlebt hat, sowie jedem von ihnen, der vielleicht tatsächlich noch lebend gefunden wird, wird ein “ich hab’ es doch gesagt” nicht helfen. Mein sicheres Gefühl ist, dass diese jungen Menschen im Einklang und Frieden mit sich selbst ihre Reise angetreten haben, niemandem weh tun wollten oder Kummer bereiten. Sie sind ihrem Stern gefolgt.
January 27, 2009
Kann es sein das der Block zensiert wird - es fehlen mindestens zwei Beiträge ?
January 27, 2009
Es wird des öfteren gefragt, was mit dem zweiten Boot sei. Es steht seit über einem Jahr an Land und ist in Privatbesitz.
Meineswissens war Sicherheitsausrüstung nach BSH-Richtlinien an Bord der Taube.
January 27, 2009
ich schließe mich dem obigen Beitrag von Tim Tintenkleks voll und ganz an.
Was mich beschäftigt: gibt es heute, eine Woche nach dem Unfall irgndwelche Spuren von den Vermissten, vom Boot?
Kann die Überlebende hier eine weitere Information geben?
Vor Marokko vermisste Sistranserin: Kaum Hoffnung
Für jene 20-jährige Sistranserin, die seit einem Segelunfall vor Marokko am vergangenen Dienstag als vermisst gilt, besteht kaum noch Hoffnung. Die Suche geht weiter.
Die Jugendlichen wollten nach Lateinamerika segeln,
Dienstag war ihr Traum jäh zu Ende. Bild: Migrobirdo
Innsbruck - Für jene 20-jährige Tirolerin, die seit einem Segelunfall vor Marokko am vergangenen Dienstag als vermisst gilt, besteht kaum noch Hoffnung. Die marokkanischen Behörden suchen nach wie vor mit Hochdruck nach den fünf über Bord gegangenen Bootsinsassen, sagte Peter Launsky-Tieffenthal, Sprecher des Außenministeriums. Die anhaltend schwierigen Wetterverhältnisse erschweren die Tauchgänge. Bereits am Freitag sind Angehörige der jungen Frau aus Sistrans in Rabat eingetroffen.
“hilfsbereit und bemüht”
Die Schwester der Vermissten und die Mutter ihres Freundes, der zum Zeitpunkt des Segelunglücks am Landweg gereist war, haben mit Vertretern der österreichischen Botschaft die Unglücksstelle besucht und den Bürgermeister getroffen, erzählte Launsky-Tieffenthal. “Die Marokkaner sind sehr hilfsbereit und bemüht”, meinte der Sprecher.
Segelschiff dürfte gekentert sein
Das Unglück hat sich am 20. Jänner in Hafennähe an der Küste vor Marokko ereignet. Neben der Österreicherin gelten seither zwei Deutsche, eine Dänin und ein Slowene als vermisst. Als einzige Überlebende hat sich eine 19-jährige Frau aus Deutschland an Land retten können, eine weiterer Bootsinsasse wurde tot geborgen. Das Segelschiff dürfte gekentert sein, weil der Skipper das Schwert zu früh aus dem Wasser gezogen hat. Die sieben Segler waren Anfang Dezember mit der Organisation Migrobirdo zu einem Segeltörn gestartet. (APA)
Wenn die unten stehende Meldung stimmt, wurde ein Deutscher tot geborgen.
Das Unglück hat sich am 20. Jänner in Hafennähe an der Küste vor Marokko ereignet. Neben der Österreicherin gelten seither zwei Deutsche, eine Dänin und ein Slowene als vermisst.
Als einzige Überlebende hat sich eine 19-jährige Frau aus Deutschland an Land retten können, eine weiterer Bootsinsasse wurde tot geborgen.
Das Segelschiff dürfte gekentert sein, weil der Skipper das Schwert zu früh aus dem Wasser gezogen hat. Die sieben Segler waren Anfang Dezember mit der Organisation Migrobirdo zu einem Segeltörn gestartet. (APA)
“I had a good life” waren die letzten Worte, die John McCandless (Into the Wild) auf ein Stück Karton schrieb, bevor er auf seiner Suche nach sich selbst irgendwo im Norden Alaskas verhungerte.
Ich habe letzten Sommer mit meiner “kleinen Brandgans”, einem alten Folkeboot, einhand die Ostsee umrundet und mich oft gefragt, was ich wohl denken würde, wenn ich über Bord gehen, mein Boot sinken oder wegsegeln sähe und irgendwann einsehen müsste: “Das war’s dann wohl.”
Liebe Wandervögel - jenseits aller Kritik an Eurer Seemannschaft hoffe ich, dass Ihr irgendwo zwischen Eurem letzten Sprung ins kalte Wasser und Euren letzten Atemzügen noch einen kurzen Moment Zeit für Euch selbst gefunden habt, um neben der Verzweiflung und der Kälte auch Dankbarkeit für das bisher Erlebte, Freude über die vielen unvergesslichen Momente und so etwas wie Einverständnis und Ergebenheit zu empfinden. “Es ist OK. Wir waren segeln!”
In Gedanken bei Euch, Euren Geschwistern, Eltern und Freunden und bei der Taube,
Bastian & Tadorna
January 27, 2009
Die Meldung, dass ein Boot kentert, weil ein Schwert zu früh aus dem Wasser gezogen wird, gehört ins Reich der Märchen und stammt wohl nur aus einem unqualifizierten Journalisten-Mund!
Ein Schwertkieler benötigt ein Schwert überwiegend zum Kreuzen / “Amwind-Kurs” und genau da sorgt es für weniger Abdrift, jedoch auch etwas mehr Krängung (Schräglage des Bootes)durch den dann größeren Widerstand am Unterwasserschiff.
Das Boot wird wegen des “hochgezogenen” Schwertes keinesfalls gekentert sein (wer will das auch wirklich prüfen??), die Ursachen liegen in anderen, schon beschriebenen Bereichen.
Ohne Schwert wäre es jedoch zweifelsfrei schwieriger gewesen, sich bei den vorhandenen Winden von der Legerwall-Küste freizuhalten. (Auflandige Winde)
Aber offensichtlich ist die Küste ja bewußt angesteuert worden. Hoffentlich erfährt man nach einiger Zeit etwas durch die Überlebende.
January 27, 2009
Wir sind hier grade etwas verzweifelt. Gibt es eine offizielle Stellungnahme des Vereins bezüglich einer genauen Passagierliste? Wer war denn nun eigentlich genau an Bord? Von wo nach wo ging die Passage mit dieser Crew? Wer war der/die Skipper/In? Wieviele Gäste waren an Bord? Diese Ungewissheit macht uns wahnsinnig! Auch wenn es niemanden mehr lebendig macht, möchten wir wissen was passiert ist. Und das nicht von der bild Zeitung erfahren! Einer unserer besten Freunde, der defenitiv nicht zur Crew gehörte, ist umgekommen. Warum werden zurzeit Inhalte und Kommentare (auch die von uns Angehörigen) der Website gelöscht? Wir sind alleine mit unserer Hilflosigkeit. Wir brauchen Antworten für unsere Trauerbewältigung.
In tiefer Trauer
January 27, 2009
Liebe Malu,
ich verfolge diesen Blog seit dem Tag, an dem ich von dem Unfall erfahren habe in sehr kurzen Abständen. Ich habe noch keinen Beitrag verschwinden sehen.
Ich denke, dass niemand mit absoluter Sicherheit weiß, wer wirklich alles an Bord war. In den Zeitungsberichten war bislang die Rede von Veronika aus Österreich, Aris aus Slowenien, Hannes aus Baden Württemberg und Nils aus Hamburg.
Bei der Deutschen Botschaft in Marokko http://www.rabat.diplo.de/Vertretung/rabat/de/Startseite.html müsstet Ihr mehr erfahren.
Ich schicke Euch alle guten Gedanken
January 27, 2009
Hier der Link zu den Telefonnummern: http://www.rabat.diplo.de/Vertretung/rabat/de/02/Oeffnungszeiten/Oeffnungszeiten.html
January 27, 2009
Hallo lieber Tintenklecks!
Ich sah zwei meiner Postings verschwinden, das hat mich sehr verletzt. Ich stehe mit der Botschaft in Verbindung. Das hilft uns nur leider überhaupt nicht weiter. Auch andere Informationen, speziell zu migrobirdo und der Taube, sind plötzlich im Netz nicht mehr zu finden. Ich wünsche mir mehr Offenheit seitens des Vereins, über den ich so wenig erfahre.
malu
January 27, 2009
@Malu, feilich verschwinden hier Beiträge. Neben Deinen beiden noch min. zwei weitere, nämlich meiner, bezügl. der (nicht-)Qualifikation des Skippers, und der eines anderen englischsprachigen Kommentators, der Schiff und Mannschaft noch in Spanien im Hafen gesehen haben will, und sinngemäß anmerkte, nach seiner Beobachtung sei an Bord heftig gekifft worden.
Na dann, weiterhin fröhliches Löschen.
January 27, 2009
Hallo,
da ich von Angehörigen weiß, daß sie teils keine Namen und Wohnort hier stehen haben wollen, habe ich einen Beitrag von B.B. mit diesem Inhalt soeben rausgenommen. Ansonsten entfernte ich nur eindeutigen Spam und 2 Kommentare mit eindeutiger Beleidigung (die waren nicht von Malu)
Ich werde Malu direkt schreiben.
January 27, 2009
@skipper: thanx
malu
January 27, 2009
If here is any friend of Sören (Niels) or someone who met him before this horrible disaster ( in Barcelona or before they startet the trip in Marokko ). please contact me. I am his little brother lars PLEASE! Go to the link where i left my email. I feel for all the families and friends of the wonderful people who are still missing and wish all the best to Dhara. I miss my brother so much and the pain in my heart and whole body will never leave me, but i know that my brother always had a positive view of life and he is just too special to be not here anymore. To all you great sailors who havent got a clue about the people who were on this boat. go somewhere else to be proud about ur skills.
http://blog.migrobirdo.org/?p=154#comments
January 27, 2009
Die Wirklichkeit ist das, was wir selbst wahrnehmen wollen. Die Welt, ihr Zustand und ihre Wahrhaftigkeit, ist das Resultat unserer Gefühls- und Gedankenwelt.
Was wir selbst wahrnehmen und verarbeiten müssen, ist immer davon abhängig, aus welcher Perspektive wir auf diese Welt schauen.
Trauerbewältigung findet nicht durch einen Blick auf eine Passagierliste statt. Die Suche in dir selbst bringt dich an den Ort den du suchst.
Schaut in euch, fühlt und nehmt war. Schaut euch selbst dabei zu und versucht euch selbst dabei zu fühlen. Die Verschiebung eures “Fixpunktes hinter eurem Kopf” zeigt euch den Weg, eure Wahrnehmung zu verändern und damit auch eure Wirklichkeit, eure Gefühle und eure Gedankenwelt.
Findet den Weg in eure Welt und ihr werdet sehen wie andere folgen werden!
January 27, 2009
@ dreaming for reality
Dein Posting ist anmaßend.
January 27, 2009
Der Gendanke, hinter dem was ich schrieb, ist ein Weg, das zu verarbeiten, was dich quält. Ich kann im Moment nicht nachvollziehen was du daran anmaßend findest, aber ertränke dich nicht selbst mit Wut, weil du nicht Herr deiner Gefühle bist.
Glaube mir, nur wir selbst können den Gefühls-Zustand in uns ändern. Wenn du den Drang verspürst, dich auf die Suche nach objektiven Fakten machen zu müssen, wirst du dich einem friedvollen Zustand nicht nähern. Ich bin sogar der Meinung, das du das Gegenteil damit erreichen wirst. Es bringt dich ferner von dem was gerade noch frisch in dir lodert.
January 27, 2009
PEACE
LOVE
HARMONY
RESPECT
please…..be nice to each other…
January 27, 2009
meinen vorigen kommentar bitte nicht beachten.
ich hoffe, dass alle anderen auch schnell geborgen werden.
im herzen bin auch ich bei den angehörigen und freunden der opfer.
January 27, 2009
@Linde
Ich wollte den Angehörigen nur mein Mitgefühl ausdrücken und deutlich machen, dass Sie sich nicht “schuldig” fühlen dürfen weil Sie Ihre Kinder nicht davon abhalten konnten. Auch viele andere haben es nicht gekonnt.
Alle Kinder haben das Recht Ihr Leben in die Hand zu nehmen und so zu leben wie sie leben wollen. Mit allen Konsequenzen.
Natürlich möchte ich die Gefühle der Angehörigen des Skippers nicht verletzen. Auch Ihnen gehört mein Mitgefühl.
Es bleibt die Verantwortung, die jemand übernimmt wenn er ein Schiff führt.
Das hat nichts mit Alter oder Klugheit zu tun.
Aber Du hast recht wenn Du den Platz hier als nicht angemessen findest,um dass hier zu thematisieren.
Sollte ich die Gefühle anderer Menschen verletzt haben, dann tut mir das sehr leid.
Vielleicht wäre dieses Unglück auch mit einem erfahrenem Skipper passiert.
Ich wünschen allen Angehörigen und Freunden der Toten viel Kraft und Hilfe.
January 28, 2009
Ich hab hier ein Videobeitrag vom SWR gefunden:
http://www.swr.de/landesschau-bw/-/id=122182/did=4294450/pv=video/gp1=4424906/nid=122182/1fnexzn/index.html
Mich würde vom Verein interessieren, wie es jetzt weitergehen wird? Ein wenig mehr Informationen wären hilfreich, denn viele würden gerne wissen, wie der Stand der Dinge ist, damit sie Anteilnahme bekunden können.
Ich hoffe nicht, dass mein Beitrag zensiert/gelöscht wird…
January 28, 2009
Hallo,
was passiert ist für uns alle schrecklich.
Auch ich habe Freunde bei diesem Unglück verloren.
Allen Angehörigen und Freunden mein volles Mitgefühl!
@Malu: Es tut mir sehr leid, dass dein Freund unter den Vermissten ist.
Da ich selber bis vor Kurzem auf der Taube mitgesegelt bin, geht mir das auch sehr nahe.
Als ich von dem Unglück erfuhr, konnte mir niemand etwas sagen.Ich rief bei der Botschaft an, die sagten sie dürften nur Angehörigen Informationen weitergeben.
Aus der Österreichischen Boulevardpresse kamen dann noch verschiedene Falschmeldungen.
Bis ich den Kontakt zu den Eltern meiner Freunde aufgebaut hatte, wusste ich nichts. Danach nur das bisschen was die Angehörigen von der Botschaft erfuhren. Es werde gesucht, eine Schwimmweste sei
gefunden worden und eine kurze Beschreibung der Überlebenden.
Und das war kaum mehr, als das was in der Presse stand.
Manche Angehörige wollten nicht, dass im blog die Namen und Wohnorte erscheinen. Deswegen wurden Posts rausgenommen.
Was Du in dem gelöschten Post zitierst, sind Texte aus der Anfangszeit von Migrobirdo. Diese sind über zwei Jahre alt. Der erste Versuch wurde damals
abgebrochen und der Start auf Mai letzten Jahres verschoben. Es fuhr nur ein Schiff los, die Taube. Mit wechselnder Besatzung ging es Richtung Süden.
So kamen ab und zu neue Leute an Bord, manche konnten segeln, manche nicht.
Der blog sollte so belassen werden, wie ihn die Crew hinterlassen hat und für Angehörige und Freunde als eine Art Kondolenzbuch dienen.
Die alten Seiten wurden aus dem Netz genommen, nachdem die Presse und Neugierige über Angehörige und Freunde herfielen und wilde Spekulationen, basierend auf veralteten Seiten, begannen.
Ich hoffe Malu ich konnte Dir damit weiterhelfen.
Ich wünsche Allen von Herzen viel Kraft
mit dem Geschehenen fertig zu werden
Bruno
January 28, 2009
Liebe Leute, so sehr ich das Internet liebe und nutze, es ist auch ein Problem, wie mit der Möglichkeit umgegangen wird, seine Meinung schriftlich einzubringen. Ich finde es absolut in Ordnung, dass hier jemand dafür sorgt, dass im Interesse der Angehörigen persönliche Daten, Beleidigungen und Gerüchte nicht dokumentiert werden.
Vielen Dank für diese, bestimmt auch mitunter ätzende Arbeit, lieber Admin.
Man muss halt doch Mal die Kirche im Dorf lassen und den Betroffenen Zeit und Luft, sich zu sammeln um dann mit Ihrer Darstellung des Geschehenen an die Öffentlichkeit zu treten.
January 28, 2009
@maria.
i am the brother of Solveig. In this hard time we all need to talk to other people to get through this. But: please don’t put things like this on the net so fast. The family (me, my mother and father) needs time to talk to everyone (who knew Sol) before the reed it on the net. I hope you understand..
with tears and thoughts
/Lau
January 28, 2009
in my thoughts i am with the sailors´ loved ones!
January 28, 2009
ich bin froh über lau´s beitrag, ich bin aber enttäuscht, dass es dazu kommen musste.
die nahestehenden betroffenen werden alles wichtige auch anderweitig erfahren, alle anderen können sich bei der presse informieren, die weiß, wie immer, auch bescheid.
noch ein paar worte an die kritiker, an die belehrenden.
hört auf anzuprangern und zu fachsimpeln! denn überflüssig ist eure kritik. lächerlich ist eure fachkenntnis. zur bauchnabelschau geht’s dann auch hier lang: http://forum.yacht.de/showthread.php?t=102579. und kritik kann (im moment, und vor allem geltend für diesen blog) ganz zu hause bleiben.
dann bleiben die nahesetehenden betroffenen; und gerne auch die, die ihr vernunftdenken und ihre verhaltenspostulate und ihr bedürfnis nach selbstverwirklichung mal kurz außer acht lassen und in trauer an die toten und deren angehörigen denken! für diese leute sollte der blog in zeiten der trauer doch nun sein!
im moment leider wird dieser blog und die einstige absicht dessen pervertiert. der blog dient im moment niemandem mehr. den angehörigen nicht, weil ihnen die kritischen stimmen das leid nicht nehmen. den kritikern nicht, weil ihr anprangern (auf dieser seite) verhallt. den „experten“ nicht, weil sich die angehörigen hier nicht um die meinung von (freizeit-)schlaubergern interessieren.
der zweck des blogs ist geht verloren, wenn es nicht ausschließlich um dinge geht, wie:
January 28, 2009
hannes, ich vermisse dich so sehr. ich wünschte du und deine lieben freunde, ihr könntet noch bei uns sein. nie werde ich dich vergessen.
January 28, 2009
thx christoph
January 28, 2009
thank you christoph
January 28, 2009
@christoph
einige Angehörige und Freunde scheinen doch etwas mehr Informationen über den Hergang zu wünschen, wie manu hier geschrieben hat:
> Wir sind hier grade etwas verzweifelt. Gibt es eine offizielle Stellungnahme des Vereins bezüglich einer genauen Passagierliste? Wer war denn nun eigentlich genau an Bord? Von wo nach wo ging die Passage mit dieser Crew? Wer war der/die Skipper/In? Wieviele Gäste waren an Bord? Diese Ungewissheit macht uns wahnsinnig! Auch wenn es niemanden mehr lebendig macht, möchten wir wissen was passiert ist. Und das nicht von der bild Zeitung erfahren! Einer unserer besten Freunde, der defenitiv nicht zur Crew gehörte, ist umgekommen. Warum werden zurzeit Inhalte und Kommentare (auch die von uns Angehörigen) der Website gelöscht? Wir sind alleine mit unserer Hilflosigkeit. Wir brauchen Antworten für unsere Trauerbewältigung.
@manu
Die Tour war von Larache bis Rabat vorgesehen. Dies ist eine weite anstrengende Strecke: 150km. Wenn man annimmt, dass sie mit 10km/h segelten, wären das 15 Stunden, und erfordert auch noch Segeln bei Nacht. (Sonnenaufgang: 7:30 Ortszeit, Sonnenuntergang: 17:45 Ortszeit (ergibt eine Tageslänge von 10h)) Verunglückt sind sie am Abend des 20. Januar im Hafen von Kenitra. (Siehe: http://tinyurl.com/brg4aw) Dass stürmische Bedingungen herrschten, muss bei der Ausfahrt aus Larache klar gewesen sein — trotzdem sind sie ausgelaufen, mit 7 Personen vermutlich überladen.
Bis Rabat sind sie dann nicht gekommen, sondern wollten aus einem unbekannten Grund schon in Kenitra (40km vor Rabat) einlaufen. Der Hafen von Kenitra ist ein flacher Mündungshafen eines relativ schnell fließenden Flusses mit Hafentiefen < 1m, in den man nur bei Dünung < 2m, bei Flut und mit Hafenlotsen sicher einlaufen kann. Laut marokkanischen Behörden war es ein “großer Fehler”, den Hafen von Kenitra in dieser Situation anzulaufen, denn es war eine Brandung von 8m im Hafengewässer. Dort ist das Boot dann gekentert.
Dies alles können wir von hier aus mit großer Sicherheit sagen, aber viel mehr auch nicht. Ich hoffe, dass sich die Überlebende zum Hergang äußern wird, denn dies kann den nächsten Menschen, die ein solches Projekt durchführen wollen, helfen.
January 28, 2009
Hallo liebe Wandervögel, liebe Segler,
meine Gedanken sind bei den Verunglückten und Ihren letzten Stunden. Als Segler kann ich mir ausmalen wie die Wellen tosen und der Sturm die Gischt über die Taube peitscht. Auch ich kenne das Gefühl, wie es ist, wenn die See ihre Macht zeigt und den Kurs bestimmt Das gefährliche am Meer ist die nähe zum Land…
Über die Menschen die das extrem erleben mussten findet man ein wenig auf Tadornas Seite:
http://www.tadorna.de/de/post/2009-01-26
Danke dafür Tadorna
January 28, 2009
This is a message passed on from my mother. I am still gathering the right words together to express my own sorrow.
Dear Family
Although i do not know you, I strongly felt that I wanted to send condolencies on your tragic loss.
My daughter Kitty was on the boat the previous week, and left to explore the Atlas mountains .She returned to Rabat to meet everyone she had liked so much, and is traumatised by the dreadful news.
As a parent I cannot imagine a worse situation, and I want you to know that we are holding you in our thoughts with love and compassion.
sincerely, Rosalind Richards
Liebe Familie,
Obwohl ich Sie nicht kenne, habe ich das dringende Beduerfnis Ihnen mein aufrichtiges Beileid zu Ihrem tragischen Verlust auszudruecken.
Meine Tochter Kitty war die Woche davor mit auf dem Boot und hat dann einen Ausflug in die Berge gemacht.
Sie kam zurueck nach Rabat um alle, die sie so lieb gewonnen hatte wieder zu treffen und ist
geschockt von der schrecklichen Nachricht.
Als Eltern kann ich mir nicht Schlimmeres vorstellen und ich moechte Ihnen versichern, dass wir in Gedanken mit Liebe und Mitgefuehl bei Ihnen sind.
Rosalind Richards
January 28, 2009
Lasst uns den Sternen folgen und die Visionen unsere Freunde in die Lüfte und Wasser der Erde senden!
Bei all dem Kummer und Schmerz, allem Hadern und Grübeln-
wie wichtig ist es da in diesem Augenblick, nicht zu vergessen was die wunderbaren Wandervögel dazu bewegt hat, diesen Weg zu gehen-
sondern das Wort ihrer Träume, ihrer Ideen in die Welt hinauszutragen und ihnen ein kleines Denk( )mal zu setzen!
Deshalb, wer gleiches verspürt, lasst uns diesen Freitag, wo auch immer in der Welt wir verstreut sind,
ihre Botschaft versenden …
-wer bei Wasser ist, Ozean, See oder Fluss oder …, sende doch eine Flaschenpost hinaus in die Welt!
-wer Lust hat, etwas Mühe auf sich zu nehmen, möge Luftballons emporsteigen lassen…
-vielleicht hat ja auch jemand Brieftauben…:)
was auch immer euch sonst einfällt, je mehr Menschen sich beteiligen……
Wir, ein paar Leute, werden am Freitag nachmittag der Elster in Leipzig unsere Gedanken anvertrauen- fühlt euch frei teilzuhaben, wo auch immer ihr seid und wie auch immer ihr mögt..
Let’s follow the stars and spread the word of our friends into the airs and waters of the earth!
With all the sorrow and pain, all the brooding-
how important is it right now, not to forget what brought the Wandervögel (travelbirds) to take this way-
but carry the word of their dreams, their ideas out into the world and create them a little monument!
So, who feels the same way, lets send their (and our) message, wheresoever we are scattered in the world this Saturday…
-who is near water –if ocean, lake or river… why not forward a message in a bottle…
-who feels like taking some effort, may want to let ballons ascend…
-maybe someone even has carrier pigeons…
Whatever way comes to your minds, the more people contribute…..
We, some people, will entrust the Elster in Leipzig with our thoughts on Friday afternoon,
so feel free to join wherever and however you are and you like..
January 28, 2009
Du fehlst, Hannes!
January 28, 2009
My message in a bottle;
To my friends in the Ocean,
Since youve been gone my diary has become a mess of contacts and things to do as we desperatly tried to find out where you were and what happened to you.
Your accident has turned our world, and countless others upside down.
Waiting for it to really sink in is taking longer than i ever believed possible. It is on my mind every moment; When i wake;When i eat; When i laugh; When i walk; When i smoke; When i sleep.
The loss of your company, laughter, ideas and inspiration has left a hole which i will now have to find a way to fill in by myself. Your guidence on how to find the real joy of life and living i will sorely miss - The realisation that i will have to spend the rest of my life treasuring the few, but precious, memories that i had with you - rather than looking forward to the memories that were to come hurts alot.
When i started travelling i thought that it was all about the places you visited, the monuments you photographed and the beautiful scenery you admired, but oyur company showed me a different way - That Life should be lived, Life should be valued on the experiences that you share with the people you meet, and the memories and the knowledge and ideas that they leave with you! A
January 28, 2009
All of your lives were pricelss gifts, that i wish i could buy back, but instead i will now have to treat my memories with you like the treasure that they are - Irreplacable; Unique; and Inspirational
January 28, 2009
sören, du großartiger mensch wir vermissen dich!
kraft und liebe für alle trauernden.
niels
January 28, 2009
So jetzt noch eine letzt Moeglichkeit. Es haben schon 9 Leute leute eine Botschaft fuer die Flaschenpost geschrieben wir sind noch immer hier an der Unglueckstelle und werden morgen zu Mittag die Wuensche und Hoffnungen an Hannes und Armin und Vero und Sol und Aris und Zoran aussenden.
schreibt an
caiti_burak@hotmail.com
Viel Kraft und Liebe an alle.
January 28, 2009
hi
also ich kannte nur Johannes. vor mehreren jahren war er mal men Jungscharleiter. Ich kannte ihn relativ gut.
War völlig geschockt als ich das Ünglück mitbekam!
Ich kann kaum glauben dass so viele junge Menschen in so große Gefahr kommen mussten! Aber hey bitte, denkt an die Jahreslosung ” Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich!” Leute betet für alle vermissten! Ich glaube wir sollten die Hoffnung nicht so schnell verlieren, auch wen die chance unglaublich gering ist!
January 28, 2009
Tomorrow night is the night we throw our last messgaes out to the ocean and i will come to check my emails once more tomorrow.
Love to you all
January 28, 2009
ein borrible hat unsere welt verlassen.
in tiefer trauer
m.
January 29, 2009
Soviel Dummheit… Ich hoffe die Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen. Ich habe das fuer die Darwin Awards nominiert.
January 29, 2009
@sm warum sieht Du nur den Splitter im Auge Deines Bruders, aber nicht den Balken in Deinem eigenen Auge?
Hier ist die Zeit zu trauern, zu trösten und Andenken, Andacht zu halten für einige wunderbare, begeisterte, lebensfrohe und engagierte Menschen.
Ich habe hohe Achtung vor ihnen, weil sie ihr Leben angenommen und gelebt haben, weil sie nicht mit Jammern über diese schlechte Welt aufgehalten haben, sondern jede Gelegenheit beim Schopf gepackt haben, die Welt jeden Tag ein klein wenig besser zu machen. Wer etwas macht, der läuft auch Gefahr Fehler zu machen.
Vielleicht kann man ja all die sicher auch gut gemeinten Kommentare zu Fehlern und so in einen eigenen Artikel schieben. Halt einen für die machen, die hier gedenken wollen und einen für die guten Ratschläge, Tipps und Angebote zur Hilfe …
Ich denke jeden Tag an die Angehörigen, vor allem die Eltern dieser jungen Menschen und bete für sie um Kraft und den frohen Mut, den ihre Kinder hatten, damit sie nicht hadern müssen, damit nicht der Schmerz und die Trauer ihre täglichen Begleiter werden, sondern dass sie aus der Lebensfreude ihrer Kinder, ihrem Mut und Engegement Kraft schöpfen können und sie mit einer befreienden Liebe in ihrem Herzen bewahren können.
Ich kann ihre Zerrissenheit spüren zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen “warum nur?” und Trauer …
Es ist so so schwer ein Kind zu verlieren, aber verloren sind sie nicht. Das ewige Leben gibt es, auch wenn man nicht an Gott gleubt, so ist das ewige Leben doch in unseren Herzen und unserer guten Erinnerung.
Ich denke an Euch alle ganz viele gute Gedanken
January 29, 2009
hei an alle leut die hier meinen hier irgendwelche schuldigen zu suche. Ich finds echt richtig miste und traurig. Für eure anschuldigungen ist hier kein platz. Ist der schmerz und die trauer für angehörige und freunde denn noch nicht genug. Wollt ihr den menschen, die eh schon zu tiefst verletzt sind zustälich stiche zuseten?
Nein? Dann überlegt euch genau was hier angebracht ist zu schreiben und was nicht. !!!
January 29, 2009
Eine Webseite fuer gute Tips?
So wie ich’s verstehe gab es weder Rettungswesten noch -Insel, noch anderes vorgeschriebenes Safety-Equipment, noch waren die Leute im Sturm angeleint noch gab es jemanden mit Erfahrung an Bord, bzw. mit irgendeiner seemaennischer Qualifikation, noch wurde ein hochseetaugliches Boot verwendet.
Rettungswesten allein haetten alle oder fast alle gerettet.
Was die gemacht haben war wie Autofahren ohne Fuehrerschein, ohne Gurt, ohne Airbag und ohne Bremsen, es wurden simpelste und bekannte Regeln verletzt. Es gibt hunderte Webseiten “mit guten Tipps”, es gibt hunderte Buecher “mit guten Tipps”, es gibt hunderte Vereine und Firmen die “gute Tipps” anbieten, es gibt von allen europaeischen Staaten Vorschriften “mit guten Tipps”.
Die wurden halt alle ignoriert. Das einzige was da noch bleibt ist der Hammer - Darwin Awards, die Seite wird auch von Nicht-Seglern gelesen, vielleicht denken da ein, zwei drueber nach bevor sie ohne alles Segeln gehen.
January 29, 2009
eintrag von sm bitte löschen, ist pietätlos
January 29, 2009
Hey SM, Du warst dabei und weißt das alles ganz genau. Ich habe da ganz andere Informationen!!!
Wo liegt bei Dir die Promillegrenze für eine Autofahrt? Bei 0,5 Promille??? Dann fass Dich lieber an die eigene Nase!
Niemand weiß, was, wirklich geschehen ist und, ob mehr Sicherheitsmaßnahmen geholfen oder nur das Ertrinken verlängert hätten. Un, wenn Du selbst noch nie in gleicher Situation warst, dann wießt Du nicht, wie Du Dich im Ernstfall verhalten hättest.
Demut, mein Freund, bitte!
January 29, 2009
Als Gruener habe ich keinen Fuehrerschein und bin noch nie selber Auto gefahren.
Die Ueberlebende hat sich AFAIK an eine Isomatte geklammert, d.h. an etwas mit weniger Auftrieb als eine Rettungsweste. Ergo haette eine Rettungsweste zur Rettung gereicht. Niemand wurde an/im Boot gefunden, d.h. niemand war angeleint. Niemand wurde bis jetzt gefunden? Ist das immer noch so? Mit Rettungswesten waeren die Leute laengst gefunden…
Loeschen wg. Pietaetlosigkeit? Na klar, Pietaet ist wichtiger als Nachdenken.
Ich hoffe nur das die anderen hier sich das eine Lehre sein lassen und erstmal informieren bevor Sie “spannende Abenteuer” unternehmen die so abenteuerlich nicht sein muessen…
January 29, 2009
hallo sm, wer auch immer sich hinter den zwei buchstaben versteckt, such dir nen anderen ort für unqualifizierte beleidigungen oder geh arbeiten!!
an admin bitte sm löschen. wir sind so voller trauer, dass keine kraft für so viele unsensible gedanken übrig ist.
January 29, 2009
@sm Du erscheinst mir hier sehr ignorant. Das tut richtig weh.
Meine Oma sagte immer: “Schließ nicht von Dir auf andere!” Wer sagt Dir, dass nicht nachgedacht wird? Weißt Du ernsthaft, welche Fragen sich die Eltern, Geschwister, Freunde und andere Angehörige stellen? Steckst Du in ihren Köpfen, Gefühlen???
Mit welchem Recht urteilst Du so verletzend? Was hat Dich so hart gemacht? Pietät und Nachdenken, auch Ursachenforschung und Konsequenzen ziehen gehören zusammen, unabdingbar! Ohne Respekt und Ehrfurcht wird man keine vernünftigen Antworten finden. Und Du hast offensichtlich nicht nachgedacht und auch nicht nachempfunden, bevor Du das geschrieben hast. Offensichtlich gehörst Du zu den unheilbar Gesunden, die nie einen Fehler machen, die nie eine Gefahr bestehen, weil sie erst gar keine eingehen. Das Leben endet immer mit dem Tod und wir kennen nicht Ort noch Stunde. Nicht alles lässt sich immer vermeiden, selbst unter größten Sicherheitsvorkehrungen. Es gibt immer noch die Unerklärlichkeiten.
Ich verlasse mich ausschließlich auf mein Gefühl und das sagt mir in diesem Fall, dass das Geschehene unvermeidbar war.
Weinigstens ein klein wenig Demut und vielleicht die Einsicht, SM, dass auch Du fehlbar bist, weil eben NICHT der liebe Gott, das würde Dir für Dein Leben gut tun!
January 29, 2009
@Niels - bitte fühle Dich ganz fest in den Arm genommen!!! Ich schicke Dir und Euch allen von Herzen meine guten Gedanken und Anteilnahme.
Deinem Bruder geht es gut, dort wo er ist und er liebt Dich und ist immer in Deiner Nähe. Du wirst es spüren mit der Zeit!! Vielleicht kannst Du meinen Worten vertrauen und wenigstens ein bisserl Trost dabei finden, auch wenn es im Moment nicht wirklich Trost geben kann. Vielleicht kannst Du offen werden für das, was Dein Bruder jetzt für Dich sein kann. Anders als zuvor, aber unendlich nah und liebevoll da, wann immer Du ihn brauchen wirst.
Behalte all die schönen Erinnerungen als großen Schatz, dann wirst Du immer wieder Kraft daraus schöpfen.
January 29, 2009
Siehst du, lieber SM, genau solche unreflektierten Ergüsse helfen keinem weiter. Du weißt nichts, vermutest nur , und glaubst dir dann ein Urteil zuzutrauen .
Damit tust du genau das, was du und manch andere der Besatzung der Taube vorwerfen.
(Wenn du dich wirklich mit dem Fall beschäftigt hättest, wüsstest du mehr: zB, dass die Taube vorschriftsmässig ausgerüstet war. Und allein durch den Trip von Hamburg nach Marokko hatte der Skipper mehr Erfahrung auf See, als mancher Freizeitsegler, der schon 20 Jahre auf der dänischen Südsee rumkurvt)
Wenn die Leute angeleint gewesen wären, hätte niemand eine Überlebenschance gehabt auf einem Boot, das in der Brandung durchgerollt wird.
Aber ich habe trotzdem ein gewisses Verständnis für die Leute, die jetzt die Aktion als verantwortungslos darstellen wollen. Meiner Meinung nach fühlen sie sich auch betroffen, sie können das aber nicht akzeptieren, und möchten sich distanzieren von dem Gedanken: “Ja verdammt , im Grunde kann so etwas jedem passieren, der sich auf See traut, oder in die Wildnis traut, also auch mir.” (Es hat ja auch schon früher an der gleichen Stelle eine amerikanische Yacht, die schon den halben Globus umrundet hatte, genau das gleiche Schicksal ereilt.) Ich bin auch Segler, und war auf vielen Wildnistrips, und wenn ich zurückdenke, gibt es genügend Situationen, wo ich sagen musste: “Au Backe, das war jetzt aber nicht gut, das war ein Fehler!) Ich kam immer noch mal davon, aber nicht durch meine Tüchtigkeit. Und so wird es wohl bei jedem sein, wenn er ehrlich ist.
Also BITTE, BITTE, BITTE: Haltet euch zurück mit solcherart Kritik und Schuldzuweisungen. Es verletzt die Angehörigen und Freunde, und ihr qualifiziert euch damit auch selbst ab.
Das heißt nicht, dass man jetzt nicht nach den Ursachen für das Unglück suchen soll. Jedenfalls für mich ist, ist das ein wesentlicher Teil der Trauerarbeit, möglichst genau herauszufinden, was genau passiert ist. Seit einer Woche versuche ich möglichst viel Information zu bekommen, und zu analysieren, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Ich kann mir vorstellen, dass es anderen vielleicht auch so geht.
Ich wünsche allen Angehörigen, Freunden und Wandervögeln jetzt viel Kraft. Ich bin in Gedanken bei euch.
Es ist jetzt wohl zu früh für Zukunftspläne: Aber in meinem Herzen finde ich es wichtig, dass der Migribirdo Gedanke nicht stirbt, dass es weitergeht, gerade jetzt. Lasst uns in diese Richtung Gedanken machen.
Bernd
January 29, 2009
Liebe Wandervögel, hallo Bernd,
auch ich bin der Ansicht, dass es dringend ist, soviel wie möglich über den Hergang des Unglückes heraus zu finden. Als Segler der von diesem Projekt erst durch das Unglück erfahren hat ist es für mich interessant, etwas daraus zu lernen. Für direkt Betroffene ist Information das einzige was ihnen helfen kann das Unglück einigermassen zu erfassen.
Leider ist ausgerechnet auf DIESER WEBSEITE ein Forum der Spekulationen entstanden. Ich würde mir wünschen, hier präziese und wahre Informationen zu finden. Dazu gehört, dass man auch klar stellt was man NICHT weiss.
Schade ist auch, dass diese Seite kaum mehr einen Hinweis auf die Vorgeschichte bietet. Bilder und Film über das Projekt und die Beteiligten geistern heimotlos durch das Internet und werden von Fremden mit Halbwahrheiten unterlegt und weiterverbreitet. Ich bitte Euch:
Pflegt doch das Andenken an die Verunglückten und das Projekt! Ihr habt sie gekannt, kennt Angehörige und solltet die besten Quellen haben.
So hat Ihr einen Blog mit solchen die über die Crew und das Boot abschätzig reden und Trauernden die sich dadurch getroffen fühlen.
Stellt Bilder und Information über das Boot, die Crew, das Projekt, die Idee wieder ein!
Nur so unterbindet Ihr haltlose Spekulationen, nur so ist diese Page den Zurückgebliebenen eine Hilfe, nur so können einfache Segler wie ich aus Fehlern lernen ohne sie selber machen zu müssen. Auch das ist eine Möglichkeit dem vermutlichen Tod der Vermissten ein bisschen von seiner Sinnlosigkeit zu nehmen.
January 29, 2009
What if you slept? And what if, in your sleep, you dreamed? And what if , in your dream, you went to heaven and there plucked a strange and beautiful flower?
And what if, when you awoke, you had the flower in your hand?
Ah, what then? (Coleridge)
Ich wünsche den Traurigen eine große Blume…
January 29, 2009
bin nur sehr, sehr traurig !
wünsche allen die direkt davon betroffen sind
viel kraft das ganze zu verarbeiten und das
sie irgendwann wieder richtig lachen können.
January 29, 2009
Hallo Ihr alle,
Ich bin hier admin (nicht alleine) und hätte nun die Möglichkeit SM zu löschen. Da aber schon so viele, gute Antworten auf ihn Bezug nehmen fühlt es sich nicht gut an diese Einträge zu löschen.
Besonders da dies ich im Fall von Malu auch nur zu mehr Verletzung und Diskussion geführt hat. Ich hoffe ich konnte sie durch eine direkte persönliche Mail wieder versöhnen.
Ich verstehe euer Bedürfnis nach Informationen, will ja selbst auch alles wissen. Aber wir wissen auch kaum mehr als schon in der Presse stand.
Deshalb fällt es uns auch schwer, eine “offizielle Erklährung” herrauszugeben, obwohl es wieder an der Zeit wäre.
Ausserdem will niemand von uns niemand von uns unabgesprochen im Namen des Vereins auftreten, und Absprachen brauchen Zeit.
Was ich sicher sagen kann ist: dass genügend Rettungswesten und auch sonst die übliche Sicherheitsausrüstung an Bord waren.
Falls Ihr etwas loswerden wollt, das nicht hier an die gesammte öffentlichkeit soll, erreicht Ihr mich mit der info (at) migrobirdo -Adresse
Viel Kraft, und Danke für eure tollen Komentare…
Ul
January 29, 2009
ein bier auf die auf seegebliebenen und ein blumenstrauss ins meer.hab mal mit euch gemailt und echt interesse, aber leider keine zeit gehabt mich einzuklinken.keine kritik, sondern ratschlag an die die den gedanken weiterverfolgen- seemann-frau-schaft immer!!! ernstnehmen und an board leben.mein boot is n stueck groesser, und soviel leute an board waeren selbst bei mir ne hoffnungslose ueberladung.bei sturm ist der sicherste platz auf see, wobei natuerlich in ner krassen situation mensch trotzdem sich dazu verleiten lassen kann, richtung land zu steuern… wir wissen nicht den grund dafuer, auch nich, ob lifebelts und westen im gebrauch waren.also…
wie n kumpel so gern sagt, auf see gibts keinen standstreifen.wir koennen nur alles dafuer tun, die moeglichkeit gering zu halten.und das ist oberste pflicht der see-mann-frauschaft, dass muss allen auf einem kleinen segelboot immer bewusst sein.also, nicht davon abhalten lassen unsere ideen auch aufs wasser zu tragen.trotz des unfalls find ichs n richtig cooles projekt! keep on sailing
January 29, 2009
Ihr Verschwundenen, ohne Euch gekannt zu haben wird das Herz mir schwer wenn ich daran denke, dass das Meer Euch verschlungen hat. Ich hoffe, dass Ihr Frieden habt. Eurer Familie und Euren Freunden, die so sehr traurig sind um Euch, wünsche ich, dass sie zu diesem Frieden finden mögen.
Ihr werdet nie vergessen werden.
January 29, 2009
Hannes, du fehlst!
Dein Lachen, deine verrückten Ideen, deine Geräusche, deine Bewegungen, deine Direktheit, deine Unbekümmertheit, deine positive Lebenseinstellung, dein Chaos, deine offene Art auf Menschen zuzugehen…
Und am schlimmsten ist zu wissen, dass sich all das, was ich mit dir erlebt habe nie mehr wiederholen wird!
Du fehlst mir so!
January 29, 2009
Armin ich glaube an dich !!!!
Wir vermissen dich alle !
January 29, 2009
wenn ich die kommentare von sm lesen muss…..
es fehlen mir die worte….
.
.
hannes du du fehlst mir!
ich mach jetzt bald einen djembe-kurs wie ich dir versprochen habe.
ich danke dir für alles
rest in peace
January 29, 2009
@freedom…..vielen Dank für deine Mühe. Auch Dank Deinem Bericht entwickelt sich langsam ein Bild, mit dem wir das passierte besser begreifen können.
@ giorgio…dein letzter Beitrag spricht mir aus der Seele.
Wir wünschen allen verstorbenen Seelen Ihren Weg zu finden, mögen Sie genug positives Karma gesammelt haben um einen neuen guten Weg zu gehen.
IN LIEBE
Hallo ihr Lieben,
leider ist diesem Forum, trotz des traurigen Themas, das selbe widerfahren wie den meisten anderen Foren im Netz. Leute stellen hier aus der Anonymität heraus provokante Beiträge ein, um sich an den dadurch hervorgerufenen emotionalen Reaktionen zu erfreuen.
In der Netzkultur werden diese Menschen als “Trolle” bezeichnet, und es gibt eine allgemeine Übereinkunft, dass das einzig wirkungsvolle Gegenmittel ist: “Don’t feed the Trolls!”
Ich kann euch also nur empfehlen: Lasst diese Beiträge so stehen, auch wenn sie euch tief kränken. Aber fangt nicht an, mit diesen Leuten zu diskutieren oder darauf Bezug zu nehmen. Dies ist kein Ort, zu diskutieren und sich über andere aufzuregen, sondern um Trost zu finden und zu geben.
Wenn ihr mehr zum Thema lesen möchtet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)
\|||/
(o o)
,~~~ooO~~(_)~~~~~~~~~,
| Please |
| don’t feed the |
| TROLL! |
‘~~~~~~~~~~~~~~ooO~~~’
|__|__|
|| ||
ooO Ooo
January 30, 2009
hola un saludo de los piratas de mexico que tengan mucha luz en su largo camino asta pronto a los compas
January 30, 2009
Liebe Angehörige und Freunde der Wandervögel,
als Mitglied der Rainbow-Family ist mir das Migrobirdo-Sailing-Projekt seit längerem bekannt und ich sende euch nun mein tiefes Mitgefühl. Vielleicht ist jemand unter euch, die/der sich dringend einen kompetenten Gesprächspartner wünscht. Ich (m,50) besitze seit vielen Jahren die Erlaubnis zur Ausübung der Psychotherapie, bin hauptberuflich Selbsthilfe-Coach und habe Erfahrung in der - sagen wir einfach - “liebevollen Trauerarbeit”. Selbstverständlich biete ich euch hier keine Psychotherapie an, sondern eher die Möglichkeit, sich auszusprechen und im freundschaftlichen Gespräch achtsame Wege kennenzulernen, die euch die Trauer um eure/n Angehörige/n oder Freund/in erleichtern können. Natürlich ist mein Angebot ehrenamtlich und von herzlicher Verbundenheit mit der Crew der Taube geprägt. Einer Verbundenheit mit Menschen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, andere zum liebevollen Miteinander anzuregen. Ihnen gebührt unser ganzer Dank.
Meine Kontaktadresse ist
trauertaube@gmx.de
Bitte schreibt und ich sende euch meine Telefonnummer und Vorschläge zu Zeiten, zu denen wir ungestört sprechen können, gern auch anonym.
Danke, alles Liebe und viel Kraft
Trauertaube
@admin:
Ich habe euch eine eMail mit meinem Namen, Anschrift und Telefon geschickt.
Ruft ruhig an, sollte etwas unklar sein.
January 30, 2009
Dear Dhara
I am mother Aris/Tamara. I am thanking for message, wished for bi another, when it will be able to be you. My daughter has much heart, potentials and strength. I am proud per her, I believe and I hope strongly…
Mama
January 30, 2009
Und wieder ist ein Posting verschwunden…
Das von B.B.
Wir trauern alle. Aber unterschiedlich. Verklärungen kritische Anmerkungen. Fragen nach dem WARUM auf unterschiedliche Weise. Schicksal, Kharma, Leichtsinn, Verantwortungslosigkeit, Mut, Traum?Es ist schmerzhaft, aber es muß sein….
Traurige Grüße von John
January 30, 2009
Ja, sorry,
aber ich finde es unpassend, einfach ganze Zeitungsartikel hier hineinzukopieren. Wenn ihr Informationen aus der Presse weiterleiten wollt, dann würde es ein Link auch tun.
Auserdem hat “thebrotherofsol” ausdrücklich darum gebeten manche Infos (noch) nicht so zentral zu veröffentlichen.
Ul
January 30, 2009
Also das was “thebotherofsol” wünscht hat oberste Priorität. Zeitungsartikel ohne Quellangaben sind quatsch. Außerdem, wer glaubt unbedingt der Presse. Ich finde auch, das gehört nicht hierher.
January 30, 2009
Es gibt einen neuen Zeitungsbericht (über den Fund von S.): http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/1752445/index.do
So sehr ich die Wünsche der direkten Angehörigen respektiere: Ich kenne eine der vermissten Personen, habe aber keinen Kontakt zu deren Angehörigen. Für mich ist dieser Blog die beste Möglichkeit, neues über den Unfall zu erfahren - viel angenehmer und persönlicher als durch Zeitungsartikel.
Ich wäre deswegen sehr froh, wenn Neuigkeiten über die vermissten Personen auch hier auftauchen - natürlich erst, wenn die Angehörigen informiert sind und nichts dagegen haben.
January 30, 2009
der tod ist nichts.
ich bin nur schon in den nächsten raum geschlüpft.
ich bleibe ich, und du bleibst du.
was auch immer wir füreinander waren, das sind wir noch.
rufe mich bei meinem gewohnten namen,
sprich zu mir - so leicht und einfach,
wie wir es immer getan haben.
lass nicht zu,
dass etwas anders wird in unseren gesprächen.
hülle dich nicht in dunkle trauer oder sorge.
lache - wie wir immer
über unsere kleinen scherze gelacht haben.
bete, lächle, denk an mich.
sprich von mir wie früher,
und lass nicht den schatten
der trauer über meinen namen sein.
das leben ist so, wie es immer war.
es geht beständig weiter.
warum sollte ich nicht mehr in deinen gedanken sein,
nur weil du mich nicht mehr siehst?
ich warte ja auf dich,
ganz in deiner nähe,
nur um die ecke.
h.s.holland,
canon of st.paul’s cathedral
January 30, 2009
Hi,
my name is Valerija and i had a chance to met Tamara, because she was my neighbour for some time. What can i say? She was a sweet girl with big heart and with enormous strenght to change the world,to be a better place.To Slavica,Tamara’s mother:Be strong,have a hope.I know it is hard to except the truth, but anyway,every night before you close your eyes,you know that Tamara was a blessing from God,still is and will allways shine like a star and watch after you;all her familly.After all,God knows why things happen…
January 31, 2009
Liebe Migrobirdos, Angehörige und Freunde!
Ich bin tief betroffen und mit meinen Gedanken bei euch. Ich habe die Taube sowie einen Teil der crew gekannt und kann immer noch nicht glauben, was passiert ist. Ich habe die Taube zuletzt in Spanien getroffen und dem Skipper die Ohren langezogen, als er mir stolz vom 9-Personen-auf-Fahrt-an-Bord-Rekord erzählt hat, leider hat mich niemand ernstgenommen. Trotzdem habe und hatte ich großen Respekt vor eurer Idee und eurem Idealismus - was ihr da als Häufchen “junger Leute” aufgezogen habt ist schon was Besonderes, hinter dem sehr viel Energie und Liebe steckt, auch wenn jetzt alle laut schreien was ihr alles nicht bedacht habt.
Was ich nun, trotz allem Verständnis für lähmende Trauer, an euch kritisieren muß: Eure Informationspolitik! Natürlich habt ihr keinen Bedarf, die sensationsgeile Boulevardpresse mit dramatischen Einzelheiten zu füttern und die Angehörigen der Verunglückten ins Rampenlicht zu zerren. Und natürlich müssen sich besonders die Vereinsvorstände gut überlegen, was über Beladung, Befähigung der skipper und Sicherheitsausrüstung überhaupt noch veröffentlicht werden darf - die BSU und die Staatsanwaltschaft reiben sich bestimmt schon die Hände. Aber nichts desto trotz: Viele Menschen haben euer Projekt die letzten 1,5 Jahre begleitet und unterstützt. Mit euch geträumt, geschuftet, gesegelt, gefeiert, diskutiert, gebastelt etc. .
Viele Menschen haben die Taube mit ihren wechselnden crews unterwegs getroffen und mit ihnen gefühlt und melden sich jetzt auch hier im Forum zu Wort. Für viele ist es wichtig, mehr zum Unfallgeschen zu erfahren - auch für mich. Nicht aus Geilheit, sondern um das Geschehene verarbeiten zu können. Und um hierfür nicht auf Spekulationen aus diversen Internetforen und eben die Bild-Zeitung angewiesen zu sein. Und ihr werdet durch die Überlebende längst wissen, was geschehen ist. Ob die Taube den Hafen von Mahdia trotz des Risikos anlaufen MUSSTE, weil es vorher im Sturm zu schwerden Schäden gekommen ist oder ob es wirklich eine Fehleinschätzung war, wie die Medien behaupten. Ob das Boot in der Brandung “durchgerollt” wurde oder sich -wie im Yachtforum behauptet- durch Ziehen des Schwertes zur Seite gelegt hat? Ob das Schiff wirklich schon IM HAFEN war und womöglich deshalb die gesamte crew schon ungesichert an Deck stand als ein 8m-Brecher von Hinten kam. Ob überhaupt jemand noch die chance hatte von Bord zu kommen oder der Großteil der crew unter Deck war und das Boot sofort gekentert ist (Ich habe einige sehr hochwertige Rettungswesten auf der Taube gesehen - wie erklären sich die vielen Vermissten??). Wieviele crewmitglieder noch vermisst werden. Und ob die Taube mittlerweile gefunden wurde und womöglich weitere Aufschlüsse gibt.
Ihr würdet einigen Leuten seht helfen, mit dem Geschehen klarzukommen und es zu verarbeiten - ich selber male mir fast jede Nacht beim Einschlafen die verschiedensten Szenarien aus. Als Segler und Sympathisant eures Projektes läßt mir das einfach keine Ruhe…!!
Liebe und Kraft
h.p.
January 31, 2009
Habe vorhin von dem tragischen Unfall gehört und bin schockiert. Ich habe von Migrobirdo vor über einem Jahr gehört gehabt und einen der Teilnehmer ein einziges Mal getroffen.
An dieser Stelle möchte ich den Verwandten, Freunden und Bekannten mein Mitgefühl aussprechen und hoffe für uns alle das es noch mehr Überlebende gibt. Wir sollten mit unseren Gedanken bei den Betroffenen und deren Verwandten und Freunden sein und im Gebet (egal welcher Glaubensrichtung) an sie denken und uns nicht mit Schuldfragen oder Vermutungen zum Hergang des Geschehens beschäftigen.
January 31, 2009
Ich möchte der Familie von Armin (natürlich auch den Anderen!!!), die ich kenne und sehr sehr schätze, sagen, dass ich täglich an sie denke und hoffe, dass sie irgendwie mit diesem unendlichen Schmerz leben können und sich vor Allem keine Vorwürfe machen! Es gehört zur großen Stärke eurer Familie, wie ich finde, dass ihr eure Kinder frei lasst, dass sie ihre Träume verwirklichen können und wirklich leben! So etwas Schlimmes ist dadurch natürlich immer möglich (jedoch auch in einem “normalen” Leben), aber ein Risiko dass das “frei-sein” mit sich bringt.
Mit viel Liebe und Mitgefühl wünsche ich euch ganz viel Kraft
January 31, 2009
drusba
du sagst es!
Im übrigen wissen die Behörden bereits was es zu wissen gibt. Dort ist man nicht auf diese Informationsquelle hier angewiesen. Anderst als wir.
Und warum habt Ihr den Beitrag von giorgio nicht freigegeben in dem er zum Taube-Video verlinkt?
January 31, 2009
January 31, 2009
hier ein Statement von Livi, Sie zeigt uns was der Traum der Teilnehmer war…:
http://livi.blogsport.de/2007/09/28/unsere-schiffe-und-mein-erster-langer-text/
das erklärt vieles, gibt antworten, finde ich
January 31, 2009
:drusba Ich kann Dir nur beipflichten…
Man sollte auch nicht vergessen, dass es trotz dieses
Unglücks unter Umständen Menschen gibt, die das Ziel
und den Traum von Migrobirdo nicht aufgeben und evtl.
jetzt erst recht weiterführen wollen. Etwaige Sponsoren die auf das Projekt aufmerksam geworden sind, werden durch eine derartige Informationspolitik
nicht gerade motiviert sich zu engagieren…
Auch wenn es den Verantwortlichen im Moment schwer fällt.
January 31, 2009
Sie lebten nich so lange wie wir uns das alle erhofft hatten aber sie lebten ihren Traum und erlebten Sachen die wir unser ganzes leben vielleicht niemals erleben werden!
-Sie waren frei!-
January 31, 2009
Zumindest das Verhalten des Vereines NACH dem Unglück ist in Bezug auf die oben beschriebene Informationspolitik absolut unprofessionell! Gerade dadurch werden wilden Spekulationen Tür und Tor geöffnet.
Ich finde, dass momentan viele Chancen auf Verständnis - auch für künftige Projekte- falls es die noch geben sollte - verschenkt werden.
Eigentlich sehr schade!
Grüße, Bernhard
January 31, 2009
Ihr habt recht, und wir sind konkret dran alles zusammenzuschreiben was wir wissen. kommt spätestens morgen.
February 1, 2009
liebe besucher dieses forums,
laßt “dem verein” doch zeit, zu reagieren. das sind alles auch “nur” menschen, keine an PR-aktionen gewohnet professionelle medienarbeiter - soweit ich weiß sogar “nur” menschen, die allein durch die persönliche verbundenheit zu den betroffenen in die situation geraten sind, nun “der verein” oder in sonst einer rolle zu sein und antworten geben zu müssen. öffentlichkeitsarbeit ist an sich sicher wichtig, aber die persönliche situation geht in diesem falle vor.
alle direkt betroffenen (also angehörige) sind (soweit ich als angehöriger weiß) direkt informiert - hier muß sich niemand zum ‘rächer der enterbten’ aufschwingen.
und die, die den betreibern und den ideen des projektes wohl gesonnen sind / ihnen respekt zollen, sollen sich doch bitte noch ein wenig gedulden. auch aus respekt vor den betroffenen und den initiatoren.
es wird, soweit ich heute gehört habe, eine erklärung vorbereitet, die darlegt, was an gesichertem wissen über den hergang des unglücks bekannt ist. die verarbeitung des erlebten ist aber für alle beteiligten primär; die öffentlichkeitsarbeit kommt erst (und frühestens) danach
@bernhard: dieses unglück ist keine PR.aktion. falls Du dem verein hilfe bezüglich seiner selbstdarstellung anbieten kannst, wende dich bitte direkt an ihn(über den admin dieses forums). ansonsten: laß doch bitte die angehörigen in ihrer unprofessionalität, betroffenheit etc, so wie sie sind, …und so sehr als MENSCHEN, die sie sind. menschen sind nicht perfekt - aber liebenswert!
(das hier ist kein fernsehen und es gibt auch keine PR.berater… und keine werbeblöcke… das ist wirklich echtes leben! mit besserwisserei ist keinem geholfen…)
es lebe das leben!
ramos
February 1, 2009
es ist sehr veständlich, dass ein solches ereignis viele “trifft”, also in ihrem innersten aufwühlt. jeder wird wohl direkt auch an seine eigenen ängste erinnert.. und auch an seine eigenen ideen, sehnsüchte, träume…
Jeder(!) von uns lebt sein eigenes leben - ist selbst dafür verantwortlich und muß sich (spätestens am ende des lebens, aber eigentlich jeden tag) fragen lassen: “wofür?” was hast Du heute für die ‘verbesserung der welt’ getan? was hast Du getan, um Deinen träumen (oder dem, was Du sagst, dass sie seien) näher zu kommen?
diese fragen treten bei solchen situationen bei uns allen ans tageslicht. und natürlich auch die damit verbundenen zweifel. und das einzige, was wir (also diejenigen, die nicht auf dem schiff waren und nicht die direkten angehörigen der vermissten / toten sind) aus dem ganzen lernen können, ist: offen zu sein für die antworten, die wir selbst auf diese fragen spüren - in unserem innnersten.
wirklich mal nachdenken, was das leben, das wir führen, für uns und für unseren lebenstraum bedeutet… oder ob da doch noch was zu tun wäre auf dem weg hin zu einem “leben in freiheit”, hin zu selbstverwirklichung und selbstachtung. und einem leben, was sich seiner (meiner/deiner) ziele bewußt ist.
- die trauer der angehörigen umarme ich und ich sende unendliche liebe und trost zu jedem einzelnen.
- die aufgebrachtheit der nicht-beteiligten sei ignoriert. vielleicht werden auch sie selbst eines tages erfahren, dass sie fehlbar sind.
‘was für mich bleibt als ‘erkenntnis’ aus dem geschehenen, ist ein aufruf an die selbst-erkenntnis aller menschen - also auch deiner, lieber leser: “tue was du willst”… aber in aller konsequenz!
in liebe
ramos
February 1, 2009
Danke Ramos!!
“Leben in Freiheit”
Den selbsterschaffenen Käfig sprengen.
Was Du, lieber Ramos sagtest, werden wohl viele im Innersten spüren.
Manche würgen es ab, und sind im Grunde froh, dass dieses Unglück ihnen die Rechtfertigung dazu liefert.
Doch Manche lassen sich auch berühren, und erfahren einen Anstoß für sich selbst, für ihr eigenes Leben.
Eine feste Umarmung an alle Angehörigen, Freunde, und an alle, die sich aufgewühlt und betroffen fühlen.
Bernd
February 1, 2009
“tue was du willst”… aber in aller konsequenz!”
Ja, aber mit Bedacht und JEDE/R mit aller notwendigen Vorsicht, damit es es möglichst lange getan werden kann!
Lieber Ramos und liebe Kommentatoren der letzten Tage,
seit anderthalb Wochen lässt mich das Schicksal der “Taube” nicht los. Tagelang habe ich gesucht nach Ursachen für dieses entsetzliche Unglück, nach Namen der Vermissten, um eben nicht nur um drei Deutsche, eine Dänin etc. zu betrauern sondern Menschen, die einen Namen, ein Gesicht und eine Farbe haben. Trotz der mangelhaften Information habe ich viel erfahren bei meiner Suche. Spüre und weiß aber, dass auch vieles fehlt, warum auch immer.
Vor 30 Jahren hätte ich mich den Migrobirdos sehr nahe gefühlt (auch wenn ich sicherlich aus welchen Instinkten auch immer nicht derart unbedarft mitgefahren wäre), heute trauere ich um sie und mag mir die Verzweiflung der Angehörigen kaum vorstellen. Ich denke an Sie alle, an die Mütter und Väter, Brüder und Schwestern und Freunde und Freundinnen. Auch ich bin Mutter eines segelnden Sohnes mit all den Ängsten, die eine Atlantik-Überquerung begleiten.
Es ist in all den Beitägen der vergangenen Tage mehr als genug dazu gesagt.
Dieser, mein Beitrag hat nur ein Ziel: ich möchte an alle trauernden Freunde, Freundinnen und Sympathisanten appellieren, bei der Fortführung der Projekte (und Ihr werdet es sicherlich versuchen!) Euch die notwendige Geduld, Vorsicht und auch die Einsicht in die Grenzen der eigenen Fähigkeiten zu erlauben! Was taugt ein Traum, wenn er so schnell ausgeträumt ist? Wie schön und wie wertvoll für uns alle wäre es gewesen, die Ideale reifen zu sehen, von den kühnsten Visionen zu den ganz alltäglichen Realitäten, klein-klein überall und handfest umgesetzt. Genau dazu braucht es Rettungswesten, die auch getragen werden oder im Zweifelsfall viele Tage im Hafen!
Ich habe kein Verständnis für manche Schärfe der letzten Tage in diesem Blog, es geht nicht darum, wer Recht hat, es geht darum, wie Menschen, wie die Migrobirdos nicht zu Schaden kommen und das tun können, wovon sie geträumt haben, mit Achtsamkeit für sich selbst, weil es sonst eben nicht geht!(und das hat nichts mit “bürgerlichem Sicherheitsbedürfnis” zu tun).
Ich kannte niemanden, hörte lediglich eine Radiomeldung, versteh nur ein bisschen vom Segeln, war aber völlig entsetzt, weil es junge Menschen traf, - wie wir es mal waren und die mehr Glück in ihrer Zeit hatten -, ohne viel Geld, mit Idealen, Initiative und dabei auch einer Portion Übermut (oder der Unfähigkeit an der richtigen Stelle “Nein” zu sagen)!
Drusba, Du hast mir aus dem Herzen gesprochen.
Ramos, über “in aller Konsequenz” würde ich nochmal nachdenken.
Meine Anteilnahme gilt allen Angehörigen!
February 1, 2009
damit das mit “in aller konsequenz” nicht in den falschen hals gerät, möchte ich das noch ein wenig erläutern. konsequent handeln heißt ja nicht, verbohrt oder verbissen oder starr ein ziel zu verfolgen; um die konsequenzen deines handelns zu sehen, möglichst schon während du handelst, mußt du sehr wach, flexibel und liebevoll sein. und trotzdem: um dich von deinem ziel nicht abbringen zu lassen, mußt du konsequent das tun, was du tun willst. also tue, was du willst.
oder mit anderen worten:
alles, was du tust, tust du selbst.
und absolut alles, was du tust, hat konsequenzen - magst du sie jetzt bemerken, später oder vielleicht bemerkst du selbst sie ja auch nie.
aber sei dir dessen bewußt.
weil das so ist, solltest du auch immer nur tun, was du willst. eingedenk der konsequenzen und mit aller konsequenz.
das leben ist endlich - und kann so verdammt schnell vorbei sein.
und es wäre schade, wenn du erst am ende des lebens bemerkst, was du alles hättest tun können.
das ist eine große lektion, die wir hier alle lernen dürfen.
ramos
February 1, 2009
Leider ist dieser Blogeintrag von Livi, wie ich finde etwas untergegangen.
Er ist schon etwas älter, aber er zeigt das die Idee sehr schön und die Pläne für die Durchführung dieser Idee garnicht so unvernünftig waren, wie immer wieder von Kritkern behauptet wurde.
Es bleibt natürlich die Frage der späteren Umsetzung.
http://livi.blogsport.de/2007/09/28/unsere-schiffe-und-mein-erster-langer-text/
Ich finde man sollte dem Verein zubillligen, dass in dieser schweren Situation, der Verein für eine seriöse Reaktion etwas Zeit benötigt. Durch Schock, Hoffnung und Trauer ist es verständlich, dass die Antwort etwas Zeit braucht.
Ich habe überlegt wie man verhindern kann, das Trauernde und Kritisierende sich hier weiter in die Quere kommen.
Vielleicht sollte der Verein eine reine Kondolenzseite schalten und eine Diskussionsseite. Aber dafür ist es vielleicht etwas spät …
Farewell Taube
February 1, 2009
Liebe Trauernde und Hinterbliebene!
Vor mehr als 50 Jahren versanken mit dem Segelschulschiff “Pamir” viele junge Leute im Alter der Taube-Besatzung. Meine Großeltern trauerten um den nicht wiedergekehrten Sohn und litten darunter, niemanden beerdigen zu können.
Ein Trost war ihnen die Gedenktafel in der Hamburger Katharinenkirche.
Auf der ersten Tafel, die mittlerweile ausgetauscht wurde, war ein Spruch vermerkt von Hans Leip, den ich in seinem Sinn immer noch schön finde:
Was auch die See verschlang, die Zeit verschlang das Weh, ewig bleibt die See.
Vielleicht ist er auch Euch ein Trost.
February 1, 2009
@rramos:…laßt “dem verein” doch zeit, zu reagieren. das sind alles auch “nur” menschen, keine an PR-aktionen gewohnet professionelle medienarbeiter - soweit ich weiß sogar “nur” menschen, die allein durch die persönliche verbundenheit zu den betroffenen in die situation geraten sind, nun “der verein” oder in sonst einer rolle zu sein und antworten geben zu müssen……
Wenn man im Netz recherchiert, gewinnt man im Gegenteil den Eindruck, daß Migrobirdo ganz wesentlich eine PR-Aktion war/ist. Inclusive öffentliche Mitsegelangebote an Wildfremde! Und er “Verein” hat Mitglieder, die im Rahmen des Vereinsrechts Verantwortung für bestimmte Bereiche haben. Von wegen nur Menschen, die da nun in irgendeine Rolle geraten. Gerade diese proklamierte Verantwortungslosigkeit ist es, die nun einen sehr bitteren Beigeschmack hinterläßt.
Ich kannte Johannes, war mit ihm im Theoriekurs für einen Segelschein und bin als Segler sehr betroffen. Inzwischen auch betroffen davon, daß die Freundes- und Unterstützerschar von Versäumnissen und Fehleinschätzungen offenbar nichts wissen will. Aber die Seglerschaft wird keine Ruhe geben bis zur Klärung der Katastrophe!
In Trauer
John
February 1, 2009
@ Danke Norne - sprichst mir aus dem Herzen.
@Ul
Ein Freund von mir wird noch vermisst. Wir wollen kein Statement oder Erklärungen vom Verein über die Unglücksursache - aber es wäre schön wenn es ein tägliches Update zu den Bergungsarbeiten geben würde, damit man nich stundenlang im Internet googlen und sich seinen Teil aus der Presse zusammenreimen muß. Ich denke dazu ist der Verein auch in der Lage.
Danke
Werner
February 1, 2009
@Norne&John&Drusba
Danke für Eure Beiträge
@ ramos
Unreflektiertes, pathetisches Geschreibsel…das ist hier unpassender als die sogeschimpften “Besserwissereien”.
zu den kommentaren, für neue wege “mit und für” mutter erde, für hannes und die migrobirdo crew
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Hallo Ihr alle die diese Nachricht/Mail bekommen,
Ich schreibe hier etwas zu den Kommentaren auf dem blogspot, zu den zusammenhängen, und es ist mir wichtig.
wisst Ihr was mich am meisten berührt ist, das insbesondere hannes als focusierer, und dann die crew, den TRAUM, die Vision Migrobirdo erstmals manifestiert haben. Auch wenn es gerade dunkel erscheint. (für die das sehr dunkel erscheint, macht mal die nachrichten im radio oder fernseher an, die news aus dem “system”)
es geht nicht darum etwas besser zu wissen oder besser zu sagen oder besser zu denken. es geht darum es auf die erde zu bringen um neue wege mit herzen zur mutter erde zu bahnen, wege für familien, menschen, unsere kinder und personen, die nach uns kommen und auch schon da sind. um dann vielleicht auch genau diese wege zu begehen und zu leben und vor allem weiterzubahnen, für unsere kinder und für die jüngeren. Das ist es was man traumpfade (wanderwege) nennt. genau das ist es was auch wir hier auf der naturinsel drachenmühle tun. das die wege teilweise extrem schwer sind, das sollte jeder wissen. wie sich die extreme ausdrücken spielt nur untergeordnet eine rolle, wenn man den nebel durchschaut!
(wie sagt der drache auch, wer zulange ins licht schaut wird blind auf erden! dann kommt auch dunkelheit!)
nur durch wirkliche unterstützung werden wir alle weiterkommen. genau deshalb ist es erstmal wichtig bestimmt dinge zu akzeptieren und anzunehmen die dort leben und passieren, den das da bestimmt dinge passieren, kann oftmals der grund sein warum der traum überhaupt durchkommt ins manifestieren. ganz klar das der dualismus dort eine rolle spielt, wann immer wir über irdische dinge reden und manifestieren. ich habe hannes immer meinen ganzen respekt gegeben und er hat mich nie enttäuscht !!! hannes ist jemand der es geschafft hat, nicht nur irgendwo mitzumachen, sondern der selbst manifestiert hat, aus sich heraus. der selbst die erde verstanden hat, die konsequenz wege zu gehen für eine mutter erde die auch dunkle seiten hat ! die es anzunehmen gilt. diese metapher wird jede/r eines tages begreifen müssen.
vielleicht als tip damit es leichter weitergeht für andere projekte und auch dieses : für die, die nur mitmachen, ist es wichtig dort loszulassen wo probleme entstehen durch einen selbst, dort sollte man/frau bestens aufpassen und sich nicht einmischen. Was hannes betrifft, das ist es was er immer getan hat in meiner gegenwart, er hat sich nie wirklich in probleme eingemischt oder probleme “hier” gemacht, das nenne ich selbstverantwortung ! das es focalizer gibt die eben mehr verantwortung tragen als andere ist sehr wichtig, denn ohne geht es ja nicht in wirklichkeit. beispiele haben wir genug. chefs brauchen wir keine, aber respekt für focalizer die verantwortung tragen können und nicht nur so tun. focalizer tragen die meiste verantwortung, deshalb ist es auch immer etwas schwerer für sie loszulassen in bestimmten momenten. wenn die nicht unterstützt werden dann gibt es ganz klar probleme. auch wir/ich hier auf der naturinsel drachenmühle habe/n es nicht leicht und besserwisser, mitläufer oder nicht verstehen wollende gibt es genügend. meistens ist es so, das genau diese menschen ihren eigenen traum nicht wirklich manifestiert bekommen, nicht auf die erde bekommen oder einsam, ego, sind und eben als einzelläufer umherschweifen oder eiern, dabei anderen mehr probleme bereiten als helfen, weil sie einfach nicht mit respekt, in die ganzheit der situation, fühlen und akzeptieren. Zu starkes ego ist dort das problem ! die personen und menschen die dann wieder gehen und probleme zurücklassen, ja die gibt es leider genügend, da ist es nicht immer leicht sein herz ganz offen zu lassen. zu oft wird man respektlos (obwohl man es sagt) verletzt und das hilft der vision nicht wirklich. deshalb auch ein aufruf an alle, respektiert die menschen und personen die diese neuen wege bahnen und schaffen, kommt nach und helft mit, unterstützt, dass diese wege mit herz zu mutter erde (wieder) begehbar werden. oder bahnt selbst wege, aber nicht nur im kopf oder dann als mitläufer so tun !!! wenn ihr merkt das es nicht geht, geht selbst wieder bevor schaden passiert, hinterlasst keinen zorn oder negative energie hinterlasst nicht noch mehr probleme als ihr schon vorfindet. sonst lebt durch euch auch zorn und eure probleme mit. redet nicht schlecht über die, die diese wege bahnen, sonst werden die wege nicht zum glücke kommen. wenn ihr z.B. als einsamer wolf unterwegs seit, respektiert die familien die ihr findet. gebt gut acht was ihr tut und redet. viele von uns gibt es nicht, aber es kann reichen für neue wege mit herz zu mutter erde und nicht gegen sie. schwer ist es allemal und alles können wir nie verstehen.
was wir menschen und personen brauchen sind : familien, menschen und personen die diese wege bahnen. so wie pionierpflanzen den boden vorbereiten für ein ökosystem das sich eines tages selbst erhält.
migrobirdo lebt noch immer, das kann jede/r fühlen !!! Ich wünsche mir das der weg mindestens nach südamerika erreicht wird.
ich hoffe die vision findet neue freunde und alte die weitermachen. wir haben dazugelernt, das können wir durchaus nutzen.
wenn ich so hinter dem baum vorschau, auch zu mir selbst, nochmals ganzen respekt für das was solche personen und menschen träumen und dann manifestieren.
respekt !!!
das sind meine worte in liebe.
drachenbruder christian sven
February 2, 2009
EIN TRAUM,
…noch nicht ganz ausgeträumt,
erwacht in mir zum Leben.
Er ruft mich auf zum Widerstand,
nimmt liebevoll mich bei der Hand,
führt mich dann in den weiten Raum
der Phantasie - der liebe Traum.
So, wie ich bin läßt er mich sein,
ich lade dich zum Träumen ein.
Du brauchst dir selbst nur Freiheit geben -
ein Traum noch nicht ganz ausgeträumt,
erwacht dann auch in dir zum Leben.
Georgia Wörle (jetzt Farys) (Offen für Dich, EOS Verlag)
February 2, 2009
Lieber Sven Christian,
auf der Taube war in höchster Not kein Focalizer gefragt, sondern ein erfahrener und verantwortungsbewußter Seemann. Wenn Ihr in der Drachenmühle auf die Mithilfe von Wandergesellen zurückgreift, dann sicherlich deswegen, weil sie ihr Handwerk beherrschen und in ihren Berufen Verantwortung gelernt haben. Wenn ein Handwerksgeselle Euch ein Dach aufsetzt oder eine Mauer hochzieht, dann greift er auf eine lange Kette von Erfahrungen zurück. Er ist durch Prüfungen gegangen, in denen er nachweisen musste, ob er diese Erfahrungen in sich aufgenommen hat. Unsere Gesellschaft reflektiert Erfahrungen, die über Jahrtausende gesammelt wurden, im Guten wie im Schlechten. Besonders wer sich an Naturgewalten messen möchte, z.B. auf hoher See oder im Gebirge, muss ausgebildet sein; er muss die Erfahrung der Vergangenheit in sich aufgenommen haben und vor anderen Nachweis darüber führen, indem er sich Prüfungen unterwirft und diese auch besteht. Alles andere ist Hybris und verantwortungslos.
February 2, 2009
Hallo TotaK,
gerade in höchster Not ist es besonders schwierig “richtig” zu handeln. Was richtig und was falsch war, das weiß man auch als super erfahrener Mensch nur allzuoft erst hinterher.
Ich kenne Situationen in meinem Leben, wo ich aus dem Bauch heraus über Leben und Tod eines meiner Kinder entscheiden musste. Ich hatte immer das richtige Gespür, Gott sei Dank, obwohl ich selbst völlig unerfahren und jung war. Aber die erfahrenen Ärzte hatten mir jedesmal, wenn ich mich gegen ihre Vorhaben gestellt hatte von Herzen gedankt, dass sich es getan habe.
Hätte ich nicht das richtige Gespür gehabt und mein Kind wäre gestorben - nicht auszumalen, was man mir alles nachgesagt hätte.
Wenn es um Sekundenbruchteile in der Entscheidung geht, dann entscheidest auch Du sehr sehr schnell und aus dem Bauch heraus - und hoffentlich richtig.
Der Unterschied zwischen richtig und falsch ist so hauchdünn. Selbst mit viel Erfahrung trifft man schon mal eine “falsche” Entscheidung.
Diese jungen Menschen haben sich wirklich viel Wissen und Können angeeignet, haben einen Traum wahr werden lassen und gelebt. Es hat jeder der Sieben hat für sich entschieden, in dieses Boot zu steigen - mit allem Risiko, das es zu kalkulieren galt. Sie haben niemanden gezwungen.
Bist Du noch nie bei Rot schnell über die Straße gehuscht? Hast Du ein Unterfangen geplant und mitten in dessen Durchführung gemerkt, dass Dir ein paar Aspekte gefährlich unbekannt waren? Hast Du noch nie eine Fehlentscheidung getroffen, von der man von außen betrachtet sagen könnte “verantwortungslos”? Dann sei glücklich darüber und dankbar. Ich bin bald 50 Jahre alt und ich habe schon viele Abenteuer überstanden, die ich eigentlich gar nicht bestehen wollte. Ich musste so oft Dinge entscheiden von denen ich noch nicht einmal eine Ahnung hatte und habe oft sehr viel Glück gehabt. Und ich habe schon viele Entscheidungen getroffen in Bereichen, in denen ich wirklich viel Erfahrung und Kenntnis hatte, die man leicht zur Diskussion stellen kann, über die man diesen Stab der Verantwortungslosigkeit brechen kann, wenn man möchte. Ich habe mir keine Entscheidung je leicht gemacht oder sie gar ohne größtes Verantwortungsbewusstsein getroffen. Trotzdem sind auch mir Fehler passiert. Ich kenne auch keinen Menschen, der immer alles richtig macht. Wir sind nicht der liebe Gott!
Christian Sven hat durchaus Recht mit seiner Betrachtungsweise. Wir müssen alle wieder träumen und Träume wahr werden lassen, Wir dürfen dabei lernen und neues erleben, etwas richtig oder falsch machen. Gott sei Dank hat nicht jeder Fehler ein so tragisches Ende. Aber es hätte auch anders ausgehen können. Dieses Unglück war eine Verkettung vieler unglücklicher Umstände.
Ich hoffe so sehr, dass die, die dieses Projekt mitgeträumt haben weiterträumen und versuchen, es weiterleben zu lassen. Die, die jetzt ihr Leben zurückgegeben haben kennen die “Fehler” nun am Besten und, wenn die Weiterträumenden offen sind für das Transzendente, für Mutter Erden, dann werden die 6 Heimgegangenen ihnen mit gutem Rat und Segen zur Seite stehen.
Hallo TotaK
Was du schreibst kann ich fühlen und gebe dir auch rational Recht.
Ich fühle aber auch die “Heiligkeit” einer Naivität (im Sinne von ursprünglich), bei dem ganzen Projekt “MIGROBIRDO” (z.B. dem Moto “Learning by Doing”). Ich glaube übrigens nicht das die Gefahr unterschätzt wurde, sondern einfach nicht erkannt.
Es hat Ihnen auch anscheinend niemand gesagt und sie wurden auch nicht gewarnt. Deswegen “Naiv”.
Was passierte ist, ist misteriös! Ich kann nicht spüren das sich jemand von der Crew (auf dem Schiff) an Naturgewalten messen wollte (… da fällt mir Rüdiger Nehberg ein …) .
Das Migrobirdo Projekt ist ein Weg und errinert mich an den Alchemisten von Paulo Coelho. Jeder Weg birgt gefahren. Auch deiner ! Vor allem wenn du/wir nicht mehr Naiv sind/bist.
Christian Sven / Dragonmill
“Gott sei Dank hat nicht jeder Fehler ein so tragisches Ende. Aber es hätte auch anders ausgehen können. Dieses Unglück war eine Verkettung vieler unglücklicher Umstände.”
Wohl wahr. Achtung auf der 7.
Kyo
February 2, 2009
Seefahrt is Not (Gorch Fock).
Da ist (immer noch) was dran. Es tut not zur See zu fahren. Die See verbinded. Wer mit offenen Augen und offenem Herzen hinausfaehrt die Welt zu sehen, tut viel fuer das Zusammenleben auf unserem kleinen Planeten. (Mehr wohl auch als der sicherheitsbedachte wassercampende Pauschaltourist.)
Seefahrt is Not.
Auch an dieser Facette des Satzes ist immer noch was dran. Wir haben rostige Eimer verloren, die Pamir mit ihrer Kindercrew, wir haben Moderne Yachten verloren, Moquini, Ouzo, Ole Hoop, die Liste ist unendlich. Das Meer sitzt immer am laengeren Hebel. Immer.
Mit offenen Augen, mit offenem Herzen und leichten Sinnes hinauszufahren in die Welt, das setzt ein klitzekleines Puzzleteil an seinen Platz fuer eine bessere Welt.
Leichten Sinnes … Leichtsinn … ist das schlecht?
Natuerlich! Natuerlich ist das erstmal schlecht! Wir haben uns eine Kultur geschaffen da ist das eben schlecht. Schiffe schwimmen; das ist der Witz daran. Wenn sie versinken ist immer irgendwas schief gegangen. Erschoepfung nach langen Wachen, Kollisionen, Materialermuedung, … die Liste ist so lang und so bedrueckend, dass wer sie zu Ende geschrieben hat, nicht mehr zur See faehrt.
Der Bericht der BSU wird nichts Ueberraschendes bringen. Wie muessen wohl einfach damit leben, dass wir verschiedene, nicht immer vereinbare Ideale haben im Leben. Topmoderne Yachten, hochtrainierte Crews … das hat schon was. Ein RYA ‘Yachtmaster’ Schein, eine 36 Foot Yacht unterm Hintern und ‘common sense’ aus vierzig Jahren Lebenserfahrung … damit ist schon recht sicher zur See fahren. Ob man dann aber noch Kraft, Willen und Idealismus hat die Welt ein kleines Stueckchen besser zu machen?
Topmoderne Yachten, hochtrainierte Crews … das genau wollte die Crew der ‘Taube’ wohl nicht. Das Recht, nein, die Pflicht (!) der Jugend ist leichten Sinnes die Welt zu veraendern. Fuer die, die mit 19 schon zu alt dafuer sind muessen dann andere mit arbeiten an einer besseren Welt.
Wer bereit ist sich fuer das Ideal einer besseren Welt einzusetzen, der gibt immer etwas von unserem Europaeischen Ideal der totalen Sicherheit auf; das ist bei Medecins sans Frontieres nicht anders.
Unsere Ideale im Leben sind nicht immer miteinander vereinbar. Die Jugend – so sie denn gesunden Geistes ist – neigt dazu die Welt ein wenig besser machen zu wollen. Das gesetzte Alter pflegt auf die Sicherheit und die Berechenbarkeit des Lebens zu bauen. Beides hat seine Zeit im Leben.
Man lerne aus Katastrophen aber man sei behutsam beim Urteilen, gar beim Verurteilen.
Einem Segler zum Gedenken:
Denk Dir ein Bild. Weites Meer.
Ein Segelschiff setzt seine Segel und gleitet hinaus auf die See.
Du siehst wie es kleiner und kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwinded es.
Jemand sagt: Nun ist es gegangen.
Ein Anderer: Es kommt.
Der Tod ist ein Horizont und ein Horizont ist
nichts weiter als die Grenze unseres Sehens.
Wenn wir um einen Menschen trauen, freuen sich Andere,
ihn hinter der Grenze wiederzusehen.
February 2, 2009
@Ufo - das hast Du aber schön gesagt! Das finde ich sehr beeindruckend! Und sehr wahr! Auch Dein Bild vom Horizont finde ich sehr sehr schön.
Für mich sind die Sterne die zerschlissenen Stellen im dunklen Tuch, das diese Welt von der Ewigkeit trennt. Ich stelle mir immer vor, dass die Meinen, die schon in der Ewigkeit sind, da durchschauen und herunterwinken und manchmal, da werfen sie mir eine Sternschnuppe zu.
Ein kleines Mädchen, das im Sterben lag sagte zu seiner Mama: “Weißt Du, im Himmel da leben die gestorbenen weiter und schieben die Wolken und die Sonne am Himmel hin und her und machen Regenbögen, wenn sie Lust dazu haben. Ich freue mich darauf und mache Dir immer ganz besonders schöne Bilder an den Himmel!”
February 2, 2009
Jemand schrieb hier auf meine Analyse, ursächlich wäre das Verlassen des Hafens gewesen und der geplante Törn zu lang, die weiteren Ereignisse eine Folge davon.
Dem widerspreche ich klar (ist halt meine Meinung).
Wer nach Südamerika will, sogar wenn er das nicht will und nur Buchtenbummeln an einer beliebigen Küste machen wollte,
der muß trotzdem in der Lage sein, nachts auf See durchzufahren.
Weil sich selbst auf der Ostsee oder im Mittelmeer das Wetter schlagartig ändern kann.
Der jeweilige Skipper muß nur wissen, wann er in welche Häfen einfahren kann und die Handbücher lesen für die jeweilige Küste und infrage kommendne Häfen.
Weiterhin ist es gute Seemannschaft, sich bei Einheimischen vorher über benachbarte Häfen und ihre Besonderheiten (zur Ansteuerung) zu erkundigen.
Dies ist übrigens Lehrinhalt des Grundführerscheins SBF-See, den der Skipper hatte.
Ich betone nochmals:
Hier handelt es sich nicht um ein Unglück, welches durch höhere Gewalt wie die Sintflut über die Crew/den Skipper gekommen ist.
Es handelt sich neutral gesagt um eine Katastrophe,
welche durch grobe Fahrlässigkeit der handelnden Personen, der Crew/des Skippers - letztendlich des Skippers, weil der immer ein Veto/die letztendliche Entscheidungsgewalt inne hat - hervorgerufen wurde.
Warum ich hier so detailliert schreibe:
Weil ich ein Segler bin, weil ich die Ziele der Migrobirdo prinzipiell unterstütze, weil ich die Seefahrt kenne, weil ich die hier lesenden Nichtsegler/Landratten aufklären möchte, damit es nicht zu einer Umdeutung der traurigen und unangenehmen Wahrheit kommt.
Nochmals:
Nichtwissen was in Hafen-/Flußmündungs-/Küsten-Nähe auf sie zukommt = Mangelhafte Seemannschaft, mangelnde Vorbereitung des beabsichtigten Küstentörns bei Afrika ist der Hauptgrund für die Katastrophe, also grobe Fahrlässigkeit.
Auch wenn es der Überlebenden oder anderen Nichtseeleuten so vorkommt, als ob die Monsterwelle aus dem Nichts wie die Sintflut über die crew gekommen sei,
so ist es doch umgekehrt,
die Katatrophe war per Datum, Wetterbericht, Uhrzeit vorhersagbar und damit vermeidbar.
Ein Randaspekt ist der, daß das Boot bereits mit 4-5 Leuten voll besetzt gewesen wäre. Möglicherweise resultiert daraus eine insgesamt fragwürdige Gemütslage (Stichwort Seekrankheit) der großen 7-9 Leute-Crew.
Was dazu geführt haben mag, diesen Hafen anzusteuern statt zum ursprünglichen Ziel die Nacht durchzuhalten.
Aber egal was,
die Entscheidung, zu dem Zeitpunkt unter den herrschenden Bedingungen den Katatrophenhafen anzulaufen, hätte nicht gefällt werden dürfen, weil es mit nur geringer normaler seemännischer Vorbereitung der Crew (damit schließe ich den Skipper ein) bekannt gewesen wäre, was dort passiert.
Ein weiterer Randaspekt ist, daß (u.U. nicht zuletzt durch das überbesetzte Boot) die Crew (inkl. Skipper) vermutlich nicht die Ausdauer hatte, das geplante Ziel weiter anzulaufen, stattdessen die fatale, nein, grob fahrlässige, Entscheidung traf, die Fahrt abzukürzen am Katastrophenort.
Zur Seefahrt gehört manchmal auch das Leiden dazu. Man muß standfest sein, Ausdauer haben.
Die See ist nichts für naive Kinder (im besten Sinne, nicht abwertend gemeint.).
Gerade im Herzen naiv gebliebene sind es, die als großes Hobby oder als Beruf, oder als Leidenschaft die Seefahrt betreiben.
Andere könnten gar nicht die Liebe zur See entwickeln.
Jedoch sollte man recht schnell lernen, die See zu achten, wie die gesamte Natur.
Dazu gehört bekanntlich sorgfältige Planung, Information, zuletzt erst die Durchführung.
Wer das nicht mit der notwendigen seemännnischen Sorgfalt macht, wundert sich dann hinterher, wo es wie hier zu spät ist, aufgrund grober Fahrlässigkeit, nicht durch übermächtige Naturgewalten und nicht durch außergewöhnliche Umstände.
February 3, 2009
Lieber „Segler“ (Im Yachtforum „user“)
Du scheinst es sehr zu geniesen, hier den großen Durchblick zu demonstrieren, und die armen Landratten von ihren verhängnisvollen Irrtümern zu befreien. Deine Analyse ist ja sehr wahrscheinlich in den Grundzügen richtig, Aber diese Erkenntnisse sind ja nicht neu. Nur sehen andere zusätzlich eben auch den menschliche Aspekt. Und das ist wichtig. Weil eben Entscheidungen nicht nur auf rationaler Basis gefällt werden, gar nicht gefällt werden können. Ich war 5 Jahre mit Leuten unterwegs auf expeditionsartigen Trips in der Wildnis. Ich kann ein Lied singen von Fehl- Entscheidungen die bei späteren Betrachten als hirnrissig , dumm und fahrlässig erscheinen, und die gefällt wurden von intelligenten Leuten. Im Nachhinein unerklärlich.
.
Das beste Beispiel für chaotisches unorganisiertes , emotionales Handeln bist ja du selbst. Du postest in wichtigtuerischer, überheblicher Weise deine „Analyse“, bekommst es aber irgendwie technisch nicht auf die Reihe. Statt deinen Fehler zu erkennen und zu korrigieren, beschuldigst du den Admin hier der Zensur, und das auch noch öffentlich im Yachtforum (du hättest ja auch per mail mal anfragen können, was los ist) . Eine Klärung von Seiten des Admins per mail ist auch nicht möglich. Deine E-mail adresse erweist sich als falsch. (haste falsch Abgaben gemacht, oder?)
Meine Güte. Verhältst du dich auf See genauso? Gibst du der See die Schuld, wenn du einen Fehler gemacht hast? Segelst du überhaupt? Oder schwingst du nur große Reden? Konnte dich die See noch nicht solche Charaktereigenschaften lehren wie Besonnenheit, Respekt, Demut?
Ich bin echt sauer, wenn ich so etwas lese. Natürlich ist es wichtig, zu analysieren. Um das Geschehene zu verarbeiten. Und um zu lernen. Aber es ist hier der falsche Platz, sich auf Kosten der Verunglückten sein Ego aufzupolieren.
Sorry, das ist mein ganz persönliches Empfinden. Der Admin hier hier ist besonnener als ich. Das ist gut so.
Bernd
PS.“ Into the wild“ von John Krackauer. Kennt ihr das Buch? Den Film? Ich sehe da viele Parallelen.
Bernd
February 3, 2009
Ja Bernd,
Du liegst leider falsch in meiner Beurteilung.
Ich lasse mich auch nicht darauf ein, auf Deiner persönlichen Ebene zu argumentieren.
Wie Du siehst, habe ich umgehend meinen Verdacht korrigiert, hier, wie im yachtforum betreffs der zensur.
Also alles klar, und Dein beitrag ist wie “Öl ins Feuer gießen”.
da lösche ich es eben wieder aus.
Friede.
Du solltest ebenfalls zur Kenntnis nehmen, daß ich im Gegensatz zu vielen anderen herausgestellt habe, daß das Boot vermutlich tauglich für die Atlantküberquerung war.
Es ist mir völlig bewußt, daß Errare humanum est.
menschen sind menschen aufgrund ihrer fehler, sonst wären sie göttlich.
Allerdings gehört es auch dazu, aus fehlern zu lernen oder andere aufzuklären.
Wenn ich den vergleich des Segelns mit Autofahrt oben lese, sehe ich, wie dringend nötig es ist, über das Wesen der Seefahrt aufzuklären.
In der Tat haben emotionale Entscheidungen in der Seefahrt nicht viel zu suchen, obwohl gerade die Eindrücke auf die zur See fahrenden Menschen enorm sind und manchmal zu Fehlentscheidungen verleiten.
da das bekannt sein sollte einem Skipper, hat er seine Emotionen zurück zu stellen und anhand von fakten zu entscheiden. Diese fakten seiner crew zu erklären, wenn er nicht einsamer Seewolf an Bord sein will. Im Fall der Taube fehlte es sicherlich der crew/Skipper an diesen Fakten, eben keine Info gelesen oder eingeholt über den am Weg liegenden Katatrophenhafen. Und das ist eben grobe fahrlässigkeit, wenn auch menschlich.
Zum trost zum verständnis des traurigen geschehens schreibe ich nun etwas, warum es in einer von Gott geschaffenen Welt überhaupt diese Unvollkommenheit, das Böse, überhaupt gibt.
Die Unvollkommenheit beruht auf dem Werden der Welt. Wir als fehlbare Menschen müssen immer daran arbeiten, an uns, an dem was wir wie tun, damit es besser wird.
February 3, 2009
Hallo Segler,
Danke!!
Entschuldigst du meine dünnhäutige Reaktion?
Ich gebe dir ja völlig recht , was deine Analyse der Fakten, und des Verhaltens auf See angeht.
Was auch ein Problem ist:
Es ist hier in Mitteleuropa nicht mehr üblich selbstverantwortlich zu denken und zu handeln. (alles vorgeschrieben, reglementiert und versichert) Das heißt, kurz innezuhalten, und sich zu überlegen, was für Folgen für mich und andere kann das haben. Dazu gehört eine realistische Einschätzung des eigenen Könnens und Wissens, und eine Einschätzung des Risikos (durch Beschaffen moglichst umfassender Informationen).Man kann das gut lernen auf See, in der Wildnis in der Wüste, eben außerhalb der Zivilisation. Das Fatale ist, dass es dazu aber auch einen Lernprozess braucht, Erfahrungen braucht, . Die am Anfang eben fehlen. Und oft durch Euphorie und Optimismus ersetzt werden.
In Büchern werden die Leute verherrlicht, die Abenteuer erleben, und viele wollen das dann auch : dem Trott entfliehen und Abenteuer erleben. Abenteuer erlebt man, nur, wenn man sich ich in Situationen begibt, denen man nicht gewachsen ist. Es braucht sich also eigentlich niemand was drauf einbilden, ein Abenteuer erlebt zu haben. Trotzdem wird er dafür bewundert. (Es sei denn es geht schief)
Das Überschreiten von Grenzen findet Bewunderung und es ist für junge Menschen auch wichtig.
Es ist ein schwieriges Kapitel. Ich habe keine Lösung. Klar ist es wichtig, jetzt die Fehler herauszustellen, damit wenigstens andere darauslernen können. Ob das aber da ankommt , wo es hilfreich wäre?
bernd
February 3, 2009
Ich finde es wichtig, dass man zugegebener Zeit die möglichen Fehler auflistet, bewertet, analysiert und sich überlegt, wie man sie beim nächsten Segelprojekt vermeiden kann. Einige gute Anregungen hierzu sind ja auch schon genannt worden.
Es geht hier aber nicht darum, mit dem Finger zu zeigen, das Geschehene auf Unerfahrenheit, Leichtfertigkeit und Verantwortungslosigkeit irgendwie zu erklären wollen. Es gibt so so viele Unbekannte, die immer unbekannt bleiben werden.
Ich bin kein Segler und ich habe vor allem Angst, das ich nicht selbst beeinflussen kann - als echtes Kind dieser Sicherheit betonenden, Geld, Gesundheit ewige Jugend und ewiges Leben priorisierenden Gesellschaft. Zeit meines Lebens muss ich über meine Grenzen hinaus gehen, mit Erfolg und auch mit Scheitern. Angst kann helfen, Gefahren zu vermeiden. Aber Angst lähmt auch. Es ist wichtig, damit sich etwas bewegt, auch gefahren in Kauf zu nehmen, die man nicht wirklich kalkulieren kann. Die meisten großen Erfindungen hatten ihre Tücken und provozierten oft Unglücke in der einen oder der anderen Form. Marie Curie ahnte zwar die Gefahr, die von der Suche nach Röntgenstrahlen ausging, aber sie forschte trotzdem - nur ein Beispiel; ich will hier keine Diskussion zu diesem Thema lostretetn;-)
Wer keine Gefahren mehr eingeht, der bewegt sich auch nicht mehr vorwärts. Wir lernen aus unseren Fehlern, sofern wir das noch können. Vielleicht lernen wir auch aus den Fehlern anderer.
Wer glaubt, dass diese jungen Menschen allein dem Alltagstrott entfliehen wollen und Abenteuer bestehen, der ist auf dem Holzweg. Sie haben ein Ideal, einen Traum, den sie auf ihre Art und mit ihren Mitteln, Vorstellungen und Fähigkeiten wahr machen wollen. Sie gehen andere Wege, als wir “Alten” es tun würden, sie stellen andere Ansprüche ans Leben. Und - sie müssen erst noch lernen, dass VOR-Stellungen, wie der Name schon sagt, allzu oft im Weg stehen. Aber sie sind gewillt zu lernen, sie hören zu, selbst wenn sie dann vielleicht anders entscheiden, als man ihnen geraten hat. Aber es ihre Entscheidung und ihre Verantwortung, derer sie sich auch voll und ganz bewusst sind.
Es gibt Fehler in diesem Fall, klar, und Pech auch. Aber es gibt keine Schuld!
Weder die Verherrlicher von Abenteuern, noch die ideenbeladenen jungen Menschen, die so freudig und naiv vor sich hinleben (haben sie das denn überhaupt??? Wissen wir “Fremden” so viel von ihnen???, nicht die Eltern, die Gott Lob ihren Kindern Mut zum Leben mit auf den Weg gegeben haben, nicht die Ratgeber, deren Rat vielleicht in den Wind geschlagen wurde - NIEMAND ist daran SCHULD. Es ist passiert, so wie so viele Unglücke jeden Tag passieren. Die einen bewegen uns mehr, die anderen weniger, oft hätten wir es besser gemacht (glauben wir wenigstens) und oft ganz genauso.
Wir sollten nicht urteilen, sondern unterstützen, den Kontakt suchen und sachlich unsere Ideen für die nächste Expedition vortragen und argumentieren, ohne Besserwisserei, mit viel Achtsamkeit und auch dem Mut der klaren Worte.
Es sollte dringend eine neue Expedition geben und viele mutige Menschen, die unsere Welt ein wenig heller und schöner und fairer machen wollen. Sie braucht es so dringend und wir alle mit!
February 3, 2009
Die Welt wurde durch diesen unnötigen Verlust weder heller noch schöner oder fairer.
Es ist gerade mal 2 Wochen her das wir Freunde verloren haben, und du, Tim, hast nix besseres zu tun als auf die zentralen Fragen den Deckel draufzudrücken - damit die Heiligkeit des Skippers und der Sache bloß nicht in Frage gestellt werden.
Noch dazu rufst Du jetzt schon zu einer neuen Expedition auf, wo die Verunglückten und das Boot noch nicht mal vollständig geborgen sind.
Deine Argumentation - damit haben sich Tausende Nazis vor 70 Jahren auch versucht freizusprechen - Naivität, Jugendlicher Leichtsinn, es war ein “Unglück”, man konnte es nicht verhindern….
Ich finde das zutiefst verletzend und es ekelt mich an.
February 3, 2009
@Werner Es tut mir sehr leid, dass Du mich so missverstanden hast. Es ging mir keinesfalls um “Deckel draufzuhalten” und ich will niemanden frei sprechen. Das steht mir genauso wenig zu, wie verurteilen. Die Dinge müssen geklärt werden, das habe ich auch klar gesagt.
Ich rufe auch nicht dazu auf, dass dringend eine neue Expedition gestartet werden muss. Aber die gute Idee soll nicht sterben, gerade für Euch Freunde nicht. Mit Expedition meine ich nicht unbedingt ein neues gefärliches Segelabenteuer.
Nur mit Schuldzuweisungen verarbeitet man Trauer nicht. Man verstärkt sie. Trauer braucht Versöhnlichkeit. Ich sage das aus meinem reichen Erfahrungsschatz an Trauer, die ich selbst durchlebt und durchlitten habe und ich wünsche Dir von Herzen, dass Du eines tages nicht mehr bitter sein musst, sondern liebevoll an Deine Freunde denken kannst. Aus vielen verschiedenen Gründen fühle ich mich diesen Deinen Freunden und den Ihren, zu denen Du ja zählst von Herzen verbunden. Nichts leigt mir ferner, als einen von Euch zu verletzen oder anzuekeln.
Bitte verzeih’ mir, wenn ich unachtsam war.
February 3, 2009
Ich weiß nicht ob dieses Video hier schon gelinkt wurde.
In dem Video stellt migro birdo seine Ziele vor.
Es ist, wenn ich mich nicht irre, der Skipper Johannes (Hannes) zu sehen.
Ob weitere Crewmitglieder im Video sind, die bei dem Unglück dabei waren, kann ich nicht sagen.
Ich weiß nicht, aber im Moment, wäre ich froh, wenn ich einige Dinge in meiner Wut so nicht geschrieben hätte.
Vielleicht geht es ja einigen (die wie ich mit dem erhobenem Zeigefinger durch Leben rennen)nach dem Video genauso wie mir.
February 4, 2009
@Zutiefst Wütender / Zutiefst Trauernder
oh mann, du sagst es. es ist leicht, den zeigefinger zu heben, ihn wieder runterzubekommen ist nur mit ehrlichkeit, achtung und mitgefühl möglich und ihn erst gar nicht hochzuheben die hohe kunst des lebens.
DANKE, BROTHER
February 4, 2009
Zitat Bernd: “Es ist hier in Mitteleuropa nicht mehr üblich selbstverantwortlich zu denken und zu handeln. (alles vorgeschrieben, reglementiert und versichert) Das heißt, kurz innezuhalten, und sich zu überlegen, was für Folgen für mich und andere kann das haben.”
Mich stört an der ganzen Diskussion, dass Regeln per se in Frage gestellt werden. Die Schifffahrt hat ihre Regeln aus vielen Jahrzehnten und Jahrhunderten der Beobachtung, des Scheiterns und des Erfolges. Es verhält sich hier deutlich anders als unsere Regeln der Gesellschaft, die dann auch ein Ausdruck der Interessen der beteiligten vorherrschenden Gruppen ist. Diese Regeln gilt es in Frage zu stellen und immer wieder neu auszuhandeln. Bei der Schifffahrt sind die Regeln durchaus keine Schikane oder eine Frage der Macht, sondern internationale Regeln aus den Erfahrungen, die helfen auf See zu kommunizieren und zu überleben.
Das Ausprobieren der eigenen Grenzen bedeutet auch ggf. andere Menschen in Gefahr zu bringen. Hier ist dem Ausprobieren meiner Meinung nach eine Grenze gesetzt. Bisher habe ich auf keinem Forum ein Wort zu den Gefahren für die Retter und Sucher (Piloten, Schiffer, Fischer…) gefunden. Die gehen raus, auch wenn andere sich ausprobieren wollten oder Fehler machen. An diese Folgen zu denken hat auch etwas mit Wertschätzung zu tun. Es ist auch nicht schön im Fischernetz oder am Strand eine Wasserleiche zu finden. Das kann einen Menschen traumatisieren. Folgen, für die der leichtfüßig Handelnde keine Verantwortung tragen will oder sie nicht bedenkt? Gerade das wird in anderem Kontext in vielen Seglerkreisen heftigst diskutiert. Dieses Jahr werden in Regatten um die Welt viele Brüche gemeldet und andere Seeleute müssen diese Hasardeure unter eigener Lebensgefahr retten. Das sind keine Helden. Diejenigen, die diese zu Helden machen, sind doch gerade die, von denen sich ein Projekt wie migrobirdo absetzen möchte.
Ich verstehe, dass die Reise der Taube weit war. Bis dahin erfolgreich gegen alle berechtigten Warnungen und Einwände. Das kann zumindest unvorsichtig machen. Der tägliche Beweis für die Richtigkeit der Vorgehensweise konnte gegen die “Bedenkenträger” vorgetragen werden und lässt alle Warnungen in den Wind schlagen. Auch berechtigte, gut gemeinte Hinweise (z.B. Überladung!) werden dann nicht mehr ernst genommen. Vorgaben, wie das Aufzeichnen der Wasserlinie, die die Überladung anzeigt und damit das deutlich kritisch veränderte Seeverhalten, wurden im Vorfeld – aus welchen Gründen auch immer – über Bord geworfen.
Dies führt aber zu den verständlicherweise teils heftigen, auch emotionalen, Vorwürfen gegen den Schiffsführer und die Besatzung. Jeder Verlust eines Schiffes ist für Segler erschütternd. Wir werden daran erinnert, wie schnell es auch uns ergehen kann, wenn wir die Sorgfaltspflichten vernachlässigen. Die Sinnlosigkeit und Verhinderbarkeit dieses Unglückes schmerzt körperlich. Ich glaube, dass dies die Wut ausmacht, die viele (Segler) formulieren.
Auch ich empfand diese Wut.
Meiner Meinung nach war das Projekt nicht nur aus der seemännischen Sicht zu unüberlegt, sondern auch aus der politischen Sicht. Hier ist aber auch der Ansatz etwas mitzunehmen für neue Projekte dieser Art, die es geben kann. Die Idee gilt es zu hinterfragen: Was ist das Ziel, für wen soll etwas bewegt werden? Kann auf diese Art und Weise etwas bewegt werden oder ging es darum nur ein Zeichen zu setzen? Ging es in erster Line um persönliche Ziele (legitim!) oder ging es in erster Linie und politische Ziele? Wie werden diese Ziele in Einklang gebracht? Welche Wirkung sollte wo erzielt werden? Wollen die armen Menschen in der Welt solche Aktionen? Wie unterstützen diese Aktionen den Menschen konkret in ihrer Lage? Wie sind andere vergleichbare Projekte strukturiert und wie kann ein Austausch mit ihnen stattfinden? Für mich wurden diese und viele weitere Fragen zu oberflächlich behandelt. So erkläre ich mir die z.T. heftigen Reaktionen in diesem und in anderen Foren.
Ich habe lange benötigt, um meine Gefühle zu verstehen. Es zeigt mir, dass uns dieses Unglück und die Diskussion über die daraus zu ziehenden Lehren noch lange beschäftigen wird. Gerade die Vielschichtigkeit der Diskussionsbeiträge, d.h. unterschiedlichen Sichtweisen und vielen angesprochenen Themen, geben eine Ahnung, was es noch alles zu klären gibt. Allen Beteiligten wünsche ich dafür viel Kraft und Ausdauer.
Skipper Solais
February 4, 2009
Zeit, gib mir Zeit,
sagte das Leben zum Tod.
Ich kann dir was geben,
sagte das Leben,
was dir niemand zuvor je bot.
Ich nehme - du gibst,
sagte der Tod
Es wollte ihm geben-
für dies eine Mal-
vom Menschen verstanden zu werden.
February 4, 2009
February 4, 2009
Zitat Tim Tintenkleks:”Es sollte dringend eine neue Expedition geben und viele mutige Menschen, die unsere Welt ein wenig heller und schöner und fairer machen wollen. Sie braucht es so dringend und wir alle mit!”
Unfasslich! Da sind die Toten noch nicht alle angespült und da redet der von neuem Projekt. Vielleicht gibt es ja erstmal einiges zu verstehen und lernen? Ich glaub´ es nicht….
February 4, 2009
@John
es wurde schon jetzt viel gelernt. Stimmts, Freunde?
February 4, 2009
@lendh:Vielleicht viel, aber bestimmt nicht genug
Als Segler stelle ich mir z.B. immer noch die Frage, wie die “Taube” bis Marokko kommen konnte (die meiste Strecke mit Hannes als Skipper - lt.Verein),und dann eine so lange Kette eklatanter Fehlentscheidungen getroffen wurde. Das ist für uns alle von Bedeutung. Was nützt alles Wissen, wenn es dann plötzlich gänzlich unbeachtet bleibt? Jeder muß fürchten, daß ihm das auch passiert. Die Gründe für diesen unglücklichen Aufbruch in Larache zu finden, könnte vielleicht uns allen helfen, unsere Leidenschaft fürs Wasser sicherer zu gestalten.
February 4, 2009
stimm ich dir zu @John, da gibts noch viel zu lernen. Leidenschaft, Abenteuerlust, Vertrauen, Ehrgeiz, Angst, Engagement, Selbstverwirklichung, Respekt vor der Natur, dem Meer, höchstmöglichste Sicherheit und vieles mehr. Wie bringt man das zusammen? In liebevoller Atmosphäre läßt sich das bestimmt am besten klären. Die Zeit wird kommen.
February 5, 2009
Ich habe nachgedacht und festgestellt, das ich wütend über den Skipper war und immer nur sehr negativ über Ihn geurteilt habe.
Ohne Ihn kennengelernt zu haben.
Im Video habe ich aber einen Menschen gesehen, der mir garnicht wie ein Draufgänger oder Dummkopf wirkte.
Eher jemand der sehr warmherzig zu sein schien.
Jetzt ist er plötzlich Johannes.
Jetzt sehe ich den Skipper positiver oder vielleicht neutraler.
Es wird immer wieder gesagt das Schiff war nicht hochseetauglich. Immerhin hat es die Taube bis in den Atlantik geschafft auch oder besser überwiegend mit dem Skipper Johannes. Das war sicher nicht einfach und der Kanal ist nicht ohne. Die Route insgesamt war anspruchsvoll und wurde gemeistert.(Tide/Biskaja, Gibralta)
Wie weiß ich natürlich nicht.
Mit Glück.
Mit Können?
Bei der alten Taube wahrscheinlich mit beidem.
Im Tagebuch heißt es, dass Sie schon einen Tag vorher mitteilten, dass Sie am nächsten Tag nachts starten wollten.
(so habe ich es verstanden)
Vielleicht wollte der Skipper sicherstellen, das er den anzulaufenden Hafen bei Tageslicht erreicht.
Was sicherlich vernünftig ist.
Andererseits hat er 8 Stunden Tageslicht.
Warum sie bei dem Wetter dann losgesegelt sind?
Keine Ahnung.
Für Johannes war es wahrscheinlich nicht der erste Sturm, den er mit der Taube überstanden hat.
Ich habe da was gelesen im Logbuch/Tagebuch (Bretagne)…wen Johannes an Bord war.
Anscheinend haben alle trotz des Wetters zugestimmt.
Vielleicht gab es einen besonderen Grund.
Vielleicht sogar innerhalb der Crew den Wunsch loszusegeln.
Mußte noch eine Verbindung erreicht werden?
Urlaub zu Ende?
Vielleicht hat es Johannes gut gemeint und die Gruppe wollte es auch.
Vielleicht dachte Johannes “Habe ich schon Mal geschafft”.
Und die neue Crew macht einen fitten Eindruck. Vielleicht…
Im Hafen sah es wahrscheinlich auch nicht so wild aus.
Also los.
Draußen wird es zu Anfang gegangen sein oder sie konnten nicht zurück, weil es zu gefährlich gewesen wäre. (Das wissen die Profis besser)
Also mußten /wollten sie weiter.
Vieleicht waren da noch alle guter Dinge.
Bis die ersten seekrank wurden.
Seekrankheit ist eine gefährliche Sache, die Leute werden unberechenbar. Je länger es dauert. Aber das wurde hier ja bereits beschrieben.
Wahrscheinlich war Johannes auf sich allein gestellt.
Das Boot alt. Die Crew langsam am Ende und am jammern, leiden, weinen
Die einzige Überlebende war auch seekrank oder hat geschlafen.
Wer weiß was Sie überhaupt mitbekommen/ wahrnehmen konnte?
Und Johannes was sollte er machen?
Vielleicht hat er ja bemerkt, das etwas mit der Taube nicht mehr stimmt. Immer mehr Wasser im Boot?
Batterie deshalb ausgefallen. Funkgerät deshalb unbrauchbar. Und die Crew immer mehr in Panik.
Was tun?
Sollte er Sie informieren und riskieren das dann erst recht die totale Panik ausbricht?
Oder doch den gefährlichen Hafen anlaufen, den er ja offensichtlich nicht ansteuern wollte.
Warum eigentlich nicht?
Vielleicht wußte er ja von der Gefahr. Aber wenn etwas mit dem Boot nicht mehr stimmte, die Crew hysterisch wurde vor Angst…
Und Johannes auch geschwächt war.
Vielleicht war er auch verletzt oder auch seekrank?
Seekrankheit bekommt auch ein Kapitän der 15 Jahre zur See gefahren ist. Einfach so.
Vielleicht hat er dann alles auf eine Karte gesetzt.
Und die einzige Überlebende kann das alles natürlich garnicht mitbekommen haben.
Vielleicht?
Einige Dinge bleiben unerklärlich.
Viele trugen keine Rettungswesten…
War es so?
Zum Ende hin hätte Johannes doch die Crew informieren können, das es riskant wird?
Ich weiß es nicht.
Es gibt soviele Faktoren.
Ich denke das war was lendh gemeint hat.
Ich hoffe nur, dass alle migro birdos gefunden werden,
ich glaube, dass das für die Angehörigen jetzt sehr wichtig ist.
Ich weiß, das ist alles reine Spekulation. Nur einmal der Versuch keinen alleinigen Schuldigen zu finden.
February 5, 2009
@Zutiefst Wütender/ Mitfühlender /Trauernder
Brother, ich danke dir von ganzem Herzen und fühle mich sehr mit dir verbunden. Dein ehrlicher, selbstreflektierender und mitfühlender Comment hat es geschafft, dass ich endlich meine Tränen fließen lassen konnte, denn seit Tagen berührt mich der Untergang der Taube und seiner Crew auf eine Weise, die ich so noch nicht gekannt habe. In mir war so viel Wut über die, die sowohl hier, als auch im Riesenblog von yacht.de ihre Vorurteile, Beschuldigungen, Besserwissereien und … Wut losgelassen haben, dass ich große Lust hatte, den Servern einfach nur den Saft abzudrehen, um das nicht mehr spüren zu müssen. Danke, dass du mich hast mitfühlen lassen, dass all das nötig war, um erst einmal zu mir selbst zu kommen. Erst einmal Mitgefühl mit mir selbst zu empfinden, meine eigenen Ängste, die Ursache meiner eigenen Wut kennenzulernen, sie zu befreien und loszulassen, aus denen heraus ich selbst geurteilt habe.
Weißt du was, Brother, wenn das -eine- Absicht der unsterblichen Seelen der Taube-Crew war, wenn sie -auch- aus diesem Grund ihre Körper der See geopfert haben, damit wir alle lernen, mit mehr Mitgefühl und freier von Urteil auf alles Lebendige und Vergangene zu schauen, dann hat das migrobirdo-Sailing project - aus meiner Sicht - schon heute mehr erreicht und zur “Völkerverständigung” beigetragen, als je zu erträumen war.
In tiefer Dankbarkeit
lendh
February 5, 2009
Familie nimmt Abschied von vermisster Sistranserin
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Veronika S. gilt seit dem Untergang der “Taube” vor der Küste Marokkos als verschollen. Da keine realistische Chance auf ein Überleben der 19-Jährigen besteht, nimmt die Familie Abschied von ihr.
Innsbruck - Am 7. Februar will die Familie, der vor der Küste Marokkos verunglückten Maturantin, Abschied nehmen von der jungen Friedensaktivistin.
Die 20-jährige Veronika S. brach nach der Reifeprüfung zu einer Weltreise auf. Quer durch Europa ging es nach Spanien. Dort schloss sich die junge Frau einer Gruppe von Jugendlichen an, die mit einem Schiff nach Lateinamerika segeln wollten.
Die Organisation heißt Migrobirdo (Wandervogel), ihre Aktion lautet „Segeln in/für eine andere Welt.” Träume zu verwirklichen und diese miteinander zu leben - das sollte der Wind in den Segeln der Wandervögel sein. Doch der Traum wurde zum Albtraum.
Vor der Küste Marokkos geriet die Yacht in einen Sturm, das Boot kenterte und die sieben Besatzungsmitglieder wurden über Bord gespült.
Einzig das deutsche Besatzungsmitglied konnte sich retten - von den restlichen Mitseglern fehlt seit dem 20. Jänner jede Spur. (red)
http://www.tt.com/tt/home/story.csp?cid=3297154&sid=57&fid=21
(Tiroler Tageszeitung online)
February 5, 2009
@lendh: Es ist gut, daß Du Deine Tränen fließen lassen konntest. Vielleicht kannst Du verstehen, daß viele Andere gebauso viel Wut hatten und haben, aber nicht über die Besserwisserei etc, sondern über die vermeintliche Sinnlosigkeit und vor allem Vermeidbarkeit dieser vielen Opfer. Wenn ich das Posting v. “Austria” betrachte. fließen meine Tränen. Und ich glaube kaum, daß die 19-jährige Veronika S. “…ihren Körper der See geopfert hat , damit wir alle lernen, mit mehr Mitgefühl und freier von Urteil auf alles Lebendige und Vergangene zu schauen”.
Die sind ertrunken unter dramatischen Umständen. Und nun, nachdem das alles passiert ist, werden Versäumnisse und Fehler offenbar. Das ist allerdings fast immer so, wenn was passiert ist, sonst wäre nichts passiert. Die Untersuchungsberichte der BSU singen ein Lied davon. Trotzdem können wir alle nicht einfach sagen, na ja, sowas passiert halt. Wer irgendwen der jungen Leute gekannt hat, hat ein Gesicht vor Augen, ein Stimme, einen persönlichen Eindruck. Viele machen sich Vorwürfe. Menschen, die ihnen trotz Bedenken und Einwänden geholfen haben bei der Vorbereitung der Schiffe,Menschen, die ihnen unterwegs begegnet sind, Menschen die Johannes beim Bootsführerscheinkurs erlebt haben. Viele von denen recherchierten fassungslos im Netz - was ist bzw. war das eigentlich genau: “Migrobirdo”. Was sich da so findet/fand und was für Lesarten es dafür gibt sollte sich der/die Interessierte im Yacht-Forum ansehen. Hier im Blog möchte ich auf den Beitrag von “Skipper Solais” verweisen. Was mir im Moment am wichtigsten ist: Aufrufe wie von “Tim Tintenkleks” “…Es sollte dringend eine neue Expedition geben und viele mutige Menschen, die unsere Welt ein wenig heller und schöner und fairer machen wollen…” sagen mir, daß da noch nichts verstanden worden ist. Beim besten Willen: Die Qualität der “Idee” von bzw. zu Migrobirdo und ihre Glaubwürdigkeit überzeugen nur wenige. Und wenn man dann in der Projektbeschreibung folgendes liest “Die Finanzierung im Vorfeld geschieht über Förder- und Stiftungsgelder, Sachspenden sowie private Investitionen und zinslose Darlehen der Crewmitglieder. Wer mitsegelt, zahlt mindestens soviel in die Gemeinschaftskasse, wie ein Flug nach Südamerika kosten würde”, dann stellt sich mir die Frage nach den Gründen ihrer Überladung erneut Ein Projekt, das sich verselbstständigt hat? Viele haben irgendwie mitgemacht, viele aus vielerlei Gründen wieder ausgestiegen, und schließlich fährt ein überladenes Schiff voller Unerfahrener in schlechtes Wetter und ist dann schließlich überfordert. Da stellen sich doch nicht nur Fragen nach der Seemannschaft, sondern auch Fragen nach der Struktur solch eines Projekts, Da kann doch die Devise nicht heißen: jetzt erst recht! Jetzt heißt es tapfer sein und die Idee der “Taube” weitertragen…..(oder so ähnlich). Der Verein, die Unterstützer- und Freundesschar, wir alle müssen erst dieses Kapitel verstehen. Wenigstens sollten wir es versuchen.
February 5, 2009
Ich möchte etwas präzisieren, was ich weiter obern angesprochen habe, und was von Skipper aufgegriffen wurde.
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Ich merke, wie ich hier immer wieder an meine Grenzen stoße. Emotional (besonnen zu bleiben)und sprachlich (mich so auszudrücken, wie ich es meine)
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Es geht mir dabei weder um Schuldzuweisung, noch um Rechtfertigungen. Es geht lediglich darum, eine Problematik, und einen Aspekt aufzuzeigen, der zu mehr Verständnis führen könnte.
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Wie Skipper schon sagte, sind die Regeln der Seefahrt nicht gleichzusetzen mit gesellschaftlichen Regeln.
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Hier in Mitteleuropa haben Fehler nur begrenzte Konsequenzen. Verletze ich mich, ist in kurzer Zeit medizinische Hilfe da, kann ich nicht mehr für meinen Lebensunterhalt sorgen, gibt’s Sozialhilfe, verzockt sich ein Manager, gibt’s den goldenen Händedruck
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Die Grenzen des Handelns und Denkens sind vor allem gesellschaftlicher Art . Und diese Grenzen zu durchbrechen ist fast schon Pflicht eines jungen Menschen, will er SEINEN Weg im Leben gehen. Von Kindesbeinen an wird er überhäuft mit „gutgemeinten“ Ratschlägen, und er gewöhnt sich mit Recht daran, solchen Ratschlägen nicht allzu viel Bedeutung beizumessen. Sind sie doch allzu oft nur Ausdruck einer starren, selbstgefälligen, Geisteshaltung. Woher soll ich wissen, ob der Ratgebende tatsächlich über ein fundiertes Wissen verfügt, oder ob er sich nur wichtig machen möchte? (Ich selbst habe oft genug letzteres erlebt). Wenn jemand alle Bedenken in den Wind schlägt, und sein Ding durchzieht (z,B. Hans Habeck mit Frau und Kind) dann wird er anschließend bejubelt und kann Bücher schreiben – wenn es gut geht. Wenn es nicht gut geht, dann haben es hinterher alle schon immer gewusst und schon immer so kommen sehen.
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Im Gegensatz dazu steht die See, das Hochgebirge, die Wildnis. Hier gibt es keine einengenden Regeln, aber dafür haben hier oftmals schon kleine Fehler ganz fatale Folgen, ganz direkt und unmittelbar. Deswegen ist es hier nötig, sehr achtsam, sehr bewusst zu handeln. Das meinte ich mit selbstverantwortlichem Handeln: Sich der möglichen Konsequenzen bewusst sein. Diese Achtsamkeit ist eine Geisteshaltung, die man sich erwerben muss. Sie hat nichts zu tun mit Angst. Die Regeln, die sich daraus ergeben, haben auch nichts zu tun mit Reglementierung. Nach meiner Erfahrung (als Guide in der Wildnis z.B.) haben normale Mitteleuropäer diese Geisteshaltung in der Regel per se nicht. Woher auch?
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Es wurden aber auch hier „Regeln“ geschaffen, um darauf hinzuweisen, wie Schlimmes verhindert werden kann. (Einige lernt man z.B. beim Sportbootführerschein) Diese haben nichts zu tun mit Einengung, im Gegenteil, sie ermöglichen die erfolgreiche Umsetzung eigener Träume. Aber auch hier wird es so sein, dass die meisten Menschen die Bedeutung dieser Regeln erst dann erkennen, wenn sie sie einmal überschritten haben, und die Konsequenzen zu spüren bekamen.
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Es ist auch nicht nötig, alles zu können und zu wissen, und ein top ausgerüstetes, großes Schiff zu segeln. Viel wichtiger ist es, einschätzen zu können, was man weiß und kann, und was nicht. Damit man Situationen vermeiden kann, die man nicht bewältigen kann. Sowohl rein praktisch als auch psychisch. Das ist das wichtigste überhaupt. Aber auch das ist ein Prozess. „Du weißt nie, was du kannst, bevor du es versuchst.“ So lange man nicht an die (eigene) Grenzen gestoßen ist, weiß man nicht, wo sie sich befinden. Man lernt peu a peu. Über sich selbst , über die das Boot, über die Crew. Und man lernt, dass man von den Grenzen genügend Abstand halten muss, damit Raum bleibt für Dinge, die man übersehen oder falsch beurteilt hat.
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Abenteuer erlebt man nur, wenn man diese Grenzen ignoriert. Wenn man sich in einer Situation als inkompetent erweist. Es kann sich also niemand was drauf einbilden, wenn er Abenteuer erlebt. Trotzdem werden Abenteurer bewundert, wenn sie von ihren Erlebnissen erzählen. „Berufsabenteurer“ müssen von gefährlichen Situationen erzählen wenn sie auf Vortragsreise durchs Land ziehen, sonst sind die Zuhörer gelangweilt. Die Leute wollen das hören. Aber dann ist die Rede nicht von eigener Inkompetenz sondern von der Grausamkeit der Natur, und der See. Den gefährlichen Bären, der schlimmen Stürme und Wellen. Die Natur ist nicht grausam, sie ist auch nicht lieb. Sie IST einfach. Was der Mensch in der Natur erlebt, ist allein sein Ding. Im Grunde erlebt ein Mensch in der Natur die Projektion seiner selbst.
Und das ist auch ein Abenteuer. Ein inneres Abenteuer. Auf See oder in der Wildnis unterwegs zu sein, verändert den Menschen. Und es ist gut, wenn Menschen dieses Abenteuer suchen.
Euch allen Alles Gute
Bernd
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February 5, 2009
@John z.B.
Du schreibst:
“Wer mitsegelt, zahlt mindestens soviel in die Gemeinschaftskasse, wie ein Flug nach Südamerika kosten würde”, dann stellt sich mir die Frage nach den Gründen ihrer Überladung erneut”
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Du unterstellst damit offensichtlich, dass man das Boot überladen hatte aus Profitgier.
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Ich kenne nicht die genauen Fakts. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass geplant war, mit dieser Crew über den Atlantik zu schippern. Das wäre auch gar nicht möglich gewesen. Realistisch bot die Taube Platz für höchstens 3 Personen mit Proviant und Wasser für 4 Wochen. Es waren lediglich für kurze Etappen mehr Leute an Bord, die mehr oder weniger zufällig dazustiessen. Dass Leute, die mit nach Südamerika segeln, einen größeren Unkostenbeitrag leisten sollten, als Vereinsmitglieder, die zu Hause bleiben ist doch legitim und völlig normal. Man kann ja nicht erwarten, dass sich die Segler den Trip von den anderen Vereinsmitgliedern finanzieren lassen.
Wenn man mal davon ausgeht, dass ein Flug ca. 1000 Euros kostet, dann ergäbe das 3000 Euro für die Reise. Davon bliebe mit Sicherheit nichts übrig. Und wenn man die Migrobirdoleute kennt, weiß man, dass finanzielle Gewinne machen das letzte war, was sie im Sinn hatten.
Bernd
February 5, 2009
Nachtrag @John
Nicht dass ich falsch verstanden werde. Das sollte kein Angriff sein. In weiten Teilen stimme ich mit Dir überein. Auch was die Struktur angeht. Wenn da überhaupt eine vorhanden war. Vieles erschöpfte sich in eher vagen unverbindlichen Absichtserklärungen. In der Praxis war man wohl eher getragen von momentanen Stimmungen. Das war jedenfalls mein Eindruck aus der Ferne. Sollte es irgendwie weitergehen, ist daran sicher zu arbeiten.
February 6, 2009
… und diese momentanen Stimmungen wirst du mit nichts vollständig abstellen können oder sollen wir erst mal alle einen Erleuchtungskursus mit Masterzertifikat machen bevor wir zur See fahren dürfen. Wer, bitteschön, soll denn all die vielen Prüfungen abnehmen. Genausowenig kommst du übers Meer, wenn du die Regeln der See nicht beachtest, da hat Segler Solais bestimmt recht. Ich komme gebürtig von der Nordseeküste und hab aus Spaß mal als Junge versucht, gegen die Ebbe anzuschwimmen. Gottseidank direkt neben dem Motorboot meiner Freunde.
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Der Quantenphysiker Anton Zeilinger sagte folgendes:
“In der Alltagswelt sehen wir bestimmte Phänomene und versuchen, diese Phänomene zu erklären, wir versuchen, eine Ursache zu finden aufgrund von Denkregeln, die sich bewährt haben. Bei einem Autounfall überlegen wir etwa: Ist das passiert, weil zu schnell gefahren wurde, ist der Fahrer abgelenkt worden? Man versucht, eine Ursache zu rekonstruieren. Und genau so geht man bei Quantenexperimenten vor. Nur kommt man in diesem Gebiet meist darauf, dass diese Kausalkette nicht voll durchziehbar ist. Ich kann Vorhersagen machen, die aber statistischer Natur sind. Den Einzelfall kann ich nicht voraussagen.”
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Er sagt damit, dass er anhand von Regeln statistische Vorhersagen machen kann, ob ein bestimmtes Ereignis eintreffen wird, aber er kann im Einzelfall nicht vorhersagen, ob ein bestimmtes Ereignis eintreffen wird. Man nennt dieses Phänomen, Dichotomie. Zwei sich sowohl gegenseitig ausschließende als auch ergänzende Sichtweisen bilden eine Einheit.
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Ein Sowohl, als auch - und nicht - Entweder oder.
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Nicht das eine gut und das andere schlecht, sondern ebenbürtig nebeneinander.
Das ist das was ich meine, als ich geschrieben habe, mehr Mitgefühl für beide Seiten zu empfinden und nicht über die eine oder andere Seite zu urteilen.
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Es hat Leute gegeben, die haben schwerste Seeunwetter auf einer Schwimmente überstanden und Dhara ist an Land geschwommen.
Warum?
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February 6, 2009
Ich merke auch, wie schwer es ist, das was ich denke und fühle so auszudrücken, dass ich nicht missverstanden werde. @John, ich will ganz sicher nicht, dass sich sofort die nächste Gruppe Menschen in Gefahr begibt.
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Aber das Anliegen dieser jungen Menschen und auch das Andenken sollte hochgehalten werden. Alle, die wir hier guten Rat gewusst hätten und für die Zukunft wissen, sollten uns bereit halten, zu helfen und zu raten, wenn sich wieder Menschen auf den Weg machen. Denn sie werden sich wieder auf den Weg machen, das wird niemand verhindern können. Vielleicht nehmen sie nächstes Mal kein Boot, weil sie einen anderen Weg finden. Aber auch dann wird ehrlicher guter Rat NOT-wendig sein. Ich wünsche Mirgobirdo, der Travelling School of Life, den Skillsurfern und wie sie alle heißen, die sich auf den Weg gemacht haben, die Welt zu verbessern, dass sie offene Herzen finden, die ihnen mit gutem Rat zur Seite stehen, statt mit erhobenem Zeigefinger und, dass sie den guten Rat in ihr Konzept einbeziehen können.
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Bernd hat es so schön ausgedrückt und auch Skipper Solais und auch lendth.
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Da haben sich junge Menschen auf den Weg gemacht, der Globalisierung ein freundlicheres Gesicht zu geben. Aber, wie Bernd es sagte, es gibt in der Natur kein gut oder böse, sie IST einfach. Alles, was wir tun oder nicht tun hat Konsequenzen. Wir sind für alles, was wir tun oder nicht tun verantwortlich - immer und jeder von uns. Und ein jeder von uns muss ganz allein entscheiden, welche Verantwortung er übernehmen und tragen will - die des Handels oder die des Nichthandelns. Beides kann ein allgemein betrachtet positives oder negatives Ergebnis erzielen. Beides hat Ursache und Wirkung.
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Und es gibt tatsächlich mehr zwischen Himmel und Erde, als das was wir uns erklären können. Wenn etwas für uns schlimm ist, dann fragen wir WARUM?. Wenn etwas für uns gut gegangen ist, dann tun wir das nicht. Dann ist es einfach so. Dabei haben wir so viel Grund dankbar zu sein und auch nachdenklich, weil wir Glück hatten und alles gut ging, wo es hätte anders ausgehen können oder gar müssen, nach allen Regeln.
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Ich hoffe sehr, dass ich nicht schon wieder völlig falsch verstanden werde. Es ist wichtig die Ursachen zu kennen und daraus zu lernen für alle Zukunft. Aber es gibt auch hier das Unerklärliche, wie lendth es oben beschrieben hat.
February 6, 2009
danke @tim,
du hast da etwas angesprochen was ich für sehr wichtig halte. Zitat:
“Wenn etwas für uns schlimm ist, dann fragen wir WARUM?. Wenn etwas für uns gut gegangen ist, dann tun wir das nicht. Dann ist es einfach so. Dabei haben wir so viel Grund dankbar zu sein und auch nachdenklich, weil wir Glück hatten und alles gut ging, wo es hätte anders ausgehen können oder gar müssen, nach allen Regeln.”
Aus diesem Grund hatte ich in meinem letzten Comment nach einem WARUM? gefragt. Nicht, warum ist die Taube untergegangen, sondern…
WARUM gibt es eine Uberlebende?
Ich glaube nicht, dass sie seemänische Regeln befolgt hat, dass es einfach -nur- Glück war oder purer Zufall war. Wenn wir uns auf der anderen Seite -nur- mit den Ursachen des Unfalls beschäftigen und dann Regeln aufstellen, müssen wir aufpassen, dass wir nicht Gefahr laufen, den Teil unserer Welt zu nähren, der durch ein immer größer werdendes Reglement den Kontakt zu seiner inneren Stimme, zu seiner “universellen” Weisheit verloren hat und nun alles Leben auf Erden extremst bedroht. Ein Beispiel: Die über Jahrtausende entwickelten seemännischen Regeln ermöglichen es uns heute, das Meer in “relativer Sicherheit” zu befahren, was aber auch die Basis dafür ist, dass die Meere leergefischt sind und selbst kleinste menschliche und in der Folge mechanische oder elektronische Fehler zu ungeheuren Umweltverschmutzungen und dem bisherigen Tod von abertausenden von Menschen geführt haben und es immer noch tun.
Bitte erinnert euch daran, dass auch hier gepostet wurde, dass manche ihrer Intuition, oder wie immer ihr das nennen wollt, vertraut und ganz eindeutig von einer Mitfahrt auf der Taube Abstand genommen haben. Wie viele da im Vorfeld ähnlich “gefühlt” haben, wage ich gar nicht erst zu fragen.
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Laßt uns diesen Anteil bitte nicht vergessen und schauen, wie wir das mit den selbstverständlich wichtigen, sich mit der Zeit ständig verändernden Krücken, den (seemännischen) Regeln des Miteinanders - mit wem und was auch immer - zusammenbringen.
February 17, 2009
Traueranzeige Veronika S.:
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http://webapps.tirol.com/todesanzeigen/media/2009/02/04/19885540R.pdf
February 18, 2009
bin per zufall(?) auf das unglück der “taube” von microbirdo am montag informiert worden.
- lernte einige der mikrobirdos auf ihrer tour 2008 durch das land hier kennen. sympathische menschen, denen ich erfolg für ihre träume wünschte. … träume in die wirklichkeit zu geleiten geht wohl nie ohne risiko … sogar das fliegen haben die nackten menschen gelernt! nicht zu vergessen auch unsere menschlichen schattenseiten! - aber auch die freiheit zu lieben …
ohne risikobereite menschen würden wir auch nicht in diesem block - aleine schon von der technik her und auch darüber hinaus - keine gedanken austauschen können.
… ob nun bis zum letzeten augenblick das leben genossen, oder schreiend vor angst in krachenden 5 oder gar 8 meter wellen …
… wenn das sterben zu ende ist, sind sie an ihrem ziel dem tod, wer glauben kann, wohl auch im paradis dem nicht endendem zustand ohne leid und ohne schmerzen, oder anders gesprochen, im nicht endendem zustand des überwältigendem glückes und froh-seins … diese freiheit des trostes zur überwindung in der trauer bleibt jedem von uns in eigener ahnnehmbarkeit…
… mit jedem augenblick gehen wir alle richtung unseres eigenen todes entgegen.
wieviele sterben während wir diese zeilen schreiben, lesen? banal aber unausweichlich.
… ich empfinde es beser für seine träume risiken einzugehen, absolute sicherheit gibt es nie, dies schließt dann auch ein, für sein träume auch sterben zu können, als …
… doch dies kann jeder nur für sich entscheiden …, von daher denke ich, verdienen die Opfer dieses Unglückes unser wohlwollendes Anerkennen, je mehr ich darüber nachdenke umso mehr.
auch mir gingen gedanken durch den kopf, ob es nicht zu leichtferig war …
ich war nicht in ihrer situation - aus ihrer sicht der situation waren es wohl eine “leichtfertigen” … kühne mit sicherheit … leichtsinn?! prüfe sich selber wer nie leichtsinnig war, wenn es denn leitsinn in diesem falle war… sie hatten ihre gründe so oder so zu handeln, prüfe sich auch jeder wo er wäre, wenn er nie kühn gewesen wäre.
ob alle erdenklichen sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sind, kann ich nicht beurteilen…
waren sie erfahren genung? - wann sind menschen das?
dem gedanken an das gedenken der für uns vielen namenlosen tausenden flüchtlingen, die schon im atlantik und im mittelmeer und anderstwo ertrunkenen, oder wohl schon auf dem landweg ihrer flucht, durch wer weiß was für schicksale gestorberner, kann ich mich nur anschließen.
und allen gläubigen-der-kopfschütelnden- Sicherheitsvorkehrungen-und-noch-besser-wissenden-des-danach-und-absolventen-von-unzähligen-see-und-noch-mee(h)r-hoch-und-nieder-patenen-weil-dann-wäre-es-nicht-passiert!!!! (was nicht heisst, sich enstprechend seinem wissen und vermögen nicht bestmöglich vorzubereiten!)
nun eine nachrichtenmeldung vom 4.februar 09, z.b. von web.de aber auch von anderstwo:
“Warum stießen zwei Atom-U-Boote zusammen?
Nach dem Zusammenstoß eines französischen und eines britischen Atom-U-Boots im Atlantik hat die französische Regierung versucht, den Vorfall zu erklären.
Dass die beiden atomgetriebenen U-Boote sich auf Tauchfahrt gestreift hätten, sei ein “unglaublicher” Zufall, sagte der französische Verteidigungsminister Hervé Morin. Der Vorfall sei auf ein ganz einfaches technisches Problem zurückzuführen: Die heutigen U-Boote seien zu leise, als dass sie sich aufspüren ließen. “Sie machen weniger Lärm als eine Krabbe”, sagte Morin. Signale senden könnten sie nicht, denn dann würden sie auffindbar. “Eine andere Geschichte steckt hier nicht dahinter”, betonte der Minister.
….. Die atomgetriebenen U-Boote mit zusammen rund 250 Mann Besatzung hatten jeweils 16 Atomsprengköpfe an Bord.”
Waren die nicht bestmöglich ausgebildet, und warum passierte es doch, war die technik nicht von x-wohlausgebildeten technikern vorausgedacht worden, wie konnte man nur diesesen umstand vergessen, - … ?
Hatten wir schon wieder mehr glück als verstand… wir menschen … und ich kanns euch nicht erspraren …
… und die bankenkrise mit den topausgebildeten managern, die so top sind, das sie meinen mehr als hunderte mal mehr zu verdienen als wir, der riesengrosse rest der menscheit, denen die “taube” crew an silvester wohl teilweise begegneten … und jetzt das mit der weltwirtschaft … und dem klima …
in meinem empfinden gehört den Opfern der “taube”-crew unser respekt.
es ist gewiss sinnvoll und nötig den vorgang zu rekonstruieren - wie es dazu kam, aber nicht zum verurteilen, sondern um für die zukunft zu lernen.
und nicht zuletzt vor allem um der überlebenden und den angehörigen der opfer der crew die zeitliche verortung des geschehens zu ermöglichen, um für all ihre fragen antworten zu finden.
Vor allem auch damit sie dieses traumatische ereignis verarbeiten kann und sich für eine kommende zukunft öffnen kann, die sie auch wieder glück und freude erleben lässt, und weiter, erinnerungen die sie das gedenken an ihre verstorbenen freunde im herzen mit guten empfindungen bewahren läßt.
Ich wünsche ihr/ihnen ruhe und erholung, zeit für sich, das ordnen ihrer gedanken und erinnerungen. das zulassen aller ihrer fragen und das beantworten aller ihrer fragen.
ich wünsche ihr, dass sie zumindestens die kraft findet, für sich dazu ein tagebuch zu schreiben, und wenn möglich mit vertrauten freunden und angehörigen die kraft, darüber zu sprechen. die kraft ihre trauer aus dem herzen nach drausen zu geben. Das hin und her der gedanken im kopf in ganze sätze zu fassen, die aufgeschrieben oder ausgesprochen sind.
Ich wünsche allen die kraft und das glück ihre lebensträume ernst zu nehmen und ihnen so nahe wie möglich zu kommen.
in meinem empfinden ist der tod nicht das ende, sondern die erfüllung des lebens!
February 18, 2009
nachtrag: und schon haben sich kleine fehler eingeschlichen, mit bedeutungstragender wirkung., so schnell geht es …
- ich war nicht in ihrer situation - aus ihrer sicht der situation waren es wohl (hier fehlte oben ein K) keine “leichtfertigen” … kühne mit sicherheit … leichtsinn?! prüfe sich selber wer nie leichtsinnig war, wenn es denn (hier fehlte oben ein ch)leichtsinn in diesem falle war… sie hatten ihre gründe so oder so zu ….
… fehler führen auch zu kreativität und bringen auf neue gedanken ….
da geht uns doch ein Licht auf …..
February 20, 2009
@noch so einer
Ich fass es nicht! Bei allem Respekt, was haben die U-Boote mit der Taube zu tun? Nichts!!!
Lieber Unbekannter,was soll die künstliche Überhöhung eines Dramas?
Ich frage mich seit dem 20.01.09, warum mir das Schicksal der Taube-Segler so nahe geht. Mittlerweile habe ich meine Antworten gefunden.
Eine davon ist, dass ich ein Bild von Aris im Netz finden konnte. Ein junges Mädchen, eine junge Frau, vital, lebensbejahend, sympathisch, mit vielen Ideen, die auf Umsetzung und Realisierung warteten, und zwar in diesem Leben. Ich ttauere um sie, ohne sie je gekannt zu haben und ahne den Schmerz ihrer Angehörigen und Freunde.
Wir sollten es zur Kenntnis nehmen, dass da etwas schief gelaufen ist! Kein Vorwurf, keine Schuldzuweisung, aber eine Warnung an alle, die unterwegs sind auf ihrem Weg.
Aris, so jung und lebendig, hat getan, was ich in ihrem Alter vielleicht auch getan hätte: sie hat Vertrauen zu lieben Menschen gehabt, die schon (mit Glück) von der Ostsee bis Gibraltar gekommen sind, sie hat nicht gewusst, dass mehr dazu gehört, den Elementen auch in schwierigen Situationen zu trotzen.
Ja, ich sage Ja dazu, Risiken einzugehen und Träume zu leben, aber nicht blind, sondern in Kenntnis der Risiken, nach reiflicher Überlegung. Ich trauere um Aris und die anderen jungen Frauen und Männer, die - aufgrund mangelnder Erfahrungen - diese Entscheidungen gar nicht treffen konnten. Ich bedauere es, dass das Projekt keinen Skipper hatte, der die Souveränität des Wartens oder Nein-Sagens verwirklichen konnte (keine Ahnung, ob ich es gekonnt hätte),
Aber: Es gibt nicht Heroisches oder Bewundernswertes an dem Tod dieser sechs jungen Leute, auch kein Bewundern irgendwelcher Träume. Es bleibt nur Trauer um die jungen Leben und die verpassten Möglichkeiten, die sie in ihrem Leben vielleicht noch hätten haben und geniessen können!
Ich trauere darum, ich bedauere es zutiefst, dass ihr Vertrauen enttaeuscht wurde, ohne jeden Sinn!
February 21, 2009
Einen Monat ist es nun her …
Gibt es irgend etwas Neues aus Marokko?
Wurden weitere Crew-Mitglieder und die Taube gefunden?
Grüße von einem Mitfühlenden
February 22, 2009
@Norne
Sehr schöner Kommentar! In ähnlicher Weise berührt mich das Schicksal dieser jungen Menschen. Ich hoffe, daß nun hier auf dieser Wbseite diese Kommentare aufhören, in denen igendwelche Hypothesen in ihre Einzelteile zerlegt werden.
February 27, 2009
ich kannte sie kaum, allerdings haben Sie Ihre Segelanzüge bei uns am Bodensee gekauft und wir hatten viel Spass mit Ihnen, mit ihrer Begeisterung von ihrem Projekt, mit ihrem Mut, ihrer Art mit Menschen zu reden. Meine Gedanken sind bei ihnen und ihren Angehörigen.
August 13, 2009
…tiefe Trauer ist was ich spüre, Respekt und Ehrfurcht vor der wilden Natur und auch den Menschen, die sich ihr stell(t)en. Ich ordne meine Wandlungsmöglichkeiten und auch gedanklichen “Spielräume” anders ein im Anbetracht dieser Ereignisse.
ein weniger mutiger Philosophie-Amateur
February 18, 2010
Der Bericht des BSU zum Unglück der ‘Taube’ ist in diesen Tagen veröffentlicht worden. er kann auf der Startseite des BSU http://www.bsu-bund.de unter ‘neu veröffentlichte Unfallberichte’ gelesen und/oder heruntergeladen werden.
Es kann für ALLE, die ihre Träume (auch) segelnd auf dem Wasser leben und verwirklichen möchten, nur zu sinnvoll, nützlich und vielleicht sogar lebenserhaltend sein, diesen Bericht sorgfältig zu lesen!
Und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel….
Norne
March 7, 2010
“Wer den Schaden hat braucht nicht für den Spott sorgen”
heißt ein Sprichwort.
So ein Kommentar hilft aber auch kritische Kommentare so auszugrenzen um sie mit Ignoranz zu übergehen.
In meinen Augen war die Reise mit der “Taube” leider ein Teufelsritt der keine Nachahmer finden sollte.
Sie war von der Struktur das reinste Roulettspiel und es ist durchaus bewundernswert wie weit die Reiseunternehmung in ihren Tatendrang gekommen ist.
Hätten die Taube auf ihrer letzten Fahrt wieder mal das Glück auf ihrer Seite gehabt, sie hätten damit nur die besten Chancen erspielt irgendwo im Atlantik spurlos zu verschwinden.
Weshalb ich das schreibe?
Nicht aus Spott, sondern zur Mahnung an die naiv Tatendurstigen, die das Projekt anzatzlos weiterführen wollen.
Vielleicht sind die noch zu retten.
Und es soll dem Vorstand dazu dienen sich nicht zu scheuen und diese schmerzhafte Lehre aus dem Unglück zu bewahren und als Mahnung weiterzugeben um noch nicht zerstörtes Leben zu bewahren.
August 16, 2010
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